Starbulls-Zuversicht vor drittem Spiel

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Eine "Abreibung" mit dem Handschuh verpasste Beppo Frank dem Ravensburger Brian Maloney.

Rosenheim - Das Frühlingsmärchen der Starbulls Rosenheim hält an, auch wenn sich zuletzt ein Tiefdruckkeil aus Richtung Ravensburg an die Mangfall vorgeschoben hat.

Aber konnte man wirklich erwarten, dass der Vorrundenmeister ebenso in vier Spielen eliminiert werden würde wie zuvor der Vizemeister? Natürlich nicht. Und so ist es zwar schade, dass die phantastische Serie von acht Spielen (sieben im Playoff plus das 2:1 gegen Schwenningen zum Vorrundenabschluss) gerissen ist, aber ein Grund, die Starbulls nun abzuschreiben, ist es sicher nicht.

Dabei hatte man noch am Freitag davon träumen können, es würde einfach immer so weitergehen wie gegen Bietigheim und Heilbronn. Und wieder erwiesen sich dabei Spieler als Helden, die man vor Beginn der Playoff-Runde nicht auf der Rechnung gehabt hatte.

"Habt euer Glück verbraucht"

„Noch einmal so viel Glück werden die Rosenheimer nicht haben. Wir haben eindeutig die bessere Mannschaft“, sagte vor dem Sonntag-Spiel ein Mitglied aus der Ravensburger Vorstandsetage zu Rosenheims Erstem Vorstand Wilhelm Graue. Mit fehlendem Glück hatte der Ravensburger Recht, doch die Towerstars die eindeutig bessere Mannschaft - das sollten die Trainer nach der Serie beurteilen. Bei Ravensburgs Verantwortlichen hat man den Eindruck als sähen sie Rosenheim als lästige Pflichtaufgabe an. „Das haben die Heilbronner auch gedacht und plötzlich waren sie draußen“, erklärte der 3. Starbulls-Vorstand Richard Diebald mit einem süffisanten Lächeln, als er von der Ravensburger Aussage hörte. Und dazu fällt einem auch noch der Song und die Textzeile von Juliane Werding ein: "Wenn du denkst du denkst, dann denkst du nur du denkst, du hast ein leichtes Spiel..."

Beim Stand von 0:0 vergab Marcus Marsall diese große Chance für die Starbulls.

Natürlich sind die Towerstars nach wie vor haushoher Favorit, aber wie schnell es im Eishockey geht haben die Oberschwaben bei der Heimniederlage gegen die Starbulls am eigenen Leib verspürt. Das tat Ravensburg weh und ein Spaziergang war auch das Sonntag-Spiel in Rosenheim nicht - trotz des 5:2-Erfolges: "Die haben auch Kräfte gelassen und nicht wenig", sagte Starbulls-Coach Franz Steer nach der Niederlage seines Teams. Zeit zum Verschnaufen bleibt allerdings beiden Teams nicht viel, denn bereits am Dienstagabend, 20 Uhr, treffen beide Teams in Ravensburg wieder aufeinander. Und am kommenden Freitag findet Spiel Nummer vier in Rosenheim statt und da sollte sich jeder, der ins Stadion will, schnellstmöglich eine Karte sichern. Die Öffnungszeiten der Starbulls-Geschäftsstelle: Dienstag und Mittwoch von 16 bis 18 Uhr, am Freitag von 9 bis 12 Uhr und ab 16 Uhr bis Spielbeginn.

Volle Konzentration gilt aber zunächst dem heutigen Auswärtsspiel. "Da können wir ein bisschen defensiver stehen. Das kommt uns entgegen", sagt Franz Steer und vertraut wieder dem gleichen Personal wie am Sonntag. Das heißt Rosenheim wird erneut mit nur drei Reihen beginnen und Max Renner spielt von Beginn an für Philipp Quinlan mit Mitch Stephens und Marius Möchel.

Ansonsten wird bei den Starbulls viel Wert auf Erholung gelegt: "Eisbad, auslaufen, dehnen, vernünftiges Essen, schlafen, gestern ein lockeres Training mit Überzahl-Situationen - das war's", sagt Trainer Franz Steer. Wie Eisbad? Nach dem Spiel? Tatsächlich setzen sich die Starbulls-Spieler zirka sieben Minuten in sechs bis acht Grad kaltes Wasser. Er reicht wenn die Beine bedeckt sind. Durch diese Eisbäder wird die muskuläre Regeneration nachweislich gefördert und durch die starke Durchblutung nach einem Eisbad wird der Abbau von Abfallprodukten verbessert. Die Starbulls fahren also eiskalt und gut erholt nach Ravensburg und vielleicht sind die Rosenheimer dann heute Abend den einen Tick schneller als die Ravensburger - und brauchen nicht das von den Ravensburgern zitierte Glück.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

 

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