Steer: "So wird das nicht funktionieren!"

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Rosenheim - Dieses Wochenende verlief für die Starbulls nur bedingt nach Maß: Am Sonntagabend verloren die Grün-Weißen zum zweiten Mal hintereinander in der Overtime.

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Vor nur spärlichen 1.657 Zuschauern im Kathrein-Stadion mussten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler letztlich mit 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:1) nach Verlängerung den Fischtown Pinguins geschlagen geben. In einer über weite Strecken zerfahrenen Partie konnten die Rosenheimer insgesamt zu wenig Druck erzeugen und leisteten sich außerdem in der Defensive einige kapitale Fehler. Damit konnten die Innstädter an diesem Wochenende nach dem Last-Minute-K.O. am Freitag in Bad Nauheim lediglich zwei Zähler verbuchen.

Kein Wunder, dass Trainer Franz Steer hinterher ziemlich sauer war: "Die Jungs reißen sich den Hintern auf und geben alles. Allerdings haben wir Bremerhaven zwei Tore geschenkt." Dann wurde der Coach im Hinblick auf falsche Entscheidungen in mancher Spielsituation und unnötige Strafzeiten deutlich: "So wird das nicht funktionieren. Da gibt es Stress. Das werde ich der Mannschaft auch deutlich sagen!"

Starbulls erneut stark ersatzgeschwächt

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Dabei hatten die erneut stark ersatzgeschwächten Starbulls - immerhin war Verteidiger Robin Weihager nach seinem Kurztrip aus privaten Gründen nach Schweden wieder dabei - gar nicht schlecht begonnen. In den ersten Minuten berannten sie unaufhörlich das Tor der Norddeutschen - wurden dann aber eiskalt erwischt. Nach einem dicken "Bock" von Verteidiger Dominic Auger im eigenen Drittel bediente Mark Kosick den freistehenden Brendan Cook, der sich die Chance allein vor Frederic Cloutier natürlich nicht entgehen ließ, 0:1 (5). Rosenheim antwortete aber sofort im Powerplay, als Fabian Zick die Scheibe an Torhüter Jonas Langmann vorbei ins Netz stocherte (7.). Gegen Ende des Auftaktabschnittes wurde es dann immer rustikaler, wobei die Starbulls zunächst keine Mittel fanden, die körperlichen Attacken der Cracks von der Nordsee zu beantworten.

Starbulls vs. Bremerhaven

Zerfahrenes Mitteldrittel

Im Mitteldrittel ließ der schwache Schiedsrichter Ulpi Sicorschi die Gäste weiter gewähren. Darunter waren neben Stockschlägen auch immer wieder Aktionen, nachdem die Partie eigentlich bereits unterbrochen war. Dennoch hagelte es in dieser Phase beiderseits Strafzeiten, so dass das Spiel nicht mehr gut anzusehen war. Dabei hatte Norman Hauner die Starbulls in der 22. Minute erstmals in Führung geschossen, als er eine zentimetergenaue Vorlage von Marcus Marsall per Direktabnahme in den Bremerhavener Maschen versenkte. Doch ein weiterer dicker Patzer in der Starbulls-Defensive wurde in der 30. Minute mit dem 2:2-Ausgleich bestraft. Torschütze war Viktor Beck, der Cloutier keine Abwehrchance ließ. Kurz vor der Sirene kam es noch schlimmer, als Jan Kopecky nach Vorlage von Andrew McPherson im Slot abziehen konnte und dabei ins kurze Eck traf, 2:3 (40.).

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Das letzte Drittel war sehr intensiv: Rosenheim zeigte nun mehr Körperspiel und drängten zu Beginn vehement auf den Ausgleich - mit Erfolg: Es war erneut Hauner, der der die Fans mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend erneut jubeln ließ. In der Folge hatten beide Teams noch einige Gelegenheiten, es blieb aber nach 60 Minuten beim wohl leistungsgerechten 3:3.

Cook mit fulminantem Schlagschuss

In der anschließenden Overtime waren die Gastgeber mal wieder nicht vom Glück verfolgt. Einmal stimmte die Zuordnung nicht, was der wiedergenesene Cook in der 62. Minute zum Siegtreffer für Bremerhaven nützte, als er die Scheibe von der blauen Linie mit einem fulminanten Schlagschuss ins Kreuzeck hämmerte. Damit hatten die Starbulls das Nachsehen, die mit jetzt 25 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz rangieren. Die kommenden Aufgaben sind aber extrem schwer: Bereits am morgigen Dienstag steht das schwere Auswärtsspiel bei Meister Bietigheim (19.30 Uhr, EgeTrans-Arena) auf dem Programm. Am Freitag kommt dann niemand Geringerer als Erzrivale und Tabellenführer EV Landshut ins Kathrein-Stadion (19.30 Uhr).

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Fischtown Pinguins 3:4 n.V. (1:1, 1:2, 1:0, 0:1)

Tore: 0:1 (5.) Brendan Cook (Mark Kosick), 1:1 (7.) Fabian Zick (Andrej Strakhov, Stephan Gottwald – Überzahl-Tor), 2:1 (22.) Norman Hauner (Tyler McNeely, Marcus Marsall), 2:2 (30.) Viktor Beck (Patrik Beck, Steve Slaton), 2:3 (40.) Jan Kopecky (Andrew McPherson, Steve Slaton), 3:3 (42.) Norman Hauner (Marcus Marsall, Tyler McNeely), 3:4 (62.) Brendan Cook (Steve Slaton, Mark Kosick – GWG).

Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi (Waldkraiburg).

Strafen: Rosenheim 20 – Bremerhaven 38.

Zuschauer: 1.657.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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