Starbulls im ersten Drittel überragend

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Rosenheim – Was für ein Eishockey-Abend für die Starbulls: Vor ausverkauftem Haus und genialer Stimmung schossen die Grün-Weißen ihren Erzrivalen aus dem Stadion. *NEU: Videos*

Video: Die Höhepunkte des Spiels

Schon Stunden vor Spielbeginn hatten sich am Sonntag lange Schlangen an den Stadionkassen gebildet – und wer keines der wenigen Resttickets mehr bekam, musste sich wirklich ärgern. Denn der verpasste eine der besten Saisonleistungen der Rosenheimer Eishockeyspieler. Letztlich setzten sich die Starbulls mit 7:2 (4:0, 2:1, 1:1) gegen ihren niederbayerischen Dauerrivalen EV Landshut durch und haben damit in der Tabelle punktemäßig zu den Rot-Weißen aufgeschlossen.

Gedenkminute und Choreografie

Den Grundstein zum deutlichen Heimsieg legten Gottwald & Co. dabei - nach einer Gedenkminute und Choreografie für die verunglückten Lausitzer Fans - im ersten Drittel, als sie die Gäste regelrecht überrollten. Ohne die weiterhin verletzten Kim Staal und Tobias Thalhammer sowie den kurzfristig erkrankten Fabian Zick drückten die Hausherren dem Spiel von Beginn an ihren Stempel auf und es dauerte genau 135 Sekunden, bis es zum ersten Mal im EVL-Kasten klingelte: Marcus Marsall, zur Zeit in bestechender Form, zog von links Richtung Kasten und überwand Keeper Brian Stewart – 1:0 (3.). Als dann Kapitän Stephan Gottwald (9.) und „Bum Bum“ Weller im Powerplay (10.) weitere Treffer für Grün-Weiß folgen ließen, kochte die Stimmung im Kathrein-Stadion.

Torwartwechsel nach 10 Minuten

Einer fand das jedoch weniger lustig: EVL-Coach Jiri Ehrenberger! Der hatte genug und holte den Kanadier Stewart daraufhin vom Eis. Für ihn stand ab diesem Zeitpunkt der junge Marco Eisenhut zwischen den Holmen. Und der musste in der 15. Minute erstmals hinter sich greifen, als Tyler McNeely im Slot viel zu viel Platz hatte und ungestört zum 4:0 einschießen konnte.

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Im Mitteldrittel gingen die Steer-Schützlinge zunächst viel zu lässig mit der deutlichen Führung um. Bei eigener Überzahl gewährten sie den Niederbayern einige klare Torchancen. Der erste Gästetreffer fiel allerdings erst in Minute 30, als Bill Trew gerade von der Strafbank zurückkehrte. Nach einem langen Pass stürmte er alleine auf Pasi Häkkinen zu und schloss eiskalt ins linke Kreuzeck ab. Erst danach besannen sich die Starbulls wieder auf ihre Stärken und beantworteten die aufkommende Landshuter Euphorie nur 72 Sekunden später mit dem 5:1 durch den zweiten Treffer von Gottwald. Das war die Vorentscheidung, denn davon erholten sich die Gäste nicht mehr. Viel mehr gelang Norman Hauner in der 34. Minute durch einen Handgelenkschuss, bei dem Eisenhut nicht gut aussah, sogar der sechste Rosenheimer Treffer.

Starbulls lassen nichts mehr anbrennen

Dass Landshut in der 44. Minute durch Top-Scorer Riley Armstrong noch ein weiteres Mal verkürzen konnte, störte die Siegesfeier der Rosenheimer Fans jedoch nicht im Geringsten. Im Schlussdrittel ließen die Grün-Weißen kaum noch etwas anbrennen und konnten sich bei den wenigen kritischen Situationen auf ihre „Wand“ Häkkinen verlassen. Den Schlussstrich unter ein aus Starbulls-Sicht über weite Strecken geniales Match setzte schließlich Verteidiger Robin Weihager in der 56. Minute, der per Schlagschuss zum 7:2-Endstand einnetzte. Durch die Wucht seines Schusses „zerdepperte“ der Schwede in dieser Situation sogar noch seinen Schläger.

Bilder vom 7:2-Derbysieg gegen Landshut

"Haben Landshut zu Fehlern gezwungen!"

„Wir haben heute nicht zu unserem Spiel gefunden. In Eins-gegen-Eins-Situationen waren wir nicht präsent, was zur sehr hohen Rosenheimer Führung geführt hat“, sagte Ehrenberger, der sich ein Match mit mehr „Derbycharakter“ gewünscht hätte, hinterher auf der Pressekonferenz.

Kollege Franz Steer erhielt zunächst einmal Szenenapplaus vom Publikum im VIP-Raum. „Wir haben mit vier Reihen viel Druck erzeugt und Landshut zu Fehlern gezwungen. Das erste Drittel war sehr gut. Im weiteren Verlauf war ein bißchen „Bruder Leichtfuß“ dabei, aber insgesamt hat die Mannschaft sehr hart gearbeitet und durch das fünfte Tor die letzten Zweifel beseitigt“, so der Rosenheimer Chefanweiser, der mit seinem Team bereits am Dienstag wieder ran muss. Um 20 Uhr wartet auf die Starbulls ein schweres Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen.

Video: Die Pressekonferenz

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – EV Landshut 7:2 (4:0, 2:1, 1:1)

Tore: 1:0 (3.) Marcus Marsall (Beppo Frank, Max Hofbauer), 2:0 (9.) Stephan Gottwald (Dominic Auger, Robin Weihager), 3:0 (10.) Shawn Weller (Dominic Auger, Tyler McNeely – Überzahl-Tor), 4:0 (15.) Tyler McNeely (Shawn Weller, Norman Hauner), 4:1 (30.) Bill Trew (Stephan Kronthaler, Riley Armstrong), 5:1 (31.) Stephan Gottwald (Max Hofbauer, Andrej Strakhov – Überzahl-Tor), 6:1 (34.) Norman Hauner (Shawn Weller, Tyler McNeely), 6:2 (44.) Riley Armstrong (Josh Godfrey, Peter Abstreiter), 7:2 (56.) Robin Weihager (Tyler McNeely, Norman Hauner – Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren).

Strafen: Rosenheim 10 – Landshut 16.

Zuschauer: 4.750 (ausverkauft).

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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