Starbulls holen einen neuen Torhüter

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Norm Maracle ist zurzeit wieder in Topform, trotzdem verpflichten die Starbulls einen weiteren Keeper. Nur als Vorsichtsmaßnahme, falls sich Rosenheims absolute Nummer eins verletzen und eventuell eine längere Pause drohen würde.

Rosenheim - Die Starbulls verpflichten einen neuen Torhüter - das ist die Topmeldung vor dem Heimspiel der Rosenheimer Eishockeyspieler heute Freitag, 19.30 Uhr, gegen die Wölfe aus Freiburg.

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So spektakulär sich diese Meldung anhört ist sie allerdings nicht, denn die Nummer eins, Norm Maracle, ist topfit und die Nummer zwei, Timon Ewert, ist ebenfalls nicht verletzt. Dass die Starbulls-Verantwortlichen trotzdem auf der Torhüterposition vor dem Ende der Wechselfrist (31. Januar) tätig werden, ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. "Das hat nichts mit fehlendem Vertrauen in unseren Backup-Goalie Ewert zu tun, sondern ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls Norm Maracle verletzt wäre und er länger ausfallen würde. Dann können wir nicht mit dem 20-jährigen Ewert und einem 17-jährigen DNL-Torhüter in die entscheidende Saisonphase gehen", erklärte Trainer Franz Steer diese nachvollziehbaren Aktion der Rosenheimer.

Das Vertragsangebot ist rausgeschickt, jetzt warten die Rosenheimer nur noch auf die Unterschrift des ehemaligen DEL- und Zweitliga-Keepers mit deutschem Pass. "Die mündliche Zusage ist da", erklärte Steer, der Ewert sagte, dass er bei einem eventuellen Ausfall von Maracle die erste Wahl wäre.

Bei den Starbulls geht man natürlich davon aus, dass Maracle die Saison so wie bisher verletzungsfrei zu Ende spielt und weiter so fantastische Leistungen wie die gesamte Saison über bringt. "Bei vielen unserer Siege gab die Torhüterleistung zu unseren Gunsten den Ausschlag", weiß Steer was er an dem 36-jährigen Kanadier hat. Gleiches gilt für Stephen Werner, der eine absolute Führungsrolle übernommen und sich ein hohes Ansehen im Team erarbeitet hat. Nicht nur wegen seiner Tore und seiner oft genialen Pässe, sondern vielmehr durch seine vorbildliche Einstellung. In dieser Saison hatte Werner bereits vier Gesichtsverletzungen (einen Nasenbeinbruch, eine Nasenbein- und Kieferprellung und zwei Platzwunden) - ein Spiel hat der 26-jährige US-Amerikaner deshalb aber noch nicht verpasst. "Er lebt Eishockey. Gegen Ravensburg wurde er zweimal vom Puck im Gesicht getroffen, musste mit sieben Stichen genäht werden, ging aber sofort wieder auf das Eis und fehlte auch im nächsten Training nicht", schwärmt Steer von der Einstellung des Mittelstürmers. Nicht von ungefähr erkundigen sich jetzt auch die DEL-Vereine nach Werner, der aber zunächst mit Rosenheim noch große Ziele hat. In seinem Steckbrief antwortete er auf die Frage was er mit Rosenheim diese Saison erreichen will: "Die Meisterschaft gewinnen".

Dazu müssen sich die Starbulls allerdings für die Play-off-Runde qualifizieren. Am besten natürlich direkt und nicht über den Umweg Pre-Play-offs. Deshalb sind gerade die kommenden Spiele enorm wichtig für die Rosenheimer. So wie das heutige Heimspiel gegen den Tabellenelften Freiburg. "Die spielen nach dem Trainerwechsel defensiver und haben nach dem 4:1-Erfolg zuletzt gegen Heilbronn wieder Chancen auf den zehnten Platz. Das wird kein einfaches Spiel, das wir so im Vorbeigehen gewinnen können", warnt Steer sein Team im Vorfeld. Immerhin hat Freiburg von den letzten vier Spielen drei gewonnen (Crimmitschau, Weißwasser und Heilbronn) und beide Rosenheimer Siege gegen die Breisgauer (6:4 und 3:2) waren hart umkämpft.

Nach einem Durchhänger scheint auch Freiburgs "Zaubermaus" Dustin Sylvester seine alte Treffsicherheit wiedergefunden zu haben - drei Tore gegen Heilbronn und der ersten Platz in der Torjägerliste mit 26 Toren in 34 Spielen unterstreichen das deutlich. Es ist also Vorsicht geboten - ein Selbstläufer wird dieses Heimspiel für Rosenheim definitiv nicht. Genauso wenig wie das Sonntag-Spiel in Heilbronn, das mit zwei Spielen mehr auf dem Konto einen Punkt vor den Starbulls liegt. Ein Sieg am Sonntag, 18.30 Uhr, bei den "Falken" würde einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Top-Sechs-Platzierung bedeuten. Der letzte Sieg in Heilbronn liegt allerdings bereits sechs Jahre zurück und resultiert noch aus den Oberliga-Zeiten beider Vereine. Danach folgten fünf teilweise deftige Auswärtsniederlagen der Starbulls, aber wie sagte schon Franz Steer: "Je länger eine Serie dauert, desto näher rückt deren Ende..."

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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