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Unnötig und vermeidbar

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Dresden - Das hatten sich die Starbulls anders vorgestellt. Trotz einer 1:0-Führung gingen die Grün-Weißen am Abend bei ihrem Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen leer aus. *NEU: Video*

Insgesamt muss man festhalten, dass die 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)-Niederlage im letzten Spiel des Jahres 2012 vor 4.412 Zuschauern in der ausverkauften Energie-Verbund-Arena vermeidbar und unnötig war. Denn die Rosenheimer Eishockeyspieler waren eigentlich vor rund 50 mitgereisten Fans in keiner Phase die unterlegene Mannschaft, sondern brachten sich vielmehr durch individuelle Fehler - vor allem im letzten Drittel - um den Lohn ihrer Arbeit. Mit dieser Pleite haben die Grün-Weißen den perfekten Abschluss der bis dato so erfolgreichen Derby-Woche mit Siegen in Landshut und gegen Garmisch verpasst.

Die Pressekonferenz:

Im ersten Abschnitt fielen trotz einiger Powerplay-Situationen auf beiden Seiten keine Tore. Dresden hatte in der 11. Minute seine größte Chance, als der Puck nach einer Parade von Pasi Häkkinen, der diesmal wieder im Starbulls-Kasten stehen "durfte", kurz vor der Torlinie liegen blieb und Micky Rohner diesen in höchster Not geistesgegenwärtig gerade noch aus der Gefahrenzone schlug. Rosenheim hingegen zeigte einige vielversprechende Ansätze in Überzahl, im Abschluss fehlte allerdings das letzte Quäntchen Glück. Kurz vor der Sirene hätte es allerdings beinahe geklingelt, als der Schuss von Ryan del Monte nur haarscharf am rechten Pfosten des Eislöwen-Kastens vorbeirauschte (20.).

Im Mitteldrittel hatten beide Teams zunächst je eine gute Möglichkeit, ehe die Rosenheimer in der 24. Minute in doppelter Überzahl endlich zuschlugen: Es war Kapitän Stephan Gottwald, der aus kurzer Distanz abstaubte, als Dresdens Keeper Kellen Briggs einen Schlagschuss von Rohner nicht festhalten konnte - 0:1. Im offiziellen Spielbericht war zunächst Michi Baindl als Schütze genannt worden, der Treffer ging aber definitiv auf das Konto von Rosenheims Nummer vier. Die Antwort der Gastgeber folgte in der 31. Minute - und war eigentlich kein typisches Überzahl-Tor, obwohl es bei Fünf-gegen-Vier fiel. Sami Kaartinen fuhr ziemlich unbedrängt ins Rosenheimer Drittel und jagte die Scheibe unhaltbar an seinem Landsmann im Starbulls-Kasten vorbei in den Winkel. In der verbleibenden Spielzeit bis zur zweiten Pause waren dann die Oberbayern die bessere Mannschaft und hatten zum Teil hundertprozentige Chancen durch Robert Schopf, Bryan Schmidt und Greg Squires. Bei der Gelegenheit des Amerikaners war Briggs eigentlich schon geschlagen, doch irgendwie konnte er doch noch die Scheibe unter sich begraben. In dieser Phase lag eine neuerliche Rosenheimer Führung mehrmals in der Luft.

In den letzten 20 Minuten wendete sich das Blatt dann zugunsten der Gastgeber aus der sächsischen Landeshauptstadt: Es lief die 44. Minute, als David Hajek von der blauen Linie einfach mal abzog. Häkkinen sah in dieser Szene alles andere als gut aus, denn er griff daneben und die Scheibe hüpfte in "Ping-Pong-Manier" via Innenpfosten zum 2:1 in die Maschen. Anschließend hatte Gottwald zwei dicke Möglichkeiten zum Ausgleich, ehe ein neuerlicher individueller Fehler die Starbulls-Niederlage besiegelte. Nach einem kapitalen Scheibenverlust von Bryan Schmidt an der Mittellinie marschierte der Ex-Bremerhavener Carsten Gosdeck auf und davon und ließ Häkkinen mit einem satten Schuss zum 3:1-Endstand keine Abwehrchance (52.). In der Schlussphase rasierte zwar ein Schuss von Beppo Frank noch den Pfosten, doch in Gefahr geriet der Dresdner Sieg nicht mehr, auch weil Michi Fröhlich nach einem übermotivierten Einsatz gegen Gosdeck (Check von hinten, blutende Wunde im Gesicht) von Schiedsrichter Mario Linnek auf Berlin noch eine Matchstrafe erhielt und die Starbulls damit die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten.

Weiter geht es für die Grün-Weißen dann am Freitag, 4. Januar, mit einem weiteren Auswärtsspiel. Ab 20 Uhr können die Starbulls dann bei den Heilbronner Falken die ersten Punkte im neuen Eishockey-Jahr einfahren.

Das Spiel in der Statistik:

Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Tore: 0:1 (24.) Stephan Gottwald (Michael Rohner, Bryan Schmidt - Überzahl-Tor 2), 1:1 (31.) Sami Kaartinen (Patrick Jarrett, Jan Benda - Überzahl-Tor), 2:1 (44.) David Hajek (Sami Kaartinen, Andre Hübscher), 3:1 (52.) Carsten Gosdeck (Andre Mücke, Hugo Boisvert.

Schiedsrichter: Mario Linnek (Berlin).

Strafen: Dresden 16 plus 10 für Jan Benda - Rosenheim 16 plus Matchstrafe für Michael Fröhlich.

Zuschauer: 4.412 (ausverkauft).

mw

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