Rosenheimerinnen trafen Stanley Cup-Sieger

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NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg ließ sich auch bereitwillig mit dem Besuch aus Rosenheim, Angelika (links) und Barbara Fürst, ablichten.

Boston/Rosenheim – Seit Mittwoch hat die Welt einen neuen Stanley Cup-Champion. Die Boston Bruins holten sich den Titel. Zwei Rosenheimerinnen trafen einen der Sieger bereits im Januar.

Mit einem 4:0-Erfolg in der Rogers-Arena in Vancouver holten sich die Bruins im entscheidenden siebten Spiel den Cup. Maßgeblich am Erfolg der Gelb-Schwarzen war auch ein Deutscher beteiligt – Dennis Seidenberg. Der gebürtige Schwenninger war im März 2010 von den Florida Panthers nach Boston gewechselt und sorgt dort seither für Furore. In dieser Saison absolvierte der Verteidiger 81 Spiele und kam dabei auf 32 Punkte (7 Tore, 25 Vorlagen).

Zwei Rosenheimerinnen hatten in diesem Zusammenhang einen besonders guten „Riecher“. Barbara und Angelika Fürst, beide riesengroße Fans der Starbulls Rosenheim, machten im Januar 2011 eine große Amerika-Reise und besuchten dort im Rahmen einer organisierten Tour auch einige Spiele der National Hockey League (NHL). In Boston sahen sie Spiele der Bruins gegen Philadelphia und Pittsburgh, in New York je eine Partie der Rangers und der Islanders. Nach einem Abstecher nach Philadelphia ging es zum Abschluss in die Hauptstadt Washington, wo die Reisegruppe das Match zwischen den Capitals und den Rangers live verfolgen konnte. Insgesamt war die 50 Personen starke Gruppe, die sich jedes Jahr aus Eishockey-Interessierten aus ganz Deutschland zusammensetzt, bei acht NHL-Spielen zugegen.

Höhepunkt einer solchen Reise ist jedoch immer ein Treffen mit einem Eishockey-Crack oder einem anderen Star aus der Welt des Sports. In den Neunziger-Jahren wohnte die Reisegruppe beispielsweise während der Weltmeisterschaft in Halifax einmal mit dem amerikanischen Nationalteam in einem Hotel, vor einigen Jahren stand ein Treffen mit dem jetzigen NBA-Sieger Dirk Nowitzki an.

Das Highlight der diesjährigen Reise war das Zusammentreffen mit Nationalspieler Dennis Seidenberg. Über eine Agentur aus Augsburg organisiert, trafen die Reiseteilnehmer nach der 2:3-Niederlage gegen die Pittsburgh Penguins Seidenberg, der in diesem Spiel sogar ein Tor erzielte.

Der deutsche Verteidiger nahm sich für den Besuch aus der Heimat reichlich Zeit und plauderte auch aus dem „Nähkästchen“. „Dennis ist ein wahnsinnig sympathischer Typ, der bereitwillig Fragen zu Spielen und seiner Person beantwortet hat“, erzählt Barbara Fürst. Auch Autogramm- und Fotowünsche wurden bereitwillig erfüllt, was angesichts des „amerikanischen Vermarktungswahns“ sonst nicht immer so einfach ist. „Man braucht in Amerika großes Glück, um so nah an einen Spieler wie Seidenberg heranzukommen“, so Fürst weiter.

Würdig vertreten wurde im Rahmen dieser Reise auch der Eishockey-Standort Rosenheim. Wie das Foto beweist, trugen Angelika (links) und Barbara beide Jacken mit der Aufschrift „Rosenheimer auf NHL-Tour.“ Die Tour gehört übrigens für beiden leidenschaftlichen Starbulls-Fans, die seit vielen Jahren eine Dauerkarte besitzen und vor allem die DNL-Mannschaft der Starbulls auf organisatorischer Ebene nach Kräften unterstützen, zu ihrem jährlichen „Eishockey-Pflichtprogramm“...

mw

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