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4:3-Erfolg der Eishockeyspieler über Spitzenreiter Dresden - Schlittschuhtor bringt kleinen Vorteil

Den Sieg gewollt, den Sieg bekommen

Rosenheim - Über weite Strecken bauten die Starbulls Druck auf und hatten viele Schussgelegenheiten. Die Schlüsselszene spielte sich jedoch in der 36. Minute ab: **Neu: PK-Video**

Die Starbulls Rosenheim hatten zuvor über weite Strecken des zweiten Drittels Druck aufgebaut, jede Menge guter Schussgelegenheiten gehabt und mussten dann nach einem Patzer von Goalie Norm Maracle das 2:2 hinnehmen. Die Partie am vierten Spieltag der 2. Eishockey-Bundesliga drohte zu kippen, da die Gäste aus Dresden große individuelle Klasse im Team haben.

Dann kam die 36. Minute, Marcus Marsall bediente den mitgelaufenen Mitch Stephens und dieser beförderte den Puck zur neuerlichen Rosenheimer Führung ins Tor. Allerdings: War der Treffer regelkonform? Immerhin war die Hartgummischeibe vom Schlittschuh des Kanadiers ins Tor geprallt - wohl aber ungewollt, der Angreifer hatte sein Schuhwerk zu diesem Zeitpunkt fest auf dem Eis. Dresdens Trainer Thomas Popiesch wanderte zwar in der darauffolgenden Drittelpause in die Schiedsrichterkabine, wiegelte aber auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ab: "Wir haben ein paar Kleinigkeiten durchgesprochen. Ich hatte das Gefühl, als hätte der Rosenheimer mit einem kleinen Kick das 3:2 erzielt", meinte Popiesch, wollte aber Referee Willi Schimm nicht zum Sündenbock machen. "Man muss schon sagen, dass das Schiedsrichter-Gespann eine gute Leistung geboten hat".

Dass sein Team leer ausging und die Starbulls Rosenheim am Ende mit 4:3 die Oberhand behielten, sei "uns geschuldet", befand Popiesch, "Weil wir im Spielaufbau und im Spiel ohne Scheibe nicht gut waren, zudem war unser Powerplay ansehnlich, aber nicht konsequent". Und: "Rosenheim war einen kleinen Tick aggressiver, wollte den Sieg mehr als wir", fügte Popiesch an. Spätestens bei diesem Satz war Starbulls-Trainer Franz Steer absolut zufrieden, so etwas hört man gerne. Wobei Steer dies auch selbst anmerkte: "Jeder wollte den Sieg, die Mannschaft hat hervorragend gekämpft."

Das Tor zur 2:1-Führung: Marcus Marsall ließ dem Gäste-Keeper keine Chance.

Und sie hat auch einige Tiefschläge überwunden und sich selbst wieder herausgezogen: Nach dem frühen 0:1 von Sami Kaartinen beispielsweise schafften die Starbulls prompt den Ausgleich durch Stephan Gottwald. Und nach der 2:1-Führung durch eine Klasse-Einzelleistung von Marsall zündeten die Starbulls im zweiten Drittel ein kleines Feuerwerk, ohne aber die Entscheidung herbeizuführen - es folgte der bittere Konter zum 2:2 durch Patrick Jarrett, bei dem sich Maracle selbst die Scheibe ins Tor schaufelte. Aber wieder kehrte Rosenheim zurück, erzielte das 3:2 durch Stephens. Dann erhöhte Niko Senger von der blauen Linie auf 4:2. Und es folgte der nächste Knacks: Corey Quirk traf nur den Pfosten, fast im Gegenzug kam Dresden durch den früheren Rosenheimer Robert Francz auf 3:4 heran. Aber auch diesen Nackenschlag überstanden die Starbulls und brachten den Sieg letztlich nach Hause.

Steer freute sich mehr, dass bei Gottwald, Marsall und Stephens der Knoten geplatzt ist und die gesamte Angriffsreihe ihre ersten Treffer in dieser Saison feiern konnte. Den vergebenen Möglichkeiten wollte er nicht lange nachtrauern: "Was soll ich dem Quirk nach seiner verpassten Chance jetzt sagen? Der arbeitet wie ein Tier und da wird sich der Erfolg dann schon einstellen."

Sicherlich von Vorteil war, dass die Starbulls fast das komplette Spiel mit vier Sturmreihen agierten, während Dresden einen knappen Kader dabei hatte. "Wir haben 50 Minuten lang mit vier Reihen gespielt", sagte Steer und freute sich über die Leistung der jungen Spieler: "Sie haben bislang das Vertrauen zurückgezahlt."

Statistik: Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen 4:3 (2:1, 1:1, 1:1). Tore: 0:1 (3.) Kaartinen/Jarrett, St. Jean, 1:1 (4.) Gottwald/Marsall, Stephens, 2:1 (19.) Marsall/Gottwald, Stephens, 2:2 (31.) Jarrett/Kaartinen, St. Jean, 3:2 (36.) Stephens/Wilson, Marsall, 4:2 (45.) Senger/Daxlberger, Schopf, 4:3 (52.) Francz/Boisvert, Iberer; Strafen: Rosenheim 14, Dresden 10; Zuschauer: 2146.

tn

Rubriklistenbild: © Ziegler

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