Defensivschwächen beim 6:4-Sieg

Weller und McNeely halten Starbulls auf Kurs

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Rosenheim - Ein Torfestival sahen die Starbulls-Fans am Sonntagabend gegen Weißwasser. Beiden Coaches trieb es dabei aber mehrfach die Zornesröte ins Gesicht. *NEU: Videos*

Video: Die Tore des Spiels

Zwölf Tore in zwei Spielen erzielt, sechs Punkte eingefahren und damit den bisherigen "Angstgegner" Weißwasser klar in die Schranken gewiesen - eigentlich sollte man meinen, bei den Rosenheimer Eishockeyspielern herrscht derzeit Friede, Freude, Eierkuchen. Doch wie schon am Freitag beim 6:3-Erfolg an der polnischen Grenze machten es die Starbulls auch im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse am Sonntagabend im Kathrein-Stadion spannender als nötig und siegten letztlich "nur" mit 6:4 (1:1, 3:0, 2:3). Trainer Franz Steer trieb es dabei mehrmals die Zornesröte ins Gesicht angesichts zum Teil haarsträubender Stellungsfehler in der Defensive. Letztlich machten die beiden Nordamerikaner im grün-weißen Dress den Unterschied zugunsten der Starbulls: Shawn Weller traf doppelt, Tyler McNeely gar dreifach.

Spielverlauf zunächst wie am Freitag

Vor 2.240 Besuchern begann die Partie - auf Seiten der Starbulls unter anderem wieder ohne Kim Staal und Stephan Gottwald - ähnlich wie das "Hinspiel" am Freitag. Das Match verlief ausgeglichen, ehe Weißwasser durch einen Schuss von Jonas Gerstung von der blauen Linie, der von Peter Boon noch leicht abgefälscht wurde, in der 5. Minute in Führung ging.

Zu diesem Zeitpunkt musste man befürchten, dass die Füchse in ihrem oberbayerischen "Lieblingsrevier" mal wieder wildern würden. Denn Weißwasser hatte bis zur ersten Pause noch einige gute Möglichkeiten. Immerhin war Tyler McNeely in der 13. Minute zwischenzeitlich der Ausgleich gelungen, als er Füchse-Keeper Dustin Strahlmeier aus unmöglichem Winkel an den Hintern schoss - 1:1.

Doppelschlag binnen 11 Sekunden

Nach dem ersten Wechsel wendete sich das Blatt klar zugunsten der Starbulls. Mit einem Doppelschlag binnen 11 Sekunden durch Robin Hanselko und Shawn Weller stellten die Rosenheimer auf 3:1. Weißwasser nahm eine Auszeit, kam aber danach auch nicht mehr richtig ins Spiel. Vielmehr gelang Weller in Minute 28 der vierte Treffer für die Hausherren. In dieser Phase spielten die Rosenheimer mit dem Gegner teilweise Katz und Maus - über einen fünften oder sechsten Gegentreffer hätten sich die Sachsen keineswegs beklagen können.

Starbulls vs. Weißwasser

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Doch wie so oft im Eishockey wurde es trotz einer vermeintlich klaren Drei-Tore-Führung im Schlussabschnitt noch einmal spannend. Sean Fischer (42.) und Jens Heyer (48.) verkürzten auf 3:4, dann fehlte bei einem Bauerntrick von Pavel Brendl nicht viel. McNeely beruhigte die Nerven der Fans mit dem 5:3 in Minute 53, doch die Starbulls hatten vom "Geschenke verteilen" noch nicht genug. Nach einem weiteren krassen Fehler in der Defensive markierte Brendl vier Minuten vor Schluss den neuerlichen Anschlusstreffer. Letztlich war es McNeely, der eines der zahlreichen Breaks in Unterzahl schließlich zum 6:4-Endstand nützte (58.).

Beide Trainer unzufrieden

Beide Trainer waren hinterher alles andere als zufrieden. "Beide Teams hatten in der Defensive Schwierigkeiten. Im zweiten Drittel haben wir uns einen totalen Blackout geleistet. Wir wollten zu viel und haben keinen Gedanken an die Defensive verschwendet. So kann man in Rosenheim natürlich nicht gewinnen", schimpfte Weißwassers Chefanweiser Dirk Rohrbach.

Hofbauer musste verletzt raus

"Nach der Umstellung von vier auf drei Reihen haben sich gleich ein paar Tore eingestellt. Es war aber grausam, wie wir uns in der Defensive teilweise verhalten haben. Timing und Abstimmung haben überhaupt nicht gepasst. Wir jammern zwar auf hohem Niveau, doch wir müssen die Fehler abstellen, wenn wir in den Playoffs etwas reißen wollen", bilanzierte Trainer Franz Steer, der vermutlich mit Max Hofbauer einen weiteren Ausfall wird verkraften müssen. Der Ex-Schwenninger musste nach einem nicht geahndeten Foul von Lukas Pozivil verletzt vom Eis geführt werden. Eine Untersuchung am Montag soll Aufschluss über den genauen Grad der Blessur geben. Gut sah das allerdings nicht aus...

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse 6:4 (1:1, 3:0, 2:3)

Tore: 0:1 (5.) Peter Boon (Jonas Gerstung, Sean Fischer), 1:1 (13.) Tyler McNeely (Norman Hauner), 2:1 (23.) Robin Hanselko (Benjamin Zientek, Max Renner), 3:1 (23.) Shawn Weller (Tyler McNeely, Norman Hauner), 4:1 (28.) Shawn Weller (Robin Weihager, Tyler McNeely), 4:2 (42.) Sean Fischer (Thomas Götz, Sebastian Klenner), 4:3 (48.) Jens Heyer (Peter Boon, Thomas Götz), 5:3 (53.) Tyler McNeely (Beppo Frank, Shawn Weller), 5:4 (56.) Pavel Brendl (Jens Heyer, Scott King), 6:4 (58.) Tyler McNeely (Dominic Auger - Unterzahl-Tor).

Schiedsrichter: Eric Daniels (Gelsenkirchen).

Strafen: Rosenheim 10 - Weißwasser 6.

Zuschauer: 2.240.

redro24/mw

 

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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