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"Dienstagsmeister" Starbulls Rosenheim

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Eins der beiden Rosenheimer Tore vom letzten Wochenende: der 1:2-Anschlusstreffer gegen Kaufbeuren durch Stephen Werner. © Ziegler

Rosenheim - Es ist sicher kein Beinbruch für einen Aufsteiger, so ein Null-Punkte-Wochenende, und auch nicht das erste für die Starbulls in dieser Zweitliga-Saison. Aber...

Es ist sicher kein Beinbruch für einen Aufsteiger, so ein Null-Punkte-Wochenende, und auch nicht das erste für die Starbulls in dieser Zweitliga-Saison, aber während man beim ersten Mal beim 2:4 gegen Schwenningen und 1:2 in Kaufbeuren leistungsmäßig mit dem Gegner auf Augenhöhe war, hinkte man diesmal (zumindest beim 1:7 in Ravensburg) meilenweit hinterher.

Zum zweiten Mal in dieser Saison gelangen nur zwei Tore in zwei Spielen (Anfang Oktober gab es beim Landshut/Crimmitschau-Wochenende wenigstens einen Punkt zu Hause), und zum zweiten Mal kassierte man zehn Tore in 120 Minuten (vor sechs Wochen am Schwenningen/Kaufbeuren-Wochenende schoss man selbst deren zehn und gestaltete das Punktekonto ausgeglichen). Nur gut, dass durch den Dienstag-Sieg in Bietigheim die Woche vor der Nullnummer gerettet wurde.

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Vielleicht sollten die Starbulls vermehrt das Wochenende meiden, sind sie doch unter der Woche in dieser Saison noch unbesiegt. Viermal gewannen sie am Dienstag beziehungsweise Mittwoch und gaben dabei nur einen Punkt ab; dazu kommen noch die diversen Siege in den Pokalspielen für den "Dienstagsmeister". Gegen Bietigheim und Ravensburg ist übrigens das Vorrundenprogramm schon abgeschlossen. Gegen die Steelers punkteten Franz Steers Jungs in allen vier Spielen und gaben nur drei von zwölf Punkten in Overtime ab, gegen Ravensburg waren sie bis zum Sonntag ebenfalls noch ohne Niederlage, die Saisonbilanz lautet acht von zwölf Punkten plus das gewonnene Pokalfinale.

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Zehnmal jubelten die gegnerischen Stürmer. Timon Ewert konnte einem leidtun. Auf dem Bild freuen sich die Ravensburger über eins ihrer sieben Tore. © Kästle

In Bietigheim konnte Nachwuchs-Goalie Timon Ewert als Kontrast zu den 21 Gegentoren in den anderen vier bisherigen Spielen seinen ersten Zweitliga-Sieg feiern, auch weil er sich vom dreimaligen Ausgleich der Steelers nicht beeindrucken ließ und die letzten 22 Minuten seinen Kasten sauber hielt. Auch die Niederlage gegen Kaufbeuren lag sicher nicht an ihm, denn bei drei Gegentoren zu Hause haben die Starbulls zuvor schon sechsmal gewonnen. Ein entscheidender Grund waren sicher die arg knirschenden Rädchen im Getriebe der Angriffsmaschinerie. Alle 40 Minuten ein Tor - daraus werden keine Siege gemacht. Und wenn einmal der Paradeblock Gottwald-Werner-Hannus, dazu Paderhuber und Auger von der blauen Linie, neutralisiert wird, dann fehlt die Feuerkraft. Während gegen Kaufbeuren diese Reihe noch den einzigen Treffer erzielte, ging sie am Sonntag leer aus. Damit rissen auch einige tolle Serien: Stephen Werners Sechs-Spiele-Scorerserie mit zehn Punkten, die Serien von Tommi Hannus von sieben Spielen mit mindestens einem Tor beziehungsweise . acht Spielen mit Scorerpunkten, und nicht zuletzt auch Stephan Gottwalds Rekordserie von elf Spielen mit insgesamt 19 Scorerpunkten.

Das hängt sicher auch mit dem powerlosen Powerplay zusammen, denn nachdem die Starbulls in den fünf Spielen davor elfmal in Überzahl erfolgreich waren (allein dreimal am Dienstag in Bietigheim), herrschte an diesem Wochenende 16 Minuten lang in dieser Hinsicht totale Flaute. Besser machte es der Gegner: Kaufbeuren ein Tor bei fünf gegen drei, und Ravensburg bescherte Rosenheim (nach Schwenningen und Heilbronn) seinen dritten "Powerplay-Viererpack" in dieser Saison und brauchte dazu fast rekordverdächtig nur 5:46 Minuten (!) Powerplayzeit! Und so stand am Schluss mit 1:7 nicht nur die klarste Saisonniederlage zu Buche, sondern auch die höchste Rosenheimer Punktspiel-Niederlage gegen Ravensburg überhaupt. Oder doch nicht? Erinnern wir uns an den 14. März 2006. Damals wurden die Starbulls mit Ron Chyzowski an der Bande und erst Olli Häusler, dann Danijel Kovacic im Tor, auf eigenem Eis mit 2:10 regelrecht abgefieselt, bis heute die mit Abstand schlimmste Rosenheimer Schlappe seit der Jahrtausenwende. Oder erinnern wir uns besser nicht...

Am Ende der Maracle-losen Zeit noch ein Wort zum Thema Fouls: Mit welchem Maß wird eigentlich in dieser Liga gemessen? Da bekommt Maracle für ein definitiv provoziertes Revanche-Foul drei Spiele Sperre, und der brutale Stockschlag des Kaufbeurer Torhüters Stefan Vajs gegen die Brust eines Rosenheimer Stürmers direkt vor dem Augen des Referees wird nicht einmal mit zwei Minuten geahndet Das muss man als Nicht-Schiedsrichter nicht verstehen, oder?

von Manfred Eder

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