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Im OVB-Exklusiv-Interview

Starbulls-Verteidiger Steffen Tölzer: „Das habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt“

Steffen Tölzer sagt: „Wir spielen noch nicht unser bestes Eishockey.“ Hans-Jürgen Ziegler
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Steffen Tölzer sagt: „Wir spielen noch nicht unser bestes Eishockey.“

Starbulls-Verteidiger Steffen Tölzer hat knapp 800 DEL-Spiele absolviert, aber was aktuell bei den Rosenheimer Eishockeyspielern abläuft, hat er in seiner Karriere noch nie erlebt. Er spricht auch über seinen Einsatz als Stürmer.

Rosenheim – Mit einer Variante überraschte Starbulls-Coach Jari Pasanen beim Heimspielsieg gegen Passau. Er schickte seinen Topverteidiger Steffen Tölzer in den Sturm. Eine einmalige Sache? Die OVB-Sportredaktion hat beim langjährigen Augsburger DEL-Verteidiger nachgefragt.

Herr Tölzer, wie kam es zum Einsatz als Stürmer?

Steffen Tölzer: Vorne haben ein paar Stürmer gefehlt und ich habe ja in der Vorbereitung schon einmal im Sturm gespielt. Nachdem Kolbi (Anm. d. Red. Dominik Kolb) ein bisschen k.o. war hat der Coach zu mir gesagt, ich soll in den Sturm gehen.

Und es hat Spaß gemacht, oder?

Tölzer: Ja, aber ich bin schon lieber Verteidiger. Grundsätzlich spiele ich da, wo der Trainer mich hinstellt und versuche, das Beste für die Mannschaft rauszuholen.

„Mal schauen, was wir mit dem nicht mehr so jungen Mann in Zukunft machen“, sagte Trainer Jari Pasanen. Was hat der Coach mit Ihnen vor?

Tölzer: (lacht) Der Trainer hat viele Ideen, aber es ist tatsächlich so: Wo er mich braucht, und wo ich das Team unterstützen kann, spiele ich.

Starbulls-Verteidiger Steffen Tölzer.

Im letzten Jahr haben Sie mit Aaron Reinig ein Top Verteidigerpärchen gebildet. Warum spielt ihr nicht mehr zusammen?

Tölzer: Das weiß ich eigentlich auch nicht genau. Wir haben auch nie nachgefragt, warum das so ist. Am Anfang hat der Trainer auch sehr viel probiert, aber jetzt spiele ich mit Max Vollmayer und mit dem komme ich auch sehr gut zurecht. Ich bin Spieler und wer wo und mit wem spielt, entscheidet der Trainer.

Und wie klappt es mit Max Vollmayer?

Tölzer: Seit der Volli mit mir zusammen spielt, klappt das wunderbar. Wir beide ergänzen uns, er hört auch viel zu und ich finde, dass er dieses Jahr in der Defensive wesentlich stabiler geworden ist und er einen Riesenschritt gemacht hat. Er macht das wirklich sehr gut und kombiniert sein Offensiv- und Defensivspiel viel besser. Er kann immer nach vorne laufen, aber er muss es im richtigen Moment machen und er muss dann auch wieder rechtzeitig zurück sein.

Das läuft also und wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Tölzer: Zufrieden ist man immer dann, wenn man Tabellenführer ist und selbst dann gibt es Sachen, die man verbessern kann. Es ist bisher o.k. und die drei Spiele, die wir verloren haben, sind wahrscheinlich auch Erfahrungen, die wir als Mannschaft machen müssen. Ich denke schon, dass wir ein Team haben, das sich bis zur Play-off-Runde und in den Play-offs noch steigern wird. Wir spielen jetzt sicher noch nicht unser bestes Eishockey, da gibt es auf alle Fälle noch Luft nach oben.

Ihr habt natürlich viele Verletzte, sodass immer wieder umgestellt werden muss und damit die Automatismen noch nicht so funktionieren.

Tölzer: Das Problem mit den vielen Ausfällen ist, dass du keine Kontinuität rein bringst. In der Anhäufung habe ich so eine Verletzungsmisere bisher in meiner Karriere noch nicht erlebt. Es ist wirklich der Wahnsinn. Fast in jedem Spiel fällt ein anderer Spieler aus und deshalb können wir froh sein, dass wir so einen tiefen Kader haben.

Und so eine Unterstützung von den Fans.

Tölzer: Das ist tatsächlich unglaublich. Wenn man sich einmal diese Steigerung der Zuschauerzahlen anschaut, ist das schon enorm. Zum Beispiel gegen Passau. Das ist jetzt nicht unbedingt ein Topspiel, aber da sind auch 500 Leute mehr da als in der Vorsaison. Da muss ich schon sagen – höchsten Respekt an die Fans. Und auch noch ein großes Lob an unsere Verantwortlichen und an die Geschäftsführung. Was da alles im Stadion passiert ist, ist toll. Das ist jetzt mittlerweile ein Event für die ganze Familie. Ich denke, dass die höheren Zuschauerzahlen auch mit dem ganzen Drumherum im Eisstadion zusammenhängen.

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