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Der K.O. kam wieder in der Verlängerung

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Rosenheim - Es war wieder eng, es war wieder umkämpft - und es hat wieder nicht gereicht. Die Starbulls mussten sich zum zweiten Mal knapp gegen Bremerhaven geschlagen geben. *NEU: Fotos*

Video: Die Highlights des Spiels

Wieder kein Glück, wieder kein Sieg: Die Starbulls haben am Sonntagabend erneut mit 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) nach Verlängerung gegen die Fischtown Pinguins verloren und liegen in der Playoff-Viertelfinalserie nun mit 0:2 zurück. Sie stehen damit schon gehörig unter Druck, wenn am Dienstagabend (20 Uhr, Eisarena Bremerhaven) das dritte Match an der Nordsee ansteht. Diesmal war die Pleite – im Vergleich zum Freitagsspiel – noch einen Tick unglücklicher. In einer intensiven Begegnung hatten die Hausherren gute Möglichkeiten, darunter einen Penalty und einen Pfostenschuss, ehe den Gästen aus dem hohen Norden in der 10. Minute der Verlängerung der „Lucky Punch“ gelang.

Kunes an der Lippe genäht

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Die erste Schrecksekunde mussten die Grün-Weißen schon beim Aufwärmen überstehen, als Tim Kunes von einem Puck an der Lippe getroffen wurde. Blutend musste der Amerikaner in der Kabine genäht werden. Er kehrte aber pünktlich zum Spielbeginn mit der ungewohnten Nummer 41 auf das Eis zurück. Dort sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Anfangsphase, ehe sich die Starbulls, auch bedingt durch eine Bremerhavener Scheibenverluste, ein Übergewicht erarbeiten konnten.

Zur ersten Sirene stand allerdings die Null – auch weil Ben Meissner, ein Deutsch-Kanadier, im Kasten der Pinguine eine Klassepartie ablieferte. „Unser Start war eigentlich okay. Dann haben wir aber viel zu viele Turnovers im eigenen Drittel produziert und sind unter Druck geraten“, sagte Bremerhavens Coach Mike Stewart.

Nach dem Wiederbeginn dauerte es aber nur 21 Sekunden, bis es zum ersten Mal „klingelte“. In Überzahl war es Brendan Cook, der Timo Herden – der wieder tadellos hielt – ein erstes Mal überwinden konnte. Wichtig war, dass die Gastgeber darauf sofort eine Antwort fanden. Bei doppelter Überzahl bediente Stephen Schultz Kunes. Gegen den mächtigen Schlagschuss war kein Kraut gewachsen, 1:1 (25.)!

Fehlentscheidung vor dem 1:2

Doch darüber konnten sich die Innstädter nur drei Minuten freuen, ehe Tim Miller einen Schuss von Pawel Dronia zur neuerlichen Gästeführung abfälschte (28.). Ärgerlich war jedoch der vorangegangene Abspielfehler und eine Fehlentscheidung der Referees. „Für mich ist dem zweiten Gegentor ein ganz klares Icing vorausgegangen“, schimpfte Rosenheims Trainer Franz Steer. Die Starbulls ließen sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen und ackerten unermüdlich weiter. Kapitän Stephan Gottwald bewies dabei erneut seinen „Torinstinkt“, als er nach einem Schuss von Tyler McNeely im Slot lauerte und den Abpraller von Meissner zum hochverdienten 2:2 in die Maschen stocherte (35.).

Starbulls - Bremerhaven (Spiel 2)

Im letzten Drittel blieb die Partie temporeich und spannend. Die Starbulls mussten zunächst eine Strafzeit überstehen, hatten dann allerdings die besseren Chancen. Schultz vergab in der 47. Minute einen Penalty und stand dann noch ein weiteres Mal frei vor Meissner. Zudem traf Beppo Frank nur den Pfosten – eigentlich Gelegenheiten genug, um das Spiel bereits in den regulären 60 Minuten zu entscheiden. „Die Jungs haben bravurös gekämpft und alles getan. Das Einzige, was ich ihnen vorwerfen kann, ist, dass wir unsere Chancen nicht genützt haben“, so Steer.

"Gutes Überzahl, dumme Strafen"

Es ging letztlich erneut in die Verlängerung, wo die Hausherren gleich zwei Überzahlmöglichkeiten vorfanden, um wenigstens dort den "Game Winner" zu setzen. Wie es geht, machten anschließend jedoch die routinierten Gäste vor. Es lief die 70. Minute, als Brock Hooton in Überzahl rechts neben dem Tor lauerte und den Schuss von Pawel Dronia zum insgesamt glücklichen Siegtor abfälschte.

„Ich denke, es war ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Leider haben wir aus meiner Sicht zu viele Möglichkeiten für Rosenheim zugelassen. Aber in der Verlängerung haben wir einfaches Eishockey gespielt. Das hat sich am Ende ausgezahlt“, meinte Stewart. Steer war natürlich enttäuscht, hatte aber neben Lob auch noch einen Kritikpunkt parat: „Wir haben sehr gut angefangen und unser Überzahl-Spiel hat zumindest in der regulären Spielzeit heute sehr gut funktioniert. Dann haben wir zum Teil jedoch auch dumme Strafen bekommen, wo ich ganz klar sagen muss, dass das so nicht geht. Das hat uns viel Energie gekostet!“

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Fischtown Pinguins 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) n.V. 

Tore: 0:1 (21.) Brendan Cook (Gabe Güntzel, Brock Hooton – Überzahl-Tor), 1:1 (5.) Tim Kunes (Stephen Schultz, Mario Trabucco – Überzahl-Tor 2), 1:2 (28.) Tim Miller (Pawel Dronia, Patrick Klöpper), 2:2 (35.) Stephan Gottwald (Tyler McNeely – Überzahl-Tor), 2:3 (70.) Brock Hooton (Pawel Dronia, Björn Bombis – Überzahl-Tor, GWG).

Schiedsrichter: Eric Daniels (Gelsenkirchen) und Nicole Hertrich (Bergkamen).

Strafen: Rosenheim 16 – Bremerhaven 16.

Zuschauer: 2.556.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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