Fan-Krawalle: Starbulls greifen durch

Rosenheim - Während sich die Starbulls Rosenheim in der zweiten Bundesliga sportlich gut schlagen, hat der Verein derzeit mit Problemen im eigenen Fan-Lager zu kämpfen.

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Nach mehrfachen Ausschreitungen greift der Vereinsvorstand jetzt gegen einige wenige Chaoten durch. Der Hintergrund: Bereits beim Spiel in Regensburg, am 18. September, fiel eine kleine Fan-Gruppierung negativ auf. Es kam zu Ausschreitungen, nachdem ein Zuschauer noch vor Beginn des Pokalspiels während einer Schweigeminute eine Rauchbombe gezündet hatte. Das führte zu einem massiven Einsatz der Polizei und zum Stadionverweis zahlreicher Rosenheimer "Fans". Der Bus dieser Fans wurde anschließend sogar von einer Polizei-Eskorte bis nach Rosenheim begleitet. In der Folge sprachen die Starbulls Stadionverbote in Rosenheim gegen drei Personen aus und zeigten damit ihren Willen, hart gegen Unruhestifter vorzugehen.

Daneben benommen: Starbulls-Fans in Regensburg.

Vor rund eineinhalb Wochen, beim Spiel gegen die Cannibals, wiederholten sich jedoch die Szenen aus Regensburg am Landshuter Gutenbergweg: Wieder wurde von derselben Gruppierung eine Rauchbombe gezündet. Diesmal reagierten die übrigen Starbulls-Fans und zeigten ihren Unmut durch Becherwürfe gegen die kleine Gruppe - bekannt unter dem Namen Green White United - und skandierten „Sch... GWU.“. Der Starbulls-Fanbeauftragte Erich Gottelt fasst die allgemeine Stimmung in Worte: "Wir werden nicht zulassen, dass Rosenheim einen negativen Ruf aufbaut. Dafür wird der überwiegende Teil der großartigen Rosenheimer Fans schon Sorge tragen, das können Sie mir glauben!“

Von Seiten des Vereins reagierte man auf die jüngsten Vorfälle mit acht weiteren Stadionverboten. Bei den Ausgeschlossenen handelt es sich um die Personen, die von der Polizei in Landshut aus dem Fan-Block gedrängt und deren Personalien festgestellt wurden. Pikantes Detail: Unter den Störenfrieden befand sich erneut einer der drei Regensburger Krawallmacher. Der erste Vorstand der Starbulls Wilhelm Graue kündigt auch für die Zukunft eine klare Linie an: "Bei den Personen, die in letzter Zeit auffällig geworden sind, handelt es sich um die Gruppierung Green White United. Der Verein wird weiterhin entschlossen gegen diese durchgreifen." 

In dieser Woche soll aber der Sport wieder im Vordergrund stehen: Am Mittwoch, 16. November, treten die Starbulls in der 2. DEB-Pokal-Runde beim EV Füssen an. Am Freitag, 18. November, geht es dann in der Liga mit dem Derby gegen den ESV Kaufbeuren weiter.

pas/mw/red

Rubriklistenbild: © tj/lex

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