Das Spiel ist eine Herzensangelegenheit

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Starbulls-Topskorer Mitch Stephens kann heute und in Bremerhaven am Sonntag eventuell wieder spielen.

Rosenheim - Auch wenn am Sonntag die weite Reise nach Bremerhaven wartet, treten die Starbulls heute zum Benefizspiel an - möglicherweise sogar mit Mitch Stephens:

Die Partie beim Oberligisten Erding Gladiators wird ausgetragen im Rahmen der Aktion "Hilfe für Kathi" (wir berichteten), der gesamte Erlös fließt der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu.

Die Familie der leukämiekranken Kathi (14) ist seit vielen Jahren dem Erdinger Eishockey verbunden. Mama Karin war lange verantwortlich für den Kiosk in der Eishalle. "Da war die Kathi schon im Kinderwagen mit dabei", erzählt sie. Die drei Brüder von Kathi spielen alle aktiv beim TSV. In den ersten Jahren wurden sie noch vom damaligen Nachwuchstrainer Franz Steer gecoacht. Der ist mittlerweile Cheftrainer bei den Starbulls Rosenheim. Als die TSV-Verantwortlichen für das Benefizspiel anfragten, setzte Steer alle Hebel in Bewegung, um die Partie von Rosenheimer Seite möglich zu machen. Der Vorstand gab auch gleich grünes Licht. Einzige Bedingung: Spielbeginn bereits um 19 Uhr, da die Starbulls am Samstag schon in aller Früh mit dem Bus zum Punktspiel nach Bremerhaven aufbrechen werden, wo man am Sonntag, 16 Uhr, antritt.

Der Zweitligist wird laut Steer mit seiner besten Besetzung nach Erding kommen, sofern keine Spieler verletzt sind. Die Partie bei den Gladiators sei für ihn eine "Herzensangelegenheit", sagt er. Momentan sieht es so aus, als könnten bei den Starbulls sogar Mitch Stephens, der in Landshut nach einem Check gegen den Kopf verletzt vom Eis musste, und Ryan Gaucher (Zerrung) spielen können. "Stephens pausierte zwar am Mittwoch, aber er hatte bei der Untersuchung durch Mannschaftsarzt Dr. Fichtl keine Symptome einer Gehirnerschütterung", sagte Steer gestern.

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Gladiators-Trainer Markus Knallinger freut sich schon auf das Zusammentreffen mit seinem Lehrmeister Franz Steer, dessen Co-Trainer er viele Jahre im TSV-Nachwuchsbereich war. "Wir wollen den Zuschauern ein schönes Spiel bieten", kündigt er an und wünscht sich, "dass das Stadion möglichst voll ist". Für eine Erdingerin ist diese Partie noch ein ganz besonderes Spiel: Frauen-Nationalspielerin Viona Harrer, die beim Oberligisten zwischen den Pfosten steht und absoluter Publikumsliebling ist, kommt aus Kolbermoor und hat im Nachwuchs auch für die Starbulls gespielt, wo ihr Vater Siegi seit Jahren Deutschlands größte Torwarttalente formt.

Oberbayerisches Volksblatt/krz/bz

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