Fantastische Starbulls drehen Spiel

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Genau so geht es gegen Heilbronn: Mitch Stephens bei einem seiner beiden Treffer beim 4:1-Sieg gegen die Falken.

Rosenheim - Aus einem 0:3-Rückstand mach einen 6:3-Sieg - die Starbulls können das! Das erste Playoff-Spiel gegen die Heilbronner Falken geht am Ende deutlich an die Steer-Truppe.

Was für ein Spiel: Nach 23 Minuten schien das erste Playoff-Spiel der Starbulls Rosenheim gegen die Heilbronner Falken bereits als verloren - aber wie schon so oft in dieser Saison zeigte die Steer-Truppe eine unglaubliche Moral und drehte das Spiel.

Aber der Reihe nach: Nach einem torlosen ersten Drittel legten die Gastgeber im zweiten Drittel so richtig los. Nach nur 27 Sekunden führten sie mit 2:0 und erhöhten nach nur knapp drei Minuten sogar auf 3:0. Die Starbulls brauchten ein wenig, um sich von diesem Schock zu erholen, um dann noch härter zurückzuschlagen. Noch im zweiten Drittel gelang den Rosenheimern mit Toren von Stephen Werner (2) und Marcus Marsall der Ausgleich.

Das dritte Drittel war schließlich an Spannung kaum zu überbieten: Gut zehn Minuten kämpften beide Mannschaften um die erneute Führung - und diese sollte den Starbulls vergönnt sein. Gleich im doppelten Sinn, denn mit zwei schnellen Toren von Stephan Gottwald und erneut Stephen Werner legte der SBR den Grundstein für den späteren Sieg. Den Schlusspunkt setzte erneut Marcus Marsall, der mit seinem zweiten Treffer den vielumjubelten 6:3-Auswärtssieg perfekt machte.

Hut ab vor den Starbulls - mit dieser Moral und dieser Einstellung können sie noch weit kommen!

Leider hatten wir ein Problem mit der Datenbank, weshalb der Live-Ticker zwischendurch immer wieder ausfiel. Wir bitten um Verzeihung!

Live-Ticker zum Nachlesen 

Tore:

1:0 - Fabrio Garciola (Léveillé) (20:19 min)

2:0 - Justin Cox (Slattengren | Cespiva) (20:27 min)

3:0 - Michel Léveillé (Baum | Garciola) (22:54 min)

3:1 - Stephen Werner (Gottwald | Marsall) (32:51 min)

3:2 - Marcus Marsall (Werner | Gottwald) (37:26 min)

3:3 - Stephen Werner (Paderhuber | Stephens) (38:59 min)

3:4 - Stephan Gottwald (Werner | Stephens) (50:19 min)

3:5 - Stephen Werner (Auger | Paderhuber) (51:26 min)

3:6 - Marcus Marsall (Stephens) (57:55 min)

Lesen Sie hier den Vorbericht aus dem Oberbayerischen Volksblatt:

Starbulls: "Wir ham' noch lange nicht genug"

Genau 18 Jahre ist es her, das es hieß: Rosenheim, 2. Liga, Play-off-Runde. Damals war es das Team vom Sportbund Rosenheim mit Kapitän Ron Fischer.

Rosenheim, 2. Liga, Play-off-Runde - gab es das schon einmal. Aber sicher: Vor 18 Jahren, als das damals als "Ernst Höfners Kindergarten" titulierte Team vom Sportbund Rosenheim mit Kapitän Ron Fischer sowie dem Torjäger-Duo Mark Teevens und Doug Derraugh, dem heutigen DNL-Trainer Thomas Schädler und insgesamt 19 einheimischen Spielern die 2. Liga sensationell nach Belieben dominierte. Nach der Vorrunde auf Platz eins stürmte die Höfner-Truppe mit jeweils 3:0-Siegen gegen den ECD Sauerland (heute Iserlohn), gegen den EHC Nürnberg und im Finale gegen Weißwasser zurück in die 1. Liga.

18 Jahre später starten die Starbulls Rosenheim heute, Dienstag, 20 Uhr, "nur" als Tabellensiebter in Heilbronn in die Play-off-Runde. Kapitän ist heute Stephan Gottwald, Teevens und Derraugh heißen in der Gegenwart Stephen Werner und Tommi Hannus (leider verletzt, wir berichteten), und es stehen wieder einige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Team. Nicht so viele wie in der Saison 1992/93, aber immerhin 13 Spieler aus dem 23-Mann-Kader. Und genau diese Zahl der Akteure, die in Rosenheim das Eishockey-Einmaleins lernten, rückt die Leistung der Starbulls in dieser Saison in ein noch besseres Licht. Als Aufsteiger Platz sieben, DEB-Pokalsieger, Pre-play-off-Runde gegen Bietigheim souverän überstanden und nicht zu vergessen die DNL-Mannschaft als Deutscher Vizemeister - zu Recht sagen die Starbulls-Verantwortlichen: "Rosenheim ist wieder eine Nummer im deutschen Eishockey".

Die Saisonziele wurden mit Bravour erreicht, alles was jetzt kommt ist eine willkommene Zugabe. Das hört sich nach zurücklehnen und genießen an, doch wer den entschlossenen Gesichtausdruck von Trainer Franz Steer sieht, wer die Spieler, die sich tagtäglich im Rosenheimer Eisstadion aufhalten, in fast kompletter Kaderstärke bei den DNL-Finalspielen mitfiebern sieht, dem wird klar - die Rosenheimer sind heiß und halten es mit der deutschen Rockband Böhse Onkelz, die in einem ihrer bekanntesten Songs singen: "Wir ham' noch lange nicht, noch lange nicht genug."

Und auch Steer freut sich auf die Spiele gegen Heilbronn: "Jetzt beginnt die schönste Zeit der Saison und da wollen wir noch so lange wie möglich mitmachen", freut sich Steer auf die Spiele gegen Heilbronn. Zwar holten die Starbulls nur vier von 12 möglichen Punkten gegen die Falken, doch die Spiele waren immer knapp, wurden oft erst in den letzten Minuten so wie bei der letzten 2:3-Heimniederlage entschieden. Dieses Spiel am 25. Februar sollte für die Starbulls als Maßstab dienen, was alles möglich ist gegen den Tabellenzweiten der Hauptrunde. Da hatte Heilbronn einen Lauf, der sie bis auf Platz zwei beförderte und Rosenheim kämpfte sich gerade aus einem Tief. In diesem Spiel waren beide Teams auf Augenhöhe, ein großartiger Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Und auch wenn Hannus fehlt - Franz Steer hat eine Überraschung in der Hinterhand. Ob personell oder taktisch wollte er gestern noch nicht verraten.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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