Starbulls: Max Renner schwer verletzt

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Starbulls-Verteidiger Max Renner, schwer gezeichnet von seinem Barbesuch am 31. Juli.

Rosenheim - Eishockeyspieler Max Renner ist am vorvergangenen Samstag in einem Rosenheimer Abendlokal zusammengeschlagen worden.

Der Täter hatte den 19-jährigen Starbulls-Verteidiger ohne Vorwarnung angegriffen, der 90-Kilo-Mann hatte keine Chance mehr, sich zu wehren.

Der Visagist gab sich zwar alle Mühe, aber ganz verhindern konnte er nicht, dass die jüngsten Starbulls-Mannschaftsfotos Max Renner mit einer langen Narbe auf der Stirn zeigen. Immerhin sind die Hautabschürfungen dank Make-up und Computer-Bildbearbeitung nicht mehr zu sehen.

Der Rosenheimer Eishockeyspieler hat sich seine Schrammen aber nicht, wie man vermuten könnte, beim Sport zugezogen. Im Gegenteil: In seiner Freizeit, an einem entspannten Samstagabend in der Rosenheimer Innenstadt, wurde der 1,86 Meter große Max Renner hinterrücks angegriffen und schwer verletzt.

Laut Polizei ereignete sich der Vorfall am 31. Juli gegen 4 Uhr früh. Der Täter habe den Eishockeyspieler erkannt, "Scheiß-Starbull" gerufen und ihm dann ohne Vorwarnung eine Kopfnuss gegeben. Der folgte ein Faustschlag, schließlich schubste er den 90-Kilo-Mann noch gegen eine Wand. Die heftig blutende Platzwunde musste im Krankenhaus genäht werden. Warum der mutmaßliche Täter, der nicht in Rosenheim wohnt, aber mit einem ehemaligen Rosenheimer Eishockeyspieler verwandt ist, so brutal zuschlug, konnte von den umstehenden Zeugen niemand verstehen.

Renners Anwalt Wilhelm Graue, zugleich Vorstand des Eishockey-Zweitligisten Starbulls Rosenheim, kämpft nun wegen dieser gefährlichen Körperverletzung um Schmerzensgeld und Schadensersatz. "Da war nichts, das passierte aus heiterem Himmel", wundert sich Jurist Graue, der diese Eskalation und Gewalt bis heute nicht nachvollziehen kann.

Dabei hatte Max Renner noch Glück. Die Wunde ist nur knapp über seinem rechten Auge. Einige Zentimeter tiefer und seine Karriere als Eishockeyspieler wäre mit buchstäblich einem Schlag vorbei gewesen. Mittlerweile kann Renner wieder trainieren, wann er das nächste Mal in Rosenheim unbeschwert feiern geht, ist allerdings offen. Auf der Starbulls-Homepage hatte Renner auf die Frage, welches sein schlimmstes Erlebnis sei, damals geantwortet: "Gab zum Glück noch kein schlimmes Erlebnis." Heute dürfte die Antwort anders ausfallen.

Zeugen des Vorfalls wenden sich an die Polizeiinspektion Rosenheim unter Telefon 08031 / 2002030.

zip/Oberbayerisches Volksblatt

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