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Er spielte schon einmal in Rosenheim

Starbulls präsentieren neuen Trainer: Es ist ein Finne mit DEL-Erfahrung

Der neue Starbulls-Coach Jari Pasanen: Der Finne war Trainer der Iserlohn Roosters und spielte 1997 mit Wedemark in Rosenheim.
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Der neue Starbulls-Coach: Der Finne war Trainer der Iserlohn Roosters und spielte 1997 mit Wedemark in Rosenheim.

Jetzt ist es raus. Der neue Trainer des Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim steht fest. Er ist Finne, 57 Jahre, trainierte schon in der DEL und spielte schon einmal in Rosenheim gegen die Star Bulls.

Rosenheim – Kennen sie Jorma Thusberg? Der Name ist wohl nur den älteren Fans der Rosenheimer Eishockeyspieler geläufig. Jorma Thusberg war in der Saison 1977/1978 der bisher erste und einzige finnische Eishockeytrainer eines Rosenheimer Eishockeyvereins. Nicht sehr lange, aber immerhin.

Der zweite finnische Trainer in Rosenheim

Warum die OVB-Sportredaktion so tief im Archiv gewühlt und sich auch auf der Seite „eishockey-in-rosenheim.de“ bedient hat? Weil der Starbulls-Trainer für die Saison 2022/2023 wieder aus Finnland kommt. Vier Wochen nach der Verabschiedung von John Sicinski präsentieren die Starbulls den neuen Coach: Ab sofort steht der 57-jährige Jari Pasanen hinter der Bande der Grün-Weißen.

Mit dem Deutsch-Finnen Jari Pasanen kommt ein enorm erfahrener und renommierter Coach an die Mangfall. Pasanen ist bei den Starbulls mit einem Zwei-Jahres Vertrag ausgestattet worden, wie die Rosenheimer in einer Pressemitteilung bestätigen.

Sechs Jahre bei den Iserlohn Roosters

Zuletzt war Pasanen vier Jahre für den dänischen Erstligisten Frederikshavn White Hawks verantwortlich, ehe er dort aufgrund einer Krankheit im familiären Umfeld um seine Vertragsauflösung gebeten hat. Zuvor war er insgesamt sechs Jahre für die Iserlohn Roosters aktiv, gut vier Jahre davon als Headcoach in der DEL.

„Die Vita von Pasanen liest sich großartig“

„Nach dem Abgang von John Sicinski haben wir eine Vielzahl an Bewerbungen erhalten. Natürlich gab es für uns einige Entscheidungskriterien, was für uns die Zahl der potenziellen Kandidaten verkleinert, die Entscheidung aber nicht leichter gemacht hat. Uns war es dabei unter anderem wichtig, einen renommierten Trainer zu finden, der zugleich weiß, was ihn in der Oberliga erwartet“, so Geschäftsführer Daniel Bucheli. Weitere heiße Kandidaten sollen nach Informationen der OVB-Sportredaktion Axel Kammerer und Herbert Hohenberger gewesen sein.

Wichtige Themen: Athletik und die Kommunikation

Bei Pasanen sind die Verantwortlichen überzeugt den passenden Trainer gefunden zu haben. „Die Vita von Jari liest sich natürlich großartig, insbesondere weil er immer lange Jahre für die jeweiligen Vereine tätig war. Positiv überrascht hat es uns, wie viel Jari über die Oberliga schon wusste und er sich im Klaren ist, was auf ihn zukommt. Mit ihm haben wir einen Trainer gefunden, der zudem großen Wert auf die Athletik und die Kommunikation mit den Spielern legt. Zudem hat er das Standing, auch mal schwere Entscheidungen zu treffen“, ist sich Daniel Bucheli sicher.

1997 mit Wedemark in Rosenheim gespielt

„Zuletzt habe ich das Rosenheimer Eisstadion als DEL-Spieler 1997 mit den Wedemark Scorpions gesehen. Die Ambitionen und Ziele von Rosenheim sind über die Grenzen bekannt. Als ich das Stadion und die Entwicklung des Vereins im Rahmen der Länderspiele wieder sehen durfte, wurden diese Ambitionen für mich mehr als unterstrichen – Rosenheim gehört nach oben. Natürlich kann man im Sport nichts versprechen. Aber dies ist eine Herausforderung und Aufgabe, die ich gesucht und gefunden habe. Gemeinsam mit dem Verein möchte ich hier etwas aufbauen“, so Jari Pasanen. Bei Wedemark hat Pasanen 1996/1997 übrigens auch mit dem Ex-Rosenheimer Meisterspieler von 1989 Jürgen Trattner, gespielt.

Eine beeindruckende Ausstrahlung

Bei den Starbulls hofft man natürlich, dass die Zusammenarbeit mit Pasanen nicht nur ein paar Monate – wie bei seinem Landsmann Thusberg – hält. Doch davon kann man bei der Reputation des 57-Jährigen ausgehen. „Was er allein schon für eine Ausstrahlung hat, wenn er den Raum betritt, ist beeindruckend“, sagt ein Vorstandsmitglied nachdem Pasanen zwei Tage in Rosenheim war. „Pasanen ist sehr erfahren und besitzt ein beeindruckendes internationales Netzwerk“. Das kann für die Starbulls gerade bei der Verpflichtung von Kontingentspielern wertvoll werden.

Jorma Thusberg war der erste finnische Trainer

Für den ersten finnischen Trainer in Rosenheim war nach ein paar Monaten Schluss. Jorma Thusberg wurde durch Bundestrainer Xaver Unsinn abgelöst. Der Finne hatte sein Amt zur Verfügung gestellt, weil er die Spieler nicht mehr motivieren konnte. Damals im Rosenheimer Team unter anderem Paul Sommer, Max Fedra, Gerhard Baldauf, die beiden finnischen Topstürmer Tommi Salmelainen und Jarmo Koivunen und Torjäger Henry Litschke, der Zack Phillips der 70er-Jahre. Nach der Verpflichtung von Jari Pasanen ist Thusberg nicht mehr der einzige finnische Trainer der Rosenheimer Eishockey-Geschichte.

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Kommt Tyler McNeely zurück?

Nach dem Abstieg der Tölzer Löwen in die Oberliga wird in Rosenheim eine Rückkehr von Publikumsliebling Tyler McNeely diskutiert. Jetzt noch umso mehr, nachdem Tölz über die sozialen Medien einen Abgang von McNeely bestätigte und gleichzeitig einen Wechsel zu einem Oberligisten verkündete. Dass von Rosenheimer Seite Interesse an McNeely besteht ist klar, ob sich einen Rückkehr an die Mangfall realisieren lässt, werden die nächsten Tage zeigen.

Wissen Sie was sisu oder ryyppy ist? Wie die Finnen ticken

Den Finnen sagt man beispielsweise nach, dass sie Smalltalk verabscheuen. Wenn man jedoch weiß, dass stille Momente in einem Gespräch nicht als unangenehm gelten, ist das nicht verwunderlich. Im Grunde ist das gelegentliche Schweigen sogar Ausdruck eines speziellen finnischen Taktgefühls: Höflichkeit, Freundlichkeit, Gastfreundschaft – das alles sind Eigenschaften, die einem Gegenüber entgegengebracht werden. Zugleich sind die Finnen Meister der Selbstironie. Witze, die sich mit ihrer angeblichen Schüchternheit beschäftigen, erfreuen sich größter Beliebtheit.

Wissen Sie, was sisu ist? Die Finnen bezeichnen damit eine vermeintlich nur bei ihnen selbst anzutreffende Mentalität. Das Wort kann am ehesten mit Ausdauer, Zähigkeit oder auch Kampfgeist übersetzt werden. Heute ist das Konzept des sisu so etwas wie das inoffizielle Markenzeichen Finnlands. Sisu zeigt sich gerne im Sport, insbesondere bei Eishockeyspielen. Es kann aber auch der Grund sein, weshalb sich Finnen bei den Meisterschaften im Luftgitarrespielen, Gummistiefelweitwurf oder Matschfußball (ja, die gibt es alle wirklich) ganz besonders ins Zeug legen. Und wenn ein Finne es wieder einmal länger als alle anderen in der Sauna ausgehalten hat, dann war mit Sicherheit sisu im Spiel. Und in welcher Sprache gibt es schon Wörter, die zu 50 Prozent aus Ypsilons bestehen, so wie ryyppy, das finnische Wort für Schnaps?