"Auger wäre eine Riesenverstärkung"

Dominic Auger (78 DEL-Spiele für Kassel)

Rosenheim - Die Starbulls Rosenheim stehen in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem deutschen Verteidiger mit hervorragenden Referenzen, kanadischen Wurzeln und einem klangvollen Namen: Dominic Auger!

Dominic Auger (78 DEL-Spiele für Kassel) heißt der Neuzugang der Starbulls Rosenheim, der von DEL-Aufsteiger EHC München nach Rosenheim kommen soll. Die richtige Aussprache: „O schee“ – passt doch hervorragend nach Oberbayern. Der Vertrag ist zwar noch nicht unterschrieben, weil sich Auger zunächst mit München bezüglich eines Auflösungsvertrages einigen muss. Beim letztjährigen Zweitliga-Meister hat der 33-jährige Verteidiger zwar einen gültigen Vertrag für die DEL, doch jetzt ist Münchens Trainer Pat Cortina der Meinung, dass Auger zwar ein guter Spieler sei, „spielerisch aber nicht in die DEL passt, da hier eine andere Spielweise als die des Deutsch-Kanadiers gefordert ist.“

Dass Auger überhaupt ein Thema für Rosenheim geworden ist, hat natürlich auch mit der Tatsache zu tun, dass er einen deutschen Pass besitzt. Die Starbulls haben ja bekanntlich ihre fünf Kontingentstellen bereits besetzt. Allerdings hat Auger sicher die Qualitäten eines guten Ausländers, denn er ist torgefährlich, hat einen guten Schuss und spielt einen starken ersten Pass. Das ist auch die Meinung von Münchens Stürmer Kevin Lavallee, der mit Auger bereits in Schwenningen zusammengespielt hat: „Dominic ist ein kompletter Spieler.“

Die imponierende Statistik von Dominic Auger

Tatsächlich sind die Statistiken des 1,82 Meter großen und 88 Kilogramm schweren Verteidigers sehr vielverprechend. Imponierend ist zum Beispiel seine Play-off-Bilanz der letzten Saison in München. In zehn Spielen erzielte Auger zwei Tore und bereitete neun weitere Treffer vor. Herausragend ist die Bilanz aus seinem ersten Zweitliga-Jahr in Schwenningen, als der verheiratete Deutsch-Kanadier in 52 Spielen 45 Punkte (22 Tore/23 Assists) schaffte. „Für uns wäre Auger eine Riesenverstärkung und wir hätten vor allem im Überzahlspiel eine Alternative mehr“, hofft Trainer Franz Steer, dass die Verpflichtung klappt. Dann könnte der Coach am heutigen Dienstag sehr zuversichtlich in die neue Rosenheimer Eiszeit gehen. Dann ist nicht nur das Eis im Kathrein-Stadion fertig, sondern es sollen auch alle Spieler in Rosenheim angekommen sein, sodass das neuformierte Starbulls-Team bereits am Abend die erste Trainingseinheit auf dem Eis absolvieren kann.

Heute, gegen Mittag, sollen die vier Kanadier Tim Kunes, Mitch Stephens, Konrad Reeder und Tyler Burton in München landen, während Torhüter Norm Maracle bereits seit letzten Donnerstag in Rosenheim ist. Ziemlich sicher ist auch, dass Philipp Quinlan vom EHC München eine Förderlizenz für die Starbulls erhält und damit an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

Laut Franz Steer liegt eine mündliche Zusage von München vor. Am gestrigen Montag stand für alle deutschen Spieler ein Leistungstest in der Gesundheitswelt Chiemgau in Bad Endorf auf dem Programm. „Hier wurde festgestellt ob und wo Defizite bestehen und aufgrund dieser Untersuchungen werden für alle Spieler spezielle Trainingspläne erstellt“, erklärte Trainer Franz Steer, der froh ist, dass es endlich richtig los geht.

„Wir sind spät dran, aber wir werden jetzt intensiv trainieren und die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison legen“, kündigt der Starbulls-Coach harte Einheiten an. Morgen, Mittwoch, holen die fünf Ausländer den Leistungstest nach und dann soll eventuell auch Dominic Auger dabei sein.

Vielleicht auch noch ein deutscher Stürmer (Thomas Schenkel? Mario Jann?), denn Steer flattern täglich Angebote von deutschen und ausländischen Spielern auf den Tisch. „Unglaublich wie viele Spieler noch auf dem Markt sind. Unglaublich aber auch, was die Spielervermittler für Gehaltvorstellungen aufrufen. Ich glaube manche haben noch nicht erkannt, was die Zeit im deutschen Eishockey geschlagen hat“, wundert sich Steer. Er selbst hat mit dem ihm zur Verfügung gestellten Etat, der nicht über dem der letzten Saison liegen soll, gut gewirtschaftet und erhielt dafür ein Lob von der Vorstandschaft.

Oberbayerisches Volksblatt

Philip Quinlan kommt zu den Starbulls

Ein weiterer Neuzugang steht bereits fest. Laut Radio Charivari wird der 20-jährige Philip Quinlan, ebenfalls vom DEL Aufsteiger EHC München, mit einer Förderlizenz für Rosenheim ausgestattet. Starbulls Trainer Franz Steer hat dazu eine mündliche Vereinbarung mit dem Manager vom EHC München, Christian Winkler, getroffen. München steht es somit frei zu entscheiden, für welche Mannschaft Qinlan aufläuft. Die Förderlizenz sei für die Starbulls Rosenheim eine kostengünstige Variante, um Nachwuchsspieler für Rosenheim aufs Eis zu schicken, so Steer. Für jeden Spieler, der nicht aus dem eigenen Nachwuchs ins Team geholt wird fallen 2500 Euro an.

Unterdessen unterziehen sich die Starbulls derzeit einem Gesundheitscheck. In der Gesundheitswelt Chiemgau in Bad Endorf bereiten sich die Rosenheimer damit auf die 2. Eishockey-Bundesliga vor. Heute unterzogen sich die Deutschen Spieler der Starbulls einem Fitnesstest. Am Mittwoch werden die Kontingentspieler getestet, so Strbulls-Trainer Franz Steer. Mit diesen Test kann ermittelt werden, wie fit der einzelnen Spieler ist und in welchen Bereichen er noch Defizite aufweist. Aufs Eis geht es erstmals morgen und am Mittwoch.

Quelle: Radio Charivari

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