Furioser Schlussspurt der Starbulls

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Rosenheim - 47 Minuten hieß es 0:0, dann lagen die Starbulls 0:1 zurück, ehe sie mit einem starken Endspurt und zwei Toren binnen 13 Sekunden den Heimsieg retteten.

Video: Die Spielhöhepunkte

Es war aber verdammt knapp gegen einen taktisch lange sehr diszipliniert auftretenden EC Bad Nauheim, ehe der insgesamt verdiente, aber letztlich zu hohe 4:1 (0:0, 0:0, 4:1)-Erfolg der Rosenheimer Eishockeyspieler perfekt war. „Wir haben es lange nicht geschafft, mit Tempo ins gegnerische Drittel zu kommen“, analysierte Starbulls-Coach Franz Steer, der dank furioser viereinhalb Minuten im letzten Drittel und dank der Landshuter Pleite in Bremerhaven (3:4) mit seiner Mannschaft jetzt wieder die Tabellenführung in der DEL2 übernommen hat.

Steer: "Das Leben schwer gemacht!"

Bis es aber so weit war, mussten die Innstädter einen harten und steinigen Weg beschreiten. Denn die Hessen agierten sehr unangenehm und machten vor allem im Mitteldrittel immer wieder die Räume eng. Die Folge: Wenig Spielfluss und kaum Torchancen für die Starbulls. „Die haben uns das Leben richtig schwer gemacht“, so Steer hinterher.

Als dann der Ex-Schwenninger Jason Pinizzotto in der 47. Minute wie aus dem Nichts zur Führung für die Gäste aus der Wetterau traf, standen die Starbulls – bei denen diesmal Timo Herden zwischen den Pfosten stand, erneut eine tadellose Leistung ablieferte und kurz nach dem 0:1 seine Farben bei einer Chance von Patrick Strauch sogar vor einem zweiten Gegentor bewahrte – plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Doch die Grün-Weißen lösten dieses „Problem“ mit einer fulminanten Schlussphase.

Vier Tore in viereinhalb Minuten

Erst knallte Beppo Frank die Scheibe von der blauen Linie genau neben den Pfosten – 1:1 (53.). Rote Teufel-Keeper Jan Guryca war in dieser Szene wohl die Sicht verdeckt. Und ehe sich die Nauheimer versahen, klingelte es 13 Sekunden später erneut: Andrej Strakhov setzte sofort nach dem Bully an der gegnerischen Grundlinie nach, eroberte die Scheibe und bediente sofort Kapitän Stephan Gottwald, der sich völlig freistehend nicht zweimal bitten ließ – das Spiel war gedreht!

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Und knapp drei Zeigerumdrehungen später war die Partie entschieden, als Max Hofbauer mit viel Übersicht auf Strakhov spielte, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte schließlich Norman Hauner in der 58. Minute, als er nach Zusammenspiel mit Tyler McNeely, der mit seinen zwei Zählern in der Scorerliste punktemäßig damit wieder zu „Servus Oida“ Shawn Weller aufgeschlossen hat, zum 4:1-Endstand einnetzte.

Letztlich ging der Sieg für die Starbulls in Ordnung, fiel aber wohl ein wenig zu hoch aus. Bad Nauheims Interimstrainer Daniel Heinrizi bilanzierte: „53 Minuten lang haben wir genau das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Am Ende hat die individuelle Klasse der Rosenheimer den Ausschlag gegeben.“ Diese individuelle Klasse werden die Starbulls - neben einer engagierten Mannschaftsleistung - auch am Sonntag wieder an den Tag legen müssen, wenn man die Fischtown Pinguins (18 Uhr, Kathrein-Stadion) zum absoluten Spitzenspiel in der DEL2 empfängt.

Video: Die Stimmen der Trainer bei der PK

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – EC Bad Nauheim 4:1 (0:0, 0:0, 4:1) 

Tore: 0:1 (47.) Jason Pinizzotto (Dennis Reimer, Sean McMonagle), 1:1 (53.) Beppo Frank (Norman Hauner, Tyler McNeely), 2:1 (53.) Stephan Gottwald (Andrej Strakhov, Max Hofbauer), 3:1 (56.) Andrej Strakhov (Max Hofbauer, Beppo Frank), 4:1 (58.) Norman Hauner (Tyler McNeely).

Schiedsrichter: Cori Müns (Grafing).

Strafen: Rosenheim 4 – Bad Nauheim 6.

Zuschauer: 1.964.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © A. Chuc

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