Das Starbulls-Motto: "Jetzt erst recht"

Der Check ging ordentlich in die Hose: Nur gut, dass die Schiedsrichter wenigstens diese Situation richtig erkannt haben und dem pfeilschnellen Corey Quirk keine Strafzeit wegen "unerlaubten Entfernens aus der Gefahrenzone" gegeben haben.
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Der Check ging ordentlich in die Hose: Nur gut, dass die Schiedsrichter wenigstens diese Situation richtig erkannt haben und dem pfeilschnellen Corey Quirk keine Strafzeit wegen "unerlaubten Entfernens aus der Gefahrenzone" gegeben haben.

Rosenheim - Drei Wörter, eine Botschaft für Spieler und Fans der Starbulls - "jetzt erst recht"! Das letzte Heimspiel der Rosenheimer in der Saison 2011/12 startet heute um 19.30 Uhr.

Drei Wörter, eine Botschaft für die Spieler und Fans der Starbulls Rosenheim - "jetzt erst recht" heißt das Motto für das mit Sicherheit letzte Heimspiel der Rosenheimer Eishockeyspieler in der Saison 2011/2012 heute, Dienstag, 19.30 Uhr. Egal wie das Spiel endet, es gibt auf alle Fälle viele Gründe, eine tolle Saison zu feiern. Ein Finalspiel um die Zweitliga-Meisterschaft vor sicher wieder ausverkauftem Haus bietet dazu den geeigneten Rahmen.

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Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Doch Starbulls-Trainer Franz Steer warnt auch vor möglicher Selbstzufriedenheit: "Klar haben wir viel erreicht, aber wir stehen mitten in einem Finale. Das ist eine einmalige Chance, die für viele Spieler so schnell nicht mehr kommt." Von einer Niederlage will man aber im Starbulls-Lager sowieso nichts wissen. Die Rosenheimer werden heute, ab 19.30 Uhr, 60 Minuten oder noch länger kämpfen, um am Freitag das alles entscheidende 7. Spiel zu erzwingen.

"Es ist immer noch alles möglich. Wir liegen zwar mit 2:3 zurück, aber warum sollen wir nicht die beiden letzten Spiele gewinnen", stellt Rosenheims Trainer eine berechtigte Frage. Natürlich sind die Spieler nach 18 intensiven Play-off-Spielen in den letzten 42 Tagen müde und körperlich angeschlagen, aber auch Landshut hat in diesem Zeitraum 14 Partien absolviert. "Die merken das auch", weiß Steer, der gestern Abend in einer intensiven Kabinenansprache die letzten Prozent aus seinem Team herauskitzeln wollte.

Die Rosenheimer sind nach wie vor angefressen über die Leistung der Schiedsrichter Markus Krawinkel und Steffen Klaus. Aber nicht nur die Starbulls-Verantwortlichen fanden die Entscheidungen teilweise abenteuerlich, auch Berichterstatter anderer Medien sahen, dass die beiden Hauptschiedsrichter unnötigerweise das weitgehend faire Spiel beeinflusst haben. "Schiedsrichter berauschen sich an körperlosem Spiel", lautete beispielsweise die Schlagzeile in hockeyweb.de

Dass Landshuts Trainer Jiri Ehrenberger die Leistung der Schiris gut fand, ist klar, dass aber irgendetwas falsch gelaufen ist, räumte er mit seinem Statement unfreiwillig ein: "Die Linie der Unparteiischen ist in der 2. Liga ungewohnt, aber gut fürs technische Eishockey."

Die Serie im Überblick:

Eishockey lebt aber nicht nur von der Technik, sondern auch vom Körperspiel und diese Stärke der Starbulls haben die Schiedsrichter unterbunden. "Das ist so, wie wenn du aus einem Formel-1-Auto eine Zündkerze rausschraubst, es dann nur noch 70 Prozent Leistung bringt und damit ohne jede Siegchance ist", sagte der Dritte Starbulls-Vorstand Richard Diebald, der sich "beim Volleyball" wähnte: "Was die Schiedsrichter auf beiden Seiten pfiffen, hatte mit Eishockey nichts zu tun." Franz Steer traf den Kern, als er feststellte, "wenn sich beide Mannschaften kein Körperspiel mehr trauen, kann das nicht Sinn der Sache sein." Steer fügte noch an, dass einige Strafen gegen sein Team in den beiden letzten Spielen durchaus berechtigt waren und "wir uns solche dummen Fouls am Dienstag nicht mehr leisten können."

Eins will der gebürtige Landshuter allerdings unbedingt verhindern: "Ich habe keinen Bock, den Landshutern morgen auf unserem Eis zur Meisterschaft zu gratulieren." Steer ist heiß auf den Sieg, heiß auf ein 7. Spiel in seiner Heimstadt, aber: "Das klappt nur, wenn wir der Landshuter Technik Leidenschaft, Kampf und vor allem Disziplin entgegensetzen. Disziplin hat in den beiden letzten Spielen gefehlt, denn 14 Gegentore kassiert man nicht nur deshalb, weil der Gegner so gut ist". Dieser Aspekt dürfte auch ein Punkt ins Steers gestriger Ansprache gewesen sein...

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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