Bis acht Sekunden vor Schluss gezittert

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Rosenheim - Spannender hätte der Start ins Playoff-Halbfinale am Freitagabend nicht verlaufen können. Die Fans sahen ein tolles Spiel – mit positivem Ausgang für die Starbulls. *NEU: Fotos und Videos*

Die Tore des Spiels:

Die 3.222 Besucher bekamen schon mal einen Vorgeschmack, wie diese Serie verlaufen könnte: Superspannend, heiß umkämpft und mit wichtigen Überzahltoren. So zumindest war das erste Halbfinale im Kathrein-Stadion, in dem sich die Starbulls mit 5:3 (0:1, 3:1, 2:1) gegen die Bietigheim Steelers durchgesetzt haben und damit in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Front gegangen sind. Die Entscheidung fiel aber erst acht Sekunden vor Schluss, als den Grün-Weißen ein Empty Net Goal gelang.

Rückstand nach dem ersten Drittel

Die Schwaben hatten zuvor den besseren Start erwischt und hatten nach drei Minuten ausgerechnet durch den wiedergenesenen Ex-Rosenheimer Gregory Squires die erste Möglichkeit. Starbulls-Torhüter Pasi Häkkinen, der wieder tadellos hielt, war allerdings auf dem Posten. Rosenheim hingegen wirkte im ersten Drittel nervös und war einen Tick zu weit vom Gegner weg. Die Quittung folgte in Minute 16, als der Puck im Powerplay über Matt McKnight und Marcus Sommerfeld in den Slot zu David Wrigley kam. Der Kanadier fackelte nicht lange und nagelte den Puck fulminant unter die Latte – 0:1, keine Chance für Häkkinen. 

Dass es auch die Grün-Weißen in Überzahl können, zeigten sie zu Beginn des Mittelabschnitts gleich zweimal. Erst gelang Shawn Weller in der 22. Minute der wichtige Ausgleich, rund fünf Minuten später passte der platzierte Schlenzer von Robin Weihager von der blauen Linie genau neben den Pfosten (26.). In dieser Szene war zudem Steelers-Keeper Jochen Vollmer – Ex-Starbulls-Goalie Frederic Cloutier war nur als Backup auf der Bank – die Sicht verstellt. Doch die Steelers antworteten nahezu postwendend, als Alexej Dmitriev bei angezeigter Strafe gegen die Starbulls der Treffer zum 2:2 gelang (29.). 

Rosenheim aber machte in dieser Phase mit vier Reihen weiter Druck und hielt das Tempo hoch. Den Lohn gab es 15 Sekunden vor der zweiten Sirene, als Norman Hauner nach tollem Zusammenspiel mit Weller und Tyler McNeely die neuerliche Führung für die Grün-Weißen gelang (40.). 

Die Pressekonferenz

Große Spannung am Ende

Ganz wichtig war im letzten Drittel dann der vierte Rosenheimer Treffer durch Kim Staal, der einen Konter mit der Rückhand zum 4:2 abschloss (48.). Bietigheim musste nun immer mehr Risiko nehmen, zeigte aber zunächst, warum sie über das beste Powerplay der Liga verfügen. Squires netzte nach einem schönen und schnellen Zusammenspiel zum 4:3 ein (51.). Fast zehn Minuten waren da noch zu spielen. Nun war die Spannung greifbar, doch der Defensivverbund der Innstädter arbeitete fehlerlos und ließ kaum noch große Chancen für die Cracks aus dem Ellental zu. Acht Sekunden vor Schluss war es schließlich Weller, der seine Farben mit einem Empty Net Goal zum 5:3-Endstand erlöste (60.).

Playoff-Halbfinale 1: Starbulls vs. Bietigheim

„Wir haben sehr gut begonnen, doch danach ist vieles schiefgegangen. Mit so vielen Strafzeiten kannst du dann in Rosenheim natürlich auch nicht gewinnen“, monierte Steelers-Coach Kevin Gaudet, dem es offensichtlich missfiel, dass zwischen Viertel- und Halbfinale nun auf das Vier-Mann-Schiedsrichtersystem umgestellt worden war. „Anfangs sind wir nicht gut reingekommen und hatten zu viele Scheibenverluste. Aber ab dem zweiten Drittel waren wir näher am Mann und konnten mit vier Reihen Druck erzeugen. Auch unser Überzahlspiel war heute sehr gut“, freute sich Starbulls-Trainer Franz Steer, der mit seiner Mannschaft nun am Sonntag (18 Uhr) in der EgeTrans-Arena zum zweiten Spiel antreten muss.

Das Spiel in der Statistik: 

Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 5:3 (0:1, 3:1, 2:1) 

Tore: 0:1 (16.) David Wrigley (Matt McKnight, Marcus Sommerfeld – Überzahl-Tor), 1:1 (22.) Shawn Weller (Tyler McNeely, Dominic Auger – Überzahl-Tor), 2:1 (26.) Robin Weihager (Andrej Strakhov, Max Renner – Überzahl-Tor), 2:2 (29.) Alexej Dmitriev (Markus Gleich, Jochen Vollmer – sechster Feldspieler), 3:2 (40.) Norman Hauner (Tyler McNeely, Shawn Weller), 4:2 (48.) Kim Staal (Fabian Zick, Andrej Strakhov), 4:3 (51.) Gregory Squires (Chris St. Jacques, Markus Gleich – Überzahl-Tor), 5:3 (60.) Shawn Weller (Andrej Strakhov, Robin Weihager – ENG). 

Schiedsrichter: Jens Steinecke (Gotha) und Florian Zehetleitner (Oberstdorf). 

Strafen: Rosenheim 12 – Bietigheim 28. 

Zuschauer: 3.222.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Starbulls Rosenheim

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