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Trotz engagierter Leistung: Niederlage für die Starbulls

OVB
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Das Sorgenkind: Geordie Wudrick, momentan verhinderter Torjäger.

Rosenheim - Nur ein Punkt für die Starbulls am Sonntag: Bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven haben die Rosenheimer Eishockey-Zweitligisten trotz einer engagierten Leistung mit 3:4 verloren - das aber erst in der Verlängerung! **Live-Ticker zum Nachlesen**

Matthias Berlinke aus Bremerhaven:

O-Ton

Damit liegen sie nun mit 20 Punkten auf Platz 5 der Eishockey Bundesliga Tabelle. Am kommenden Freitag spielen die Starbulls dann auswärts im bayerischen Klassiker gegen die Landshut Cannibals.

Der Ticker zum Nachlesen

Das Spiel im Überblick:

16.14 Uhr - Wudrick versenkt den Puck unhaltbar unter der Latte des Pinguins-Tor

17.16 Uhr - Stanyka schafft den Ausgleich nach nur wenigen Sekunden Powerplay

17.44 Uhr - Simon Wenzel trifft ins gegnerische Tor

17.44 Uhr - Noch in der selben Minute: Ausgleich durch Dejdar nur neun Sekunden nach dem Starbulls-Tor

17.55 Uhr - Josef Frank erlöst die Fans und schießt die Starbulls in Führung

18.00 Uhr - Das darf doch nicht wahr sein! Kosick schiebt den Puck über die Rosenheimer Torlinie: Ausgleich!

18.09 Uhr - Das Spiel geht nach einem Gleichstand von 3:3 in die Verlängerung

18.18 Uhr - Sieben Sekunden vor dem Ende bekommt Kopecky den Puck über die Torlinie: 4:3

Vorbericht zum Spiel:

Mit Selbstvertrauen deshalb, weil man nach vier Siegen in Folge ganz oben in der Tabelle steht - beziehungsweise stand. Die Starbulls werden definitiv nicht als Tabellenführer im hohen Norden auflaufen, denn entweder Landshut oder Hannover, die sich gestern im direkten Duell gegenüberstanden, haben die gestern spielfreien Rosenheimer überholt.

Sonderlich traurig war Starbulls-Trainer Franz Steer allerdings nicht darüber, dass die Spitzenposition weg ist. "Ich schau nicht auf die Tabelle. Was bringt mir das, wenn ich am zehnten Spieltag Spitzenreiter bin und am Ende der Doppelrunde die Play-off-Runde verpasst habe", fragt Steer mit einem berechtigten Hintergrund. Im Vorjahr war Freiburg auch einmal Tabellenführer und ist am Ende abgestiegen. "Momentaufnahme" nennt Steer die derzeitige Konstellation in der 2. Liga, die ausgeglichen wie selten zuvor ist.

Spielplan und Ergebnisse

Da hält sich der Rosenheimer Coach lieber an Fakten, die nicht von Ergebnissen der Gegner beeinflusst werden. Und da gibt es einige: Auf Ansage (vor dem letzten Wochenende) das verbesserte Überzahlspiel, die starke Defensivleistung in numerischer Unterlegenheit, die gute Form von Torhüter Norm Maracle, zehn Verteidiger-Tore (30,3 Prozent der erzielten 33 Tore) und bereits 13 (!) verschiedene Torschützen nach nur zehn Spieltagen. Das erscheint wahnsinnig viel, ist es auch, und trotzdem gibt es vier Mannschaften mit noch mehr Spielen, die ein Tor oder mehr Tore erzielt haben. Die Lausitzer Füchse, die Dresdner Eislöwen, der heutige Gegner Bremerhaven (alle 14 verschiedene Torschützen), und Spitzenreiter in dieser Statistik ist momentan Ravensburg mit 15 treffsicheren Spielern. Am Ende dieser Rangliste: Schwenningen (8), Hannover und Riessersee (je 9).

Drei von bislang 13 Torschützen bei den Starbulls Rosenheim: Dominic Auger, Stephan Gottwald und Mitch Stephens.

Trotz der 19 Punkte aus zehn Spielen, trotz des ersten Tabellenplatzes und trotz des Laufes von vier Siegen in Folge wird man in Rosenheim nicht nachlässig oder verschließt die Augen vor Unzulänglichkeiten. "Wir haben in Schwenningen zwar gewonnen, zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft war ich allerdings nicht. Mangelnde Disziplin und zu viele leichtsinnige Fehler können wir uns nicht erlauben", kritisiert Steer. Und die Starbulls-Verantwortlichen bleiben auch am "Problem Kontingentspieler" dran. "Problem würde ich es nicht unbedingt nennen", sagt Steer, der aber auch sieht, dass sieben Treffer in zehn Spielen von drei ausländischen Stürmern zu wenig sind. Würde sich dieser Trend über die gesamte Saison fortsetzen, können die Rosenheimer nicht lange oben mitspielen. "Stephens und Quirk sind unumstritten, bei Wudrick mache ich mir Sorgen", sagte Steer schon vor einer Woche. Nicht, dass sich Wudrick hängen lässt, er arbeitet wie Stephens und Quirk enorm für die Mannschaft, aber ein erzieltes Tor (empty-net) ist für den "Vorbereitungs-Torjäger" zu wenig. Ein "Problemkind" hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gesteigert: Verteidiger Mike Wilson, doch auch bei ihm muss noch mehr kommen. "Da erwarte ich definitiv noch eine Steigerung", sagt Steer. Fest steht: Wer sich jetzt ausruht, bekommt mit Steer Schwierigkeiten.

Will man morgen in Bremerhaven etwas mitnehmen, müssen die Rosenheimer wieder Vollgas geben. Nach einer kleinen Durststrecke sorgten die Fischtown Pinguins mit einem 5:3-Sieg beim Spitzenreiter Weißwasser für den Paukenschlag des neunten Spieltags. Positiv machte sich dabei die Rückkehr von Mark Kosick bemerkbar, der zwei Treffer erzielte, und mit Gosdeck und Saurette eine brandgefährliche zweite Reihe bildet. Noch besser besetzt ist der Topsturm mit Dejdar, Stanley und Kopecky. Und wer es sich leisten kann, einen Ales Kreuzer (früher Peiting) in der vierten Formation spielen zu lassen, muss in der Offensive eine große Qualität haben. "Da müssen wir ansetzen. Wenn wir diszipliniert spielen, können wir jeden Gegner schlagen", ist sich Steer sicher. Gelingt das, könnten die Rosenheimer am Sonntag wieder ganz oben stehen. "Oder bei einer Niederlage im ungünstigsten Fall auf Platz sieben oder acht zurückfallen", sagt Steer, der also doch - ein bisschen wenigstens - auf die Tabelle schaut.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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