4:3 für die Gastgeber 

Starbulls siegen daheim gegen ESV Kaufbeuren

Rosenheim - Die Starbulls Rosenheim haben am Freitag gegen den ESV Kaufbeuren gespielt. Nach einem spannenden Heimspiel gingen die Starbulls als Sieger der Partie nach Hause. 

Das Spiel im Ticker zum Nachlesen:

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Spielstatistik: Starbulls Rosenheim vs. ESV Kaufbeuren 4:3

1. Drittel

Kaufbeuren führt zur ersten Pause verdient mit 2:1. Rosenheim hat zwar mehr Spielanteile, die Gäste aber haben die besseren Torchancen und Verteidigen auch gut. Der Anschlusstreffer für Rosenheim fiel zur richtigen Zeit.

Tore: Laaksonen (0:1) 4. Minute, Pozivil (0:2) 19. Minute, Fischhaber (1:2) 20. Minute

2. Drittel

Die Rosenheimer drehen im 2. Drittel das Spiel und gehen nicht unverdient mit einer 3:2 Führung in die Kabine. Die Starbulls kamen immer besser ins Spiel und konnten auch ihre guten Chancen ausnutzen. Kaufbeuren konnte sich kaum Chancen herausspielen.

3. Drittel

Mit 4:3 gewinnen die Starbulls ein umkämpftes Spiel letztendlich verdient. Die Gäste kamen gut ins Spiel und konnten sich im ersten Drittel auch bei einer 5 Minütigen Unterzahl gut aus der Affäre ziehen. Besonders im 2. Drittel zeigte dann der Mann des spiels seine Klasse. Scofield konnte mit 2 Toren und 2 Assists glänzen. Weiter geht es für die Rosenheimer am kommenden Sonntag in Heilbronn.

Ein ausführlicher Spielbericht folgt am Samstagmorgen.

Vorbericht:

Keine Frage: Dass die Starbulls am letzten Sonntagabend mit leeren Händen da standen, war mehr als unnötig. Gegen die favorisierten Frankfurter Löwen hatten sich die Grün-Weißen reichlich Torchancen erspielt, um die Partie frühzeitig für sich entscheiden zu können. Stattdessen schenkten die Starbulls im letzten Drittel ihre 2:1-Führung her und mussten sich knapp und alles andere als verdient mit 2:3 geschlagen geben.

Trainer Franz Steer hatte an den Geschehnissen der Partie noch lange zu knabbern – vor allem angesichts der Erkenntnisse, die sich in der Videoanalyse bestätigten: "Tyler Scofield hätte im zweiten und im letzten Drittel jeweils ein Penalty zugesprochen werden müssen – das waren klare Vergehen an ihm unmittelbar beim Torabschluss in zentraler Position, bei denen überhaupt nicht gepfiffen wurde".

"So blöd darf man nicht wechseln!"

Noch mehr ärgerten den Rosenheimer Übungsleiter aber die Fehler seiner Mannschaft bei den Gegentoren im letzten Spielabschnitt: "So blöd wie vor dem 2:2 durch Stretch darf man einfach nicht wechseln. In dieser Szene haben sich zwei Spieler nicht an unsere Absprachen gehalten. Und beim dritten Frankfurter Treffer muss man den Spieler vor dem Tor einfach wegnehmen, da haben die Verteidiger geschlafen."

Diese beiden letztlich dramatisch spielentscheidenden Fehler waren natürlich die wichtigsten Ansatzpunkte für die Trainingseinheiten unter der Woche – und die stimmten Franz Steer schon wieder sehr optimistisch: "Im Training war diese Woche wieder viel Zug und hohes Tempo drin. Die Mannschaft ist hochmotiviert." Und auf die Frage, ob das klare Ziel nun ein Sechs-Punkte-Wochenende ist, antwortete Steer euphorisch und natürlich mit einem Augenzwinkern: "Ich möchte schon im Spiel gegen Kaufbeuren sechs Punkte holen, auch wenn ich noch nicht weiß, wie das gehen soll".

Sechs-Punkte-Charakter

Die Marschroute der Starbulls für die Spiele gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn ist also klar. Und ein "Heimdreier" hätte ja tatsächlich den vielzitierten "Sechs-Punkte-Charakter". Schließlich würde er die Grün-Weißen bereits am Freitagabend vom letzten Platz weghieven, da sie dann mit Kaufbeuren nach Punkten gleichgezogen und das bessere Torverhältnis bzw. die mehr erzielten Tore für sich verbucht hätten. Die Allgäuer sind mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen sehr gut in die laufende Spielzeit gestartet.

In den folgenden sechs Partien gab es dann nur noch weitere drei Zähler – darunter aber auch die beiden vom Overtime-Sieg am vorletzten Sonntag gegen den ansonsten noch verlustpunktfreien Tabellenführer aus Bietigheim. Dass die Rot-Gelben herausragende sportliche Qualitäten haben, belegt aber auch ein Blick auf die Unterzahlstatistik: Herausragende 92,9 Prozent Erfolgsquote und bisher nur zwei geschluckte Gegentore bedeuten in dieser Rubrik die Tabellenführung in der DEL2!

Rochaden auf der Torhüterposition

Apropos Gegentore: Auf der Torhüterposition gab es beim ESV Kaufbeuren zuletzt Rochaden – nicht, weil Stefan Vajs seinen Status als Nummer eins aus sportlichen Gründen verloren hätte, sondern weil der mit einem Gegentorschnitt von 2,34 und einer Fangquote von 93 Prozent überaus gut da stehende Keeper in diesen Tage durch Ausbildungsmaßnahmen kannibalisiert ist. Im letzten Spiel in Crimmitschau (4:5-Niederlage nach Penltyschießen) begann Förderlizenzkeeper Marco Eisenhut, musste seinen Platz zwischen den Holmen dann aber nach vier Gegentoren im ersten Spielabschnitt räumen. Marc-Michael Henne blieb danach einschließlich Overtime ohne Gegentreffer. Deshalb dürfte am Freitag in Rosenheim mit Henne im Gästetor zu rechnen sein, wobei auch die Rückkehr von Vajs nicht ausgeschlossen ist.

Definitiv verzichten muss Gästetrainer Andreas Brockmann am Freitag auf die verletzten Stürmer Max Schmidle, Florian Thomas und Marc Schmidpeter (Förderlizenspieler vom ERC Ingolstadt). Große Fragezeichen stehen hinter den Einsatzmöglichkeiten der Angreifer Daniel Oppolzer (Gehirnerschütterung) und Maximilian Schäffler (Kieferoperation). Sein drittes Spiel für den ESV Kaufbeuren wird Stürmer Jeffrey Szwez bestreiten. Der 35-jährige Deutsch-Kanadier, der in der vergangenen Saison für die Dresdner Eislöwen auflief, wurde aufgrund der Verletzungsmisere nachverpflichtet.

McNeely wird spielen

Personell etwas besser sieht es bei den Starbulls Rosenheim vor dem Wochenende aus. Tyler McNeely, bei dem am Sonntagabend der Verdacht auf Kieferbruch nach einem Pucktreffer ins Gesicht bestand, wird laut Trainer Franz Steer spielen. Auch bei Manuel Edfelder sieht es mit einer Rückkehr ins Team gut aus. Dagegen hat sich die Hoffnung auf den ersten Punktspieleinsatz von Stürmer Joseph Lewis erneut zerschlagen – das Risiko wäre derzeit noch zu groß. Krankheitsbedingt ausfallen wird Leopold Tausch, und Dominik Daxlbergers Rückkehr dürfte erst Ende November wieder zum Thema werden.

Eintrittskarten für das Freitags-Heimspiel sind im Vorverkauf bequem online und zum Selbstausdrucken im Starbulls-Ticketshop auf www.starbulls.de erhältlich, natürlich aber auch in der Starbulls-Geschäftsstelle am emilo-Eisstadion. Die Geschäftsstelle ist am Donnerstag von 17 bis 19 Uhr und am Spieltag von 9 bis 12 Uhr sowie ab 17 Uhr geöffnet.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (M.H.)

Rubriklistenbild: © Ludwig Schirmer

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