Ist die Saison für die Starbulls bald aus?

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Franz Steer und seine Starbulls bestreiten am Freitag womöglich das letzte Heimspiel der Saison.

Rosenheim - Gerade jetzt, wo es richtig Spaß macht, ins Eishockey zu gehen, und die Play-off-Runde auf ihren Höhepunkt zusteuert, könnte für die Starbulls die Saison schnell zu Ende sein.

Gerade jetzt, wo es so richtig Spaß macht, ins Eishockey zu gehen, jetzt, wo die Play-off-Runde auf ihren Höhepunkt zusteuert, wo jedes Spiel entscheidend ist und die Stimmung im Kathrein-Stadion an ganz große Rosenheimer Eishockey-Zeiten erinnert, könnte für die Starbulls Rosenheim die Saison und der „Steerway to heaven“ in Anlehnung an den Led Zeppelin-Klassiker Stairway to heaven (Die Treppe zum Himmel) ganz schnell zu Ende sein.

Eine Vorstellung mit der sich der Starbulls-Eishockeyfans überhaupt nicht anfreunden können - Spieler und Trainer noch viel weniger.

Und deshalb lautet das große Ziel: Freitag, 19.30 Uhr, mit allem was zur Verfügung steht, einen Heimsieg gegen Ravensburg landen und damit definitiv ein weiteres Spiel vor eigenem Publikum am kommenden Dienstag zu sichern. Das Spiel gegen Ravensburg soll nicht das letzte Spiel in der Saison 2010/2011 im Kathrein-Stadion sein.

Starbulls eventuell mit Floppo Zeller

"Natürlich haben wir in dieser Saison schon viel erreicht, doch wenn ich im Halbfinale oder im Finale stehe, will ich gewinnen. Und genauso denken meine Spieler", erklärte Starbulls-Trainer Franz Steer. Er will eventuell auch eine ganz junge vierte Reihe ins Spiel bringen. "Wir müssen etwas probieren und außerdem brauchen unsere Topspieler ein paar mehr Erholungspausen", sagt Steer. Die vierte Reihe könnte mit Philipp Quinlan und mit den beiden DNL-Spielern Dominik Luft und Maxi Renner besetzt sein. Renner würde nicht wegen schlechter Leistungen (Steer: "Ganz im Gegenteil. Er hat seine Sache sehr gut gemacht") "zwangsversetzt" werden, sondern weil eventuell Stürmer Florian "Floppo" Zeller nach seiner Handverletzung endlich wieder spielen kann.

Dass es nach drei Spielen 2:1 für Ravensburg steht, ist so ungewöhnlich nicht, denn man konnte davon ausgehen, dass die Towerstars ihre zwei Heimspiele gewinnen und die Starbulls ihren Heimvorteil nützen. Die Resultate waren zwar etwas anders, "aber wir waren in keinem Spiel chancenlos", blickt Steer kurz zurück. Bei der Dienstag-Partie in Ravensburg spielte seine Mannschaft im ersten Drittel "super und wir hätten 2:0 in Führung gehen müssen", trauert Steer der Riesenchance von Mitch Stephens nach, die der Kanadier "läppisch" (O-Ton Steer) vergab. "Red Bull verleiht zwar Flügel, aber ein Tor zum richtigen Zeitpunkt wirkt sich in solchen Spielen wie eine Rakete aus", sagt Steer und hofft, dass sein Team nun die eine oder andere Rakete zünden kann.

Spielplan durchziehen

Ein ganz wichtiger Aspekt wird sein, dass die Rosenheimer ihren Spielplan durchziehen. "Das haben wir in Ravensburg fünf Minuten nicht getan und drei teilweise saublöde Tore kassiert", ärgerte sich Steer am Donnerstag noch über den kurzen Blackout seines Teams. Natürlich hat Norm Maracle die Ravensburger Stürmer wieder einmal zur Verzweiflung gebracht, aber ein Torhüter ist nun einmal Teil der Mannschaft. Und ein Teil des nun anstehenden Heimspiels sind auch die einheimischen Fans, die nicht nur in der Ravensburger Presse nach dem Heimspiel am letzten Sonntag "über den Schellenkönig" gelobt und als lauteste Fans Deutschlands bezeichnet wurden.

Können Mannschaft und Fans noch einmal diese Leistung abrufen, ist heute durchaus der zweite Sieg und der Ausgleich in der Serie "Best of seven" möglich. Und der "Steerway to heaven" in Richtung Finale wäre denn sicher auch am Sonntag in Ravensburg noch nicht zu Ende.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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