Starbulls verlieren in Landshut mit 1:2

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So war es vor fast genau einem Jahr: Die Rosenheimer Spieler feierten in Landshut ihren 2:1-Sieg gemeinsam mit den mitgereisten knapp 1000 Fans.

Rosenheim - Beim Eishockey-Klassiker schlechthin mussten die Starbulls am Freitagabend eine Niederlage einstecken. In Landshut zog die Steer-Truppe mit 1:2 den Kürzeren. **Live-Ticker zum Nachlesen**

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Landshut gewinnt das Derby gegen die Starbulls insgesamt verdient. Der Spitzenreiter dominierte im ersten Spielabschnitt leicht, im zweiten Drittel dann deutlich und im Schlussdrittel hatten die Gastgeber genug Reserven, um ihre knappe Führung relativ souverän über die Zeit zu bringen. Die Starbulls enttäuschten zwar nicht, agierten in der Offensive allerdings oft nicht mit der nötigen Durchschlagskraft, um eine disziplinierte Abwehr nachhaltig in Verlegenheit zu bringen. Wirklich glasklare Torchancen waren heute an einer Hand abzuzählen.

Statistik:

0:1 - Wudrick (19. min)

1:1 - Kapstad (35. min)

2:1 - Kronthaler (39. min)

Lesen Sie hier den OVB-Vorbericht:

"Siege in Landshut sind die schönsten"

Es gibt Spiele, die eine Mannschaft, einen Spieler oder einen Trainer emotional berühren - auch wenn man die Partie ganz nüchtern angehen will.

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So wie Rosenheims Eishockey-Trainer Franz Steer ("Ich bin nicht nervös"), der am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, mit den Starbulls Rosenheim in seiner Heimatstadt Landshut antritt. Dort, wo er das Eishockeyspielen gelernt hat, dort wo er als Spieler seine ersten großen Erfolge gefeiert hat und zusammen mit Eishockey-Größen wie Erich Kühnhackl oder Alois Schloder in einer Mannschaft stand und dort wo Rosenheim die "verbotene Stadt" genannt wird. Da werden Erinnerungen wach, als die Oberbayern den Niederbayern 1982 durch einen sensationellen Erfolg im Halbfinale die sicher geglaubte deutsche Meisterschaft verbauten.

Und genau in diesem Rosenheim ist Franz Steer seit 2008 Trainer und zwar sehr erfolgreich. Unter seiner Regie schafften die Starbulls den Aufstieg in die 2. Liga, wurden im letzten Jahr DEB-Pokalsieger und schafften fast auf den Tag genau vor einem Jahr (am 5. November 2010) in Landshut einen 2:1-Sieg nach Verlängerung. Torschütze in der Overtime war damals Verteidiger Andreas Paderhuber, der die mitgereisten knapp 1000 Rosenheimer Fans in einen Freudentaumel versetzte. "Das war der Wahnsinn. Siege gegen Landshut sind für Rosenheim einfach die schönsten und auch für mich war das etwas Besonderes", erinnert sich Franz Steer.

Das zweite Spiel in Landshut verloren die Starbulls mit 0:2 und da stand auf der anderen Seite ein Spieler, der seit dieser Saison für Rosenheim spielt: Michael Baindl, der auch noch den 1:0-Führungstreffer vorbereitete. "Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel. Ich habe letztes Jahr dort gespielt, kenne viele Leute und außerdem kommt meine Freundin aus Landshut", sagt der 25-jährige Stürmer, der sich in Rosenheim pudelwohl fühlt. "Es läuft gut bei mir und es macht großen Spaß, mit zwei Ausländern zu spielen", erklärte Baindl, der bereits vier Tore erzielte.

Starbulls-Trainer Franz Steer gastiert heute mit Rosenheim in seiner Heimatstadt.

Steer und Baindl freuen sich schon auf ein volles Eisstadion und eine gute Stimmung in Landshut. "Mindestens 5000, wenn nicht sogar ausverkauft", glaubt Steer, der natürlich wieder auf die Unterstützung der Starbulls-Fans hofft - und auf die Stärke seiner eigenen Mannschaft. "Die Jungs haben hervorragend trainiert und der Schlüssel zum Sieg führt über ein druckvolles Spiel über Außen und über vier Sturmreihen", sagt Steer, der hofft, nicht noch einmal vom Schiedsrichter so benachteiligt zu werden wie in Bremerhaven. "Das war ein Witz und eine Frechheit, was der Schweizer Schiedsrichter mit uns gemacht hat", echauffierte sich der Starbulls-Coach noch gestern über die "nicht nachvollziehbaren und falschen Entscheidungen".

Vom heutigen Schiedsrichter Schukies wird bei diesem heißen Derby viel Fingerspitzengefühl verlangt. Die Landshuter wollen ihre Tabellenführung mit einem Derbyerfolg verteidigen, die Rosenheimer wollen mit einem Sieg den Spitzenreiter stürzen und die um zwei Punkte besser liegenden Landshuter in der Tabelle überholen, um dann im Heimspiel am Sonntag, 18 Uhr, gegen Crimmitschau vielleicht selbst auf Platz eins zu stürmen. Das ist aber zunächst nur Wunschdenken, die Realität sieht zunächst einmal so aus, dass Rosenheim gegen die derzeit euphorisierten Landshuter (neuer Sponsor, erster Platz) so wie in Bremerhaven auftreten muss - mit einem Unterschied: "Wir sollten unsere Chancen besser verwerten," so Steer.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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