Späte Wende gegen Angstgegner

Rosenheim - Gegen "Angstgegner" ESV Kaufbeuren feierten die Starbulls am Sonntagabend endlich den ersten Sieg. **NEU: PK-VIDEO**

Die Rosenheimer lagen bis fünf Minuten vor Schluss mit 0:1 im Rückstand, ehe Stephan Gottwald die Anhänger mit dem Ausgleich erlöste. In der Verlängerung war es dann das Nordamerika-Duo Corey Quirk und Patrick Asselin, das für den Siegtreffer der Grün-Weißen verantwortlich zeichnete.

Von Beginn an war die Partie heiß umkämpft und durchaus flott. Im Abschluss hatten beide Teams aber lange Zeit Ladehemmung. Das erste Drittel endete torlos - und große Chancen gab es auf beiden Seiten nicht wirklich.

Starbulls-Trainer Franz Steer im Gespräch mit Radio Charivari:

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Nach dem ersten Wechsel zunächst ein ähnliches Bild, ehe die Starbulls Mitte des zweiten Abschnitts die große Chance zur Führung nicht nützen konnten, als sie insgesamt 1:51 Minuten mit zwei Spielern mehr agieren durften. "Das haben wir nicht gut gespielt, da musst du einfach ein Tor machen", ärgerte sich Starbulls-Coach Franz Steer hinterher. Die Strafe folgte kurz vor der Sirene: Daniel Menge bediente den Amerikaner Brady Leisenring mit einer Klasseablage und der ESV-Top-Scorer ließ sich vor Norm Maracle nicht zweimal bitten - 0:1, nur wenige Sekunden vor der zweiten Pause.

Kapitän Stephan Gottwald erzielte fünf Minuten vor Schluss den wichtigen Ausgleichstreffer für die Starbulls.

Vor dem letzten Drittel standen die Starbulls damit gewissermaßen mit dem Rücken zur Wand: Zum einen wollte man den drohenden "Kaufbeuren-Komplex" - gegen die Joker konnten die Starbulls in dieser Saison bislang noch kein Spiel gewinnen - abwenden und zum anderen wollte man die Allgäuer in der Tabelle im Kampf um Platz vier unbedingt auf Distanz halten. Das gelang letztlich auch, wenn auch nur mit größter Mühe. Die Starbulls taten sich auch im Schlussdrittel mächtig schwer, was Steer allerdings auch dem Gegner zuschrieb: "Kaufbeuren hat nicht viel zugelassen." Einmal kamen die Rosenheimer doch durch, aber da war es auch schon "höchste Eisenbahn": Fünf Minuten vor Schluss war es Kapitän Gottwald, der mit einem "Hammer" dem tadellos haltenden Stefan Vajs im Gästekasten keine Chance ließ und damit den umjubelten Ausgleich markierte. Im absoluten Finish hatten die Starbulls noch ein, zwei gute Möglichkeiten auf der Kelle, die Entscheidung fiel allerdings erst in der Overtime.

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Dort waren genau 38 Sekunden gespielt, als Quirk energisch ins gegnerische Drittel fuhr und den mitgelaufenen Asselin mit einem mustergültigen Querpass bediente. Der fackelte nicht lange und nagelte die Scheibe mit einer Direktabnahme an Vajs vorbei ins lange Eck - 2:1 (61.). Hinterher war die Erleichterung im Lager der Rosenheimer spürbar, nachdem man am Freitag aus der Lausitz nur mit einem Zähler zurückgekehrt war. "Das war heute keine zwei Punkte, das waren gefühlte vier Punkte, die wir geholt haben", atmete Steer nach der Partie durch. Durch diesen Erfolg haben die Rosenheimer den vierten Tabellenplatz verteidigt und damit weiterhin alle Möglichkeiten, sich das Heimrecht für die erste Play Off-Runde zu sichern.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - ESV Kaufbeuren 2:1 n.V. (0:0, 0:1, 1:0, 1:0)

Tore: 0:1 (40.) Brady Leisenring (Daniel Menge, Christian Grosch), 1:1 (55.) Stephan Gottwald (Simon Wenzel, Dominic Auger), 2:1 (61.) Patrick Asselin (Corey Quirk, Peter Kathan).

Schiedsrichter: Andreas Aumüller (Ottobrunn).

Strafen: Rosenheim 10, Kaufbeuren 10.

Zuschauer: 1951.

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mw

Rubriklistenbild: © eraffe

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