Starke Unterzahl, effektives Powerplay

Rosenheim - Gelungener Heimspielstart im neuen Jahr: Gegen den amtierenden Meister gewann die Truppe von Trainer Franz Steer das Punktspiel in der 2. Eishockey-Bundesliga mit 5:1.**Neue Fotos**

Nach einem Rückstand und dem Ausgleich noch im ersten Drittel sorgten vier Tore in Überzahl für den Starbulls-Erfolg.

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Diese Tatsache ist sicherlich bemerkenswert. Den Schlüssel zum Glück fanden die Rosenheimer allerdings in der eigenen Unterzahl. Bis zur 25. Minute mussten die Starbulls reihenweise mit einem oder auch zwei Mann weniger ran und blieben ohne Gegentor. "Mitentscheidend war die Drei-gegen Fünf-Unterzahl zu Beginn des zweiten Drittels. Da hat sich dann so eine Jetzt-erst-recht-Stimmung entwickelt", meinte Trainer Steer.

Der Rosenheimer Coach musste einige Umstellungen vornehmen. Neben Michael Baindl fiel auch Simon Wenzel (krank) aus. Und bei Goalie Norm Maracle traten beim Aufwärmen Rückenprobleme auf. Die Starbulls agierten dennoch zunächst mit vier Reihen, weil Max Renner in den Sturm rückte, für Maracle durfte Beppi Mayer ran und holte sich ein Extralob des Trainers: "Das ist nicht so einfach, wenn man zehn Minuten vor dem Spiel mitgeteilt bekommt, dass man ran muss. Aber er hat eine hervorragende Partie abgeliefert."

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Starbulls gegen Ravensburg - Teil 1

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Nur einmal musste Mayer hinter sich greifen, als Frederik Cabana vom rechten Bullykreis aus abzog und Ravensburg in Führung schoss. Die Starbulls antworteten in Form von Patrick Asselin, der eine von Corey Quirk abgelegte Scheibe zum Ausgleich verwandelte. Es war die vorletzte große Aktion von Quirk, der kurz vor der Pause komplett in die Kabine musste. Schiedsrichter Noeller, dessen Leistung wohl mit die schwächste eines Schiedsrichters in der Rosenheimer Zweitliga-Geschichte war, schickte ihn wegen eines angeblichen Stockstichs an Cabana vom Eis. Die der Aktion nachfolgenden Faustschläge eines Ravensburgers gegen Quirk waren übrigens ungeahndet geblieben...

Rosenheim kämpfte sich aber ins Spiel und durch die Unterzahl - und als man sich aus der Umklammerung der Strafzeiten befreien konnte, nutzte Beppo Frank selbst ein Powerplay zur Führung.

Sein satter Kracher schlug nach nur 13 Sekunden Überzahl zum 2:1 ein. Die Starbulls gingen nun mehr auf den Körper ohne Strafzeiten zu riskieren - was Ravensburg nicht behagte. Als die Hausherren im letzten Drittel noch etwas zulegen konnten, war es um die Oberschwaben geschehen. Dreimal gerieten sie im letzten Drittel in Unterzahl, dreimal klingelte es im Gäste-Tor - und dreimal war Stephan Gottwald der Torschütze. Dem Kapitän, der zuletzt mehrere Wochen angeschlagen spielte und sich durchkämpfte, war das Glück wieder zugeflogen, denn beim 3:1 fälschte er einen Asselin-Schuss ab und beim 5:1 wurde er von Frank fast abgeschossen, ehe die Scheibe ins Tor rutschte. Dazwischen lag das 4:1 durch eine schöne Direktabnahme.

"Alle Spieler haben eine Top-Leistung abgeliefert. Wir haben die Scharte von Kaufbeuren einigermaßen ausgewetzt", meinte Steer.

Statistik: Starbulls Rosenheim - Ravensburg Towerstars 5:1 (1:1, 1:0, 3:0). Tore: 0:1 (12.) Cabana/Wren, Oravec, 1:1 (18.) Asselin/Quirk, Gaucher, 2:1 (35.) Frank/Gaucher, Stephens, 3:1 (46.) Gottwald/Asselin, Stephens, 4:1 (56.) Gottwald/Asselin, Stephens, 5:1 (57.) Gottwald/Frank, Gaucher; Schiedsrichter: Noeller; Strafminuten: Rosenheim 21 plus Spieldauer für Quirk, Ravensburg 16; Zuschauer: 2719.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © eraffe

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