EV Füssen wurde zum Stolperstein

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Dominik Luft erzielte im zweiten Spiel den Treffer zum 6:4-Zwischenstand für die Starbulls.

Rosenheim - Wenig überzeugend spielten das DNL-Eishockeyteam der Starbulls Rosenheim gegen den EV Füssen, fuhren aber zumindest einen Auswärtssieg ein.

Zwei Partien gegen Aufsteiger EV Füssen bestritt das DNL-Eishockeyteam der Starbulls Rosenheim am vergangenen Wochenende. Dabei unterlagen sie am Samstag Abend zu Hause mit 4:5, am Sonntag gab es einen 8:5-Auswärtssieg, wobei hier die Jungbullen nicht überzeugen konnten.

Mit einer stark ersatzgeschwächten Abwehr musste das Rosenheimer Trainer-Duo Thomas Schädler/Oliver Häusler kämpfen, denn von den zehn Verteidigern, mit denen die Starbulls die Saison begannen, waren noch fünf Cracks im Einsatz. So fielen Max Meirandres (zur ersten Mannschaft abgestellt), Max Renner, Michael Messner, Raphael Walz und Marvin Schägger (alle verletzt) aus. Außerdem fehlt weiterhin Stürmer Fabian Zick, wieder an Bord war Sebastian Alt (seine Verletzung aus Landshut war glücklicherweise nicht schwerwiegend) und als sechster Verteidiger kam mit Max Schädler ein Abwehrspieler aus der Schüler-Mannschaft dazu. Die Partie am Samstag begann gut für Rosenheim, nachdem Dominik Ochmann (in Überzahl) und Dominik Daxlberger in der fünften und siebten Minute für eine 2:0-Führung sorgten.

Danach kamen die Gäste besser ins Spiel, verkürzten in der elften Minute auf 1:2, wenige Sekunden später fiel der vermeintliche Ausgleich, dem Treffer wurde aber wegen Torraumabseits die Anerkennung verweigert. Die Starbulls bekamen die Partie jedoch wieder in Griff und Bronislaw Tomaschewski netzte trotz heftiger Bedrängnis zweier Gegenspieler zum 3:1 ein. Im Mittelabschnitt bei für den Grün-Weißen überhaupt nichts zusammen.

Nach nur 43 Sekunden musste Ochmann mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitig in die Kabine, Füssen gelang während dieser nummerischen Überlegenheit der 2:3-Anschlusstreffer (22. Minute) und in einem weiteren Überzahlspiel (28.) der Ausgleich. 45 Sekunden später hatten die Rosenheimer Glück, als ein klarer Treffer der Allgäuer nicht gegeben wurde. Doch die Gäste kämpften weiter und gingen in der 32. Minute mit 4:3 in Front, in der 36. Minute hatten sie bei einem Pfostenschuss Pech. In Minute 43 erhöhte Füssen auf 5:3 - und wie schon bei den anderen Toren war die Rosenheimer Abwehr nicht im Bilde. Mitte des letzten Drittels mussten innerhalb von 20 Sekunden zwei EVF-Spieler auf die Strafbank, Thomas Schädler riskierte alles, holte seinen Keeper Dennis Schulz vom Eis und spielte mit sechs Stürmern ein 6-3-Powerplay, das in der 51. Minute von Toni Pertl erfolgreich beendet wurde. Zum 5:5 reichte es in der Schlussphase allerdings nicht mehr, wobei der Ausgleich an diesem Abend auch nicht verdient gewesen wäre. "Füssen kam nach Rosenheim, wollte gewinnen und tat mehr", so Schädler.

Fünf Treffer in den ersten zehn Minuten - das war die Ausbeute im Rückspiel am Sonntag. Zunächst gingen die Starbulls durch Florian Gaschke in Front, nach zwei Treffern der Hausherren folgten der Ausgleich durch Dennis Reimer und ein Überzahltor durch Raimund Hilger. Die sich schwach präsentierenden Abwehrreihen ließen im zweiten Spieldrittel sogar sieben Tore zu. Durch einen von Veit Holzmann verwandelten Penalty glich Füssen aus, Tomaschewski und Maximilian Merz sorgten bis zur 32. Minute für einen 5:3-Vorsprung für Rosenheim.

Nachdem Dennis Retzer in der 34. Minute seine Farben auf 4:5 heranbrachte, waren es Dominik Luft (im Powerplay) und Patrick Laguzov, die für eine beruhigende 7:4-Führung sorgten. Doch eine weitere Unkonzentriertheit ließ Füssen ab Minute 39 wieder hoffen, zumal die Starbulls zu diesem Zeitpunkt bereits auf Pertl (verletzte sich an der Schulter) verzichten mussten. Die endgültige Entscheidung fiel erst in der vorletzten Minute, als Reimer mit einem Empty-net-goal zum 8:5 einschoss.

now/Oberbayerisches Volksblatt

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