5:6 nach Verlängerung in Freiburg

Nur ein Punkt nach Wahnsinnsspiel für Starbulls

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Freiburg - Zwei Tage nach der starken Leistung im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars (6:2) waren die Starbulls im Breisgau gefordert. Und obwohl am Ende nur ein Punkt verbucht werden konnte, machten sie ihre Aufgabe gut! *NEU: Videos*

In einer intensiven, extrem temporeichen und am Ende phasenweise etwas hektischen Begegnung unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler zwar mit 5:6 (0:1, 4:2, 1:2, 0:1) nach Verlängerung beim EHC Freiburg, doch was beide Teams in den rund zweieinhalb Stunden aufs Eis zauberten, war beste Werbung für Eishockey in der DEL2. Zudem hatte Rosenheim zuvor mehrfach die Gelegenheit, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Bis fünf Minuten vor Schluss führten sie 5:3 und in der Verlängerung vergaben sie dann auch noch einen Penalty! Doch als Radek Duda in der 64. Minute Dusel hatte und den starken Timo Herden im Starbulls-Kasten mit einem "Bauerntrick" überlisten konnte, konnten die Hausherren den Zusatzpunkt für sich verbuchen.

Die Oberbayern, die diesmal durchweg auf nur drei Reihen setzten, hatten zuvor den besseren Start erwischt und den Gegner in den ersten zehn Minuten mit temporeichem Spiel eindeutig dominiert. Dann legte auch Freiburg taktische Zwänge ab und ging nach einem Pfostenschuss von Duda in der 19. Minute schließlich in Führung. Nach einem Zwei-auf-Eins legte Chris Billich einen Abpraller für Jannik Herm auf, der mühelos zum 1:0 einschob.

Video: Die Highlights der Partie

Drei Starbulls-Tore in gut vier Minuten

Spätestens im Mittelabschnitt wurde das Match ein richtiges Spektakel: Nach Bullygewinn von Niko Linsenmaier zog Petr Haluza sofort ansatzlos ab und traf ansatzlos zum 2:0 ins linke Eck (26.). Die Gäste waren davon aber keineswegs geschockt, sondern drehten die Partie binnen 4:20 Minuten. Tyler Scofield (28.), Cameron Burt (31.), der eine starke Leistung ablieferte, und Michi Baindl (33.) waren die Torschützen. Doch darauf hatten die Gastgeber bereits 80 Sekunden später eine Antwort, als Tobias Bräuner einen Schuss zum 3:3 abfälschte (34.). 

Doch die Starbulls blieben dran und gingen fünf Sekunden vor der zweiten Sirene erneut in Front. In Überzahl ließen die Grün-Weißen die Scheibe blitzschnell laufen und Burt erzielte seinen zweiten Treffer des Abends, als er den freiliegenden Puck in den Winkel schaufelte - 3:4 (40.).

Eishockey-Wahnsinn im Breisgau

Als Baindl Wölfe-Keeper Lukas Mensator in der 51. Minute nicht gut aussehen ließ und mit seinem Tor aus spitzem Winkel auf 3:5 für die Starbulls stellte, schien die Partie kurzzeitig bereits entschieden. Doch in dieser verrückten Begegnung war nichts unmöglich: Es gab nun drei Strafen hintereinander gegen Rosenheim, Freiburg riskierte alles und nahm den Torhüter bereits über fünf Minuten vor Schluss vom Eis. Das wurde belohnt: In Minute 56 hämmerte Duda den Puck per Schlagschuss zunächst zum 4:5 in die Maschen.

Video: Stimmen zum Spiel

Und genau eine Minute später standen die 2.062 Fans in der altehrwürdigen Franz-Siegel-Halle Kopf, als Wittfoth das Spielgerät aus kürzester Distanz zum 5:5-Ausgleich über die Linie stocherte. Schiri Benjamin Hoppe konsultierte den Videobeweis wegen eines möglichen Torraumabseits, gab den Treffer aber letztlich doch - Eishockey-Wahnsinn im Breisgau!

In der verbleibenden Spielzeit suchten beide Teams den Weg zum Sieg und schenkten sich anschließend auch in der Verlängerung nichts. Hier hatten zunächst die Starbulls "Matchball", als ein Freiburger Verteidiger gegen den durchgebrochenen Tyler McNeely nur noch die "Notbremse" ziehen konnte. Den fälligen Penalty konnte der Kanadier aber nicht verwandeln (64.). 16 Sekunden später klingelte es dagegen auf der anderen Seite - und die Grün-Weißen, die keineswegs enttäuscht hatten, mussten sich mit einem Zähler begnügen...

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

EHC Freiburg - Starbulls Rosenheim 6:5 n.V. (1:0, 2:4, 2:1, 1:0)

Tore: 1:0 (19.) Jannik Herm (Radek Duda, Chris Billich), 2:0 (26.) Petr Haluza (Niko Linsenmaier, Tobias Kunz), 2:1 (28.) Tyler Scofield (Greg Gibson, Cameron Burt), 2:2 (31.) Cameron Burt (Tyler Scofield, Tyler McNeely), 2:3 (33.) Michael Baindl (Peter Lindlbauer, Tyler McNeely), 3:3 (34.) Tobias Bräuner (Marc Wittfoth, Alexander Brückmann), 3:4 (40.) Cameron Burt (Tyler Scofield - Überzahl-Tor), 3:5 (51.) Michael Baindl (Michael Rohner, Manuel Edfelder), 4:5 (56.) Radek Duda (Petr Haluza - Überzahl-Tor, sechster Feldspieler), 5:5 (57.) Marc Wittfoth (Chris Billich, Marton Vas - Überzahl-Tor), 6:5 (64.) Radek Duda (Petr Haluza, Jannik Herm - GWG).

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe (Bad Nauheim).

Strafen: Freiburg 10 - Rosenheim 10.

Zuschauer: 2.062.

mw

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