6:1! Nächste Starbulls-Gala

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Rosenheim - Auch Crimmitschau hat gegen die stark aufspielenden Starbulls nichts zu melden und wurden in der eigenen Halle vom Eis gefegt. Crimmitschaus Keeper verhinderte Schlimmeres.

Die Starbulls haben gegen Crimmitschau  hochverdient mit 6:1 gewonnen, wobei fünf der sechs Tore von Verteidigern erzielt wurden - drei davon von Robin Weihager. Die Truppe von Franz Steer überzeugte vor allem in Überzahl. Nach einem ausgeglichenen ersten Spielabschnitt bauten die Gastgeber immer mehr ab und hätten bei einer etwas besseren Rosenheimer Chancenauswertung und ohne die vielen erstklassigen Paraden eines starken Torwarts Peter Holmgren auch durchaus zweistellig unter die Räder kommen können.

Hier gibt es das Spiel zum Nachlesen im Live-Ticker

Lesen Sie hier den Vorbericht:

Für die Starbulls geht's beim Gastspiel bei den Eispiraten Crimmitschau weiter. Während die Oberbayern im Fernduell mit Bietigheim und Landshut, welche am kommenden Spieltag aufeinandertreffen, um die Tabellenspitze spielen, sind die Westsachsen nach dem verlorenem Derby in Dresden an drittletzter Stelle der Tabelle gelistet.

Crimmitschau gehörte in der Vergangenheit zu den unangenehmsten Gegnern für die Starbulls, gegen die es immer wieder Niederlagen gesetzt hatte. Nur eins von vier Spielen konnten Gottwald und Co. gegen die Pleißestädter in der abgelaufenen Spielzeit für sich entscheiden, beide Auswärtspartien gingen verloren. Viele werden sich noch erinnern: Die Eispiraten warteten letzte Saison noch mit zwei spektakulären Kurzzeitverpflichtungen auf und wussten den sogenannten "NHL- Lockout" für sich zu nutzen. Mit Wayne Simmonds und Chris Stewart überbrückten gleich zwei gestandene NHL Profis die erzwungene Pause der besten Liga der Welt und werteten den Kader der Westsachsen deutlich auf. Aber auch ohne derart Verstärkung war Crimmitschau für Rosenheim immer unangenehm zu spielen. Zwar ist das Prädikat Angstgegner wohl nicht ganz zutreffend, jedoch lässt sich wohl festhalten, dass es schon angenehmere Gegner für die Starbulls gegeben hat.

Aktuell weist das Team vom Exil Rosenheimer und Piraten Coach Fabian Dahlem magere fünf Punkte auf dem Konto auf und damit satte 12 Punkte weniger als Rosenheim. Möchte man weiter um die Tabellenspitze mitspielen so sollte ein Sieg bei den Westsachsen schon drin sein, auch wenn dieses aus oben beschriebenen Gründen alles andere als leicht werden wird. Crimmitschau ist bekannt für seine Fans, die den Sahnpark zu einer der lautesten Arenen im Deutschen Eishockey machen können. Dagegen muss man erst einmal anspielen und vor allem in der z.T. hitzigen Atmosphäre einen kühlen Kopf bewahren. Die Starbulls waren immer dann dort erfolgreich wenn es ihnen gelungen ist vor allem geduldig zu spielen. Sicher, die Eispiraten haben mit bereits 29 Gegentreffern die meisten Tore kassiert, können aber durchaus auf eine gute Offensive verweisen. Vor allem die drei Kanadier Max Campbell, Harrison Reed und Cameron Keith wissen durchaus wo das Tor steht und lieben es über schnelle Gegenstöße zum Abschluss zu kommen.

Da ist höchste Konzentration der Hintermannschaft gefragt. Im Tor steht mit Peter Holmgren ein alter Bekannter zwischen den Holmen, der aus der Insolvenzmasse der Hannover Indians an die Pleiße geholt wurde. Dieser soll sich mit Sebastian Albrecht abwechseln, der in der Vergangenheit nicht immer den sichersten Eindruck hinterlassen hatte. Ein weiterer Kanadier wurde mit T.J. Fast für die Verteidigung verpflichtet. Der 26 jährige aus Bakerfield/ ECHL soll der so oft gescholtenen Defensive die nötige Stabilität verleihen, was bisher noch nicht so gut gelingen mag. Das kanadische Quintett wird komplettiert von Scott Pit, einem Angreifer aus der Spielerstadt Las Vegas, ebenfalls ECHL. Crimmitschau leistet sich momentan mit dem Ukrainer Valeriy Guts sogar noch einen sechsten Kontingentspieler, der aber bisher noch keinen Einsatz bekommen hatte. Ein alter Bekannter steht mit dem Rosenheimer Eigengewächs Daniel Bucheli im Kader, der die ihm gebotene Chance zu nutzen verstand und aktuell aus dem Stammkader der Eispiraten nicht mehr wegzudenken ist.

 Nach dem bisher eher ernüchternden Saisonbeginn, mit grade mal 2 Siegen, stehen die Westsachsen bereits frühzeitig unter einem enormen Erfolgsdruck. Die Play Offs sollen es werden, die man in der Vergangenheit mit schöner Regelmäßigkeit verpasst hatte. Nach der knappen 3:4 Niederlage beim Sachsenderby in Dresden sollte also gegen die Starbulls unbedingt gepunktet werden um den Anschluss an die Play Off Plätze nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Da wird der SBR aber etwas dagegen haben, der seinerseits auf ein 6 Punkte Wochenende hofft, um damit dem Anspruch eines Spitzenteams gerecht werden zu können. Verzichten müssen die Starbulls momentan auf Maximilian Hofbauer, welcher sich einer Kurzoperation am Steiß unterziehen musste und wohl die nächsten 10 Tage ausfallen wird.

Olaf Lüeße

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