Starbulls reagieren auf Eisstadion-Beschluss

"Wir waren sehr früh und sehr eng eingebunden!"

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Rosenheim - Der Beschluss des Stadtrates, dass die Profimannschaft der Starbulls das Eisstadion künftig nicht mehr mietfrei nützen darf, hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt hat sich der Verein offiziell geäußert:

Am Dienstagabend hatte der Rosenheimer Stadtrat beschlossen, dass die Starbulls das Eisstadion ab dem kommenden Jahr für Belange der Profi-Mannschaft nicht mehr unentgeltlich benützen dürfen. Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt war ein entsprechender Beschluss bezüglich der Nutzungsänderung für das Stadion an der Jahnstraße einstimmig verabschiedet worden.

Den Grün-Weißen drohen dadurch erhebliche finanzielle Mehrbelastungen. Zahlen wurden in der Ausschusssitzung am Dienstag nicht genannt. Nun hat sich allerdings der Klub mit einer Pressemeldung an die Öffentlichkeit gewandt. "Die Stadt Rosenheim hat bereits vor geraumer Zeit bei der Vorstandschaft der Starbulls angemeldet, aus steuerpolitischen und rechnungsprüferischen Gesichtspunkten ein Nutzungsentgelt für den Profi-Bereich der Starbulls Rosenheim anzusetzen. Das Eisstadion Rosenheim wird mit öffentlichen Steuergeldern betrieben und unterliegt daher – nachvollziehbarer Weise – auch dem Steuergerechtigkeitsprinzip. In vielen anderen Städten ist die Vorgehensweise, dass Profi-Mannschaften für die Nutzung öffentlicher Sporteinrichtungen ein Entgelt zu bezahlen haben, völlig normal. Profisport ist nicht Teil des öffentlichen Finanzierungsauftrags", hieß es in der Mitteilung des Vereins.

Kooperation soll intensiviert werden

Im Internet waren nach dem Stadtratsbeschluss rasch Spekulationen aufgekommen, ob denn Verein und Stadt nicht miteinander reden würden. Diesem "Vorwurf" stellte sich der Verein klar entgegen: "Bei der Ausgestaltung der Beiträge und der Abrechnungsmodalitäten hat die Stadt Rosenheim die Vorstandschaft sehr früh und sehr eng eingebunden und sich – aus Sicht des Vereins – ausgesprochen kooperativ verhalten. So wurden alle Anmerkungen und Bedenken der Vorstandschaft angehört und berücksichtigt." Dazu gehören unter anderem Fragen des Nutzungsumfangs, der der Berücksichtigung von baulichen Umständen sowie die allgemeine Situation des Vereins. 

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein soll in Zukunft sogar noch intensiver werden. "Darüber hinaus haben die Starbulls-Verantwortlichen vor, künftig enger mit der Stadt Rosenheim zum beiderseitigen Vorteil zu kooperieren, was den gemeinsamen Erfolg des Profi-Bereichs angeht. Entsprechende Ideen hierzu wurden bereits miteinander angesprochen", teilte der Verein weiter mit. Wie diese Ideen genau aussehen könnten, wurde nicht mitgeteilt. "Wir arbeiten sehr hart daran, die vielen Einflussfaktoren, die zum Erfolg gehören, im Sinne des Vereins zu gestalten. Sportlich gesehen ist und bleibt Rosenheim Eishockey-Stadt. Auch und gerade in der Zukunft."

mw

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