Erstes Vorbereitungsspiel am 14. Oktober

Rückblick, Ausblick, Überblick - Der Saisonstart für die Starbulls rückt näher

Rosenheim - Eine derart lange Sommerpause hatten die Eishockeyfans vor einigen Wochen und Monaten wohl noch nicht auf dem Schirm, doch schon bald können die Starbulls-Anhänger ihre Kufen-Cracks wieder auf dem Eis sehen. Mit einem Rückblick auf die vergangene Saison, einem Ausblick auf die kommende Spielzeit und einem Überblick über die Rosenheimer Transfers seid ihr fit für die neue Saison.

Nach der Hauptrunde der abgelaufenen Spielzeit befanden sich die Starbulls zu Beginn der Meisterrunde noch auf Schlagdistanz zu den Teams aus Memmingen und Deggendorf. Während die Allgäuer für viele wohl als die Überraschung der Saison galten, wurde der DSC als einer der Favoriten für den Aufstieg in die DEL2 gehandelt.

Die Starbulls überraschten gerade 2019 immer wieder mit sehr guten Ergebnissen. Das ROFA-Stadion glich Anfangs einer uneinnehmbaren Festung. Jedoch rutschten die Grün-Weißen auf fremdem Eis des Öfteren aus, wobei die Niederlagen gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Sonthofen, Weiden oder Füssen vermutlich die Schmerzhaftesten gewesen sein dürften.

Trotzdem konnten die Starbulls-Fans einige Zeit vom Platz an der Sonne träumen. Als die Starbulls jedoch am 14. Spieltag der Meisterrunde aus Füssen mit einer 7:5 Niederlage im Gepäck nach Hause geschickt wurden, begann eine Abwärtsspirale, die am letzten Spieltag der Meisterrunde mit Platz fünf ihr jähes Ende fand. In nicht einmal drei Wochen wurde eine ganze Saison auf den Kopf gestellt, man verlor nicht nur Platz eins oder zwei - es kam noch schlimmer: Auf einmal war auch das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde weg und es sollte wie bereits in der Saison 2017/2018 im Achtelfinale zu einem Wiedersehen mit den Hannover Indians kommen.

Was war in dieser entscheidenden Phase der Saison bloß los mit den Starbulls? Die Rollen für das erste Playoff-Spiel in der Niedersächsischen Hauptstadt schienen klar verteilt: Rosenheim wäre im ersten Spiel der klare Außenseiter in diesem Duell gewesen. An dieser Stelle war die Saison aufgrund der Corona-Pandemie jedoch vorzeitig beendet und die Starbulls konnten nicht mehr zeigen, was in ihnen steckt. Das Potential für einen Einzug ins Viertelfinale wäre ohne Zweifel trotz der schlechten Ausgangslage vorhanden gewesen.

Schwierige Saisonvorbereitung

Aus Sicht der Starbulls ist in den letzten sieben Monaten viel passiert, seit man von dem abrupten Saisonaus überrascht wurde. Im Anschluss stellten sich sowohl Fans als auch Spieler und Verantwortliche viele Fragen. Wann wird es weitergehen? Wie können die Spielergehälter bezahlt werden? Welche Transfers sind in dieser unsicheren Zeit überhaupt tragbar? Wie kann der Verein das notwendige Hygienekonzept umsetzen?

Mit großem Engagement wurden alle Vorgaben des Gesundheitsamtes gemeinschaftlich umgesetzt, was zur Folge hat, dass in Rosenheim wieder Eishockey gespielt werden darf. Jedoch wurde am 13. Oktober bekannt, dass das erste Heimspiel der Saisonvorbereitung aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in Rosenheim trotzdem ohne Zuschauer stattfinden muss, wie in im Corona-Ticker vom 13. Oktober (Update 17.30 Uhr)‚ nachzulesen ist.

Nach einer kurzen Vorbereitungszeit von drei Wochen spielen die Starbulls voraussichtlich ab dem 6. November wieder um wichtige Punkte, um am Ende der Saison wenigstens einen der ersten vier Plätze zu belegen. Einen geringeren Anspruch kann und darf diese Mannschaft in diesem Jahr nicht haben.

Die Abgänge in den Reihen der Starbulls

Im Tor wurden die Verträge von Lukas Steinhauer (jetzt ECDC Memmingen) und Luca Endres (jetzt Blue Devils Weiden) nicht mehr verlängert. In der Verteidigung wurde Felix Linden zu den Selber Wölfen und Magnus Enk nach Weiden transferiert. Ebenfalls keinen Vertrag erhielten Dimitrij Litesov, Henry Wellhausen, Matthias Bergmann, Michael Fröhlich, Marinus Reiter und Ludwig Danzer. Ferner wurden die Verträge von allen drei Kontingentspielern nicht mehr verlängert. Tadas Kumeliauskas unterschrieb in Deggendorf, Jake Smith und Josh Mitchell sind noch auf der Suche nach einem Verein.

Mit Fabian Zick und Daniel Bucheli werden wir zwei Urgesteine des Rosenheimer Eishockeys in der neuen Saison schmerzlich vermissen, wobei Daniel Bucheli dem Verein in der Funktion als Sportlicher Leiter erhalten blieb.

Das sind die Rosenheimer Neuzugänge

Im Tor kam Jonas Stettmer mit einer Förderlizenz vom ERC Ingolstadt (DEL) und wird mit Marinus Schunda und Andreas Mechel das Torhütergespann der neuen Saison bilden. In der Verteidigung kann man nach langer Verletzungspause Dennis Schütt fast schon als Neuzugang präsentieren. 2019 wechselte der offensivstarke Verteidiger von den Hannover Scorpions an die Mangfall und verletzte sich kurz darauf schwer. Mit Dominik Kolb kam ein Verteidiger von den Selber Wölfen, der mit einer sehr guten Spielübersicht die Abwehr der Starbulls verstärken wird.

Tobias Maier, der in seinem ersten Oberligajahr schon auf sich aufmerksam machte, kam aus Füssen an die Mangfall. Der Großteil der Rosenheimer Anhänger war begeistert, als der Wechsel von Curtis Leinweber und Kyle Gibbons bekannt wurde. Nicht nur die Fans, sondern auch die Führungsetage erwartet sich von dem Sturmduo die erforderlichen Tore, die gerade im Endspurt der letztjährigen Meisterrunde gefehlt haben.

aic/Armin Sigl

Rubriklistenbild: © Starbulls Rosenheim

Kommentare