Suche beendet - Stephen Werner hat unterschrieben

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US-Boy Stephen Werner wurde von den Washington Capitals 2003 in der dritten Runde gedraftet.

Rosenheim - Auch wenn es Starbulls-Trainer Franz Steer nicht zugeben will: Nervenaufreibend war die Suche nach dem fünften Kontingentspieler in den letzten Wochen schon.

Da hatte man Mark Derlago im Auge, der sich aber nicht mehr bei seinem Agenten meldete; dann kam Tyler Burton, der schon in Rosenheim war und am zweiten Tag durch den Gesundheitscheck flog; und am Ende folgte das Kapitel um Joe Jensen, der über seinen Berater mündlich zusagte, sich bereits in Europa befand und dann Knall auf Fall wieder in den Flieger stieg. Die schier endlos gewordene Suche ist nun wohl beendet, denn die Starbulls Rosenheim haben mittlerweile den unterschriebenen Vertrag von Stephen Werner in der Tasche.

Starbulls-Team 2010/2011

Der US-Amerikaner ist am 8. August 1984 in Washington geboren und 186 Zentimeter groß. In seiner bisherigen Laufbahn hat er für die Hershey Bears, die Springfield Falcons und die Milwaukee Admirals 105 Spiele in der AHL bestritten und 42 Punkte erzielt, für die South Carolina Stingrays kam er in der ECHL auf 53 Spiele und 42 Punkte. "Die Statistiken sind okay", sagt Steer, der sich beim deutschen Nationalverteidiger Robert Dietrich (spielte mit Werner in Milwaukee) telefonisch über den US-Boy erkundigt hat. "Er ist läuferisch sehr stark, technisch gut, kann Mittelstürmer und auf Außen spielen und hat als Penaltyschütze Verantwortung übernommen", hat der Rosenheimer Trainer in Erfahrung gebracht. Größte Erfolge des neuen Starbulls-Angreifers waren die Goldmedaillen bei der U18- und U20-Weltmeisterschaft sowie der Draft im Jahr 2003 durch die Washington Capitals als Nummer 83 in der dritten Runde. Zuletzt war Werner allerdings eine Saison außer Gefecht, da er nach der zweiten Gehirnerschütterung aus versicherungstechnischen Gründen aus dem Spielbetrieb genommen wurde. Das war aber die Rosenheimer Chance: "Wenn so einer normal auf den Markt kommt, dann kriegen wir den nicht", sagt Steer auch mit einer gewissen Vorfreude.

Der Rechtsschütze spielt mit der Nummer 14 bei den Starbulls, steigt am Sonntag in den Flieger und soll am Montagabend sein erstes Training auf Rosenheimer Eis bestreiten. "Noch ist er nicht da", sagt der Rosenheimer Trainer, der nach dem Hickhack mit Burton und Jensen vorsichtig geworden ist. Und die Anspannung löst sich wohl auch nicht, wenn Werner sein erstes Training hinter sich hat, denn: "Den Gesundheitscheck muss er auch noch bestehen", sagt Steer. Und der findet erst am Dienstag oder Mittwoch statt...

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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