Steer: "Fasching ist nicht mein Ding!"

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Torjäger unter sich: Rosenheims Patrick Asselin (vorne) und Heilbronns Fabio Carciola treffen am Sonntag im Kathrein-Stadion aufeinander.

Rosenheim - Franz Steer versteht Spaß und er ist auch immer für einen guten Spruch zu haben, doch Fasching ist nicht sein Ding - nicht als Privatperson und schon gar nicht als Starbulls-Verantwortlicher.

"Pappnase aufsetzen und auf Kommando lustig sein, mag ich nicht. Mich interessiert der Fasching nicht und meine Spieler hat er nicht zu interessieren", wird Steer vor dem Faschings-Wochenende deutlich und fragt im gleichen Atemzug: "Wann sollen denn meine Spieler bei dem Programm überhaupt auf einen Faschingsball gehen?" Recht hat er, denn heute, Freitag, 20 Uhr, spielen die Starbulls in Ravensburg, am Sonntag, 18 Uhr, kommt der Tabellenzweite Heilbronn nach Rosenheim und am Faschingsdienstag (das Spiel wurde auf 18 Uhr vorverlegt) gastieren die Lausitzer Füchse im Kathrein-Stadion.

Franz Steer im Interview bei Radio Charivari:

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Kein Scherz - die Starbulls spielen im Faschingsendspurt dreimal. Da ist nicht viel mit "Humba Humba Täterä, Helau und Alaaf" - da geht es auf dem Eis zur Sache. Da werden für alle beteiligten Teams wichtige Punkte vergeben. Ravensburg und Weißwasser wollen sich für die Play-off-Runde qualifizieren, Heilbronn will die Doppelrunde als Spitzenreiter abschließen, liegt derzeit nur einen Punkt hinter Landshut und Rosenheim möchte mindestens seinen vierten Rang verteidigen und wenn möglich noch ein Plätzchen nach vorne rutschen.

Mit Pappnase werden die Starbulls-Fans Trainer Franz Steer gewiss nicht zu Gesicht bekommen.

Voraussetzung dafür sind Punkte und die sind am Freitag und Sonntag schwer zu holen, auch wenn die Starbulls gegen Freitag-Gegner Ravensburg in dieser Saison alle drei Spiele gewonnen haben. Doch die Towerstars haben nachgerüstet, weil Ben Thomson die ganze Saison ausfällt und Kiel McLeod für längere Zeit fehlte. Nachdem McLeod aber wieder einsatzfähig war, hatten die Ravensburger ein Luxusproblem und einen Kontingentspieler zu viel an Bord. Nicht lange: Weil jetzt Top-Torjäger Frederic Cabana (20 Tore) wegen einer Gehirnerschütterung pausieren muss, können alle anderen spielen. "Ravensburg ist hervorragend besetzt, hat aber Schwächen in der Abwehr, was 141 Gegentore (die zweitmeisten nach Riessersee) unterstreichen. Das liegt auch daran, dass Nummer-eins-Torhüter Christian Rohde nicht zu den größten Fangkünstlern der Liga zählt."

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Das wohl beste Offensivaufgebot was die 2. Liga zu bieten hat, stellt sich am Sonntag, 18 Uhr, in Rosenheim vor, wenn der Tabellenzweite Heilbronn seinen Sturm an die Tabellenspitze fortsetzen will. In 2012 haben die Heilbronner erst ein Spiel verloren und 2011, beim ersten Gastspiel in Rosenheim, fügten sie den Starbulls beim 1:5 die höchste Heimniederlage bei. "Da haben wir allerdings nicht schlecht gespielt. Die Partie stand lange Zeit auf des Messers Schneide", erinnert sich Steer, den Heilbronns Serie nicht wundert: "Die haben eine Topmannschaft, aber wir haben schon oft genug bewiesen, dass wir mit den besten Teams der Liga mithalten und sie auch besiegen können", ist Steer für die Sonntag-Partie zuversichtlich. Bei den Rosenheimern sind alle Spieler an Bord. Auch der junge Verteidiger Max Meirandres ist nach seiner Gehirnerschütterung wieder im Kader.

Trotz Faschingsverbot durch Franz Steer - zwei "Maskierte" werden sich im Fasching doch auf dem Rosenheimer Eis präsentieren: Die beiden "Goldhelme", mit denen die punktbesten Spieler ihrer Mannschaften gekennzeichnet sind. Bei Rosenheim ist das Corey Quirk (13 Tore, 34 Assists, 47 Punkte), bei Heilbronn Fabio Carciola (18 Tore, 37 Assists, 55 Punkte) und bei Dienstag-Gegner Weißwasser Matt McKnight (15/22/37).

Wir berichten heute ab 20 Uhr im Live Ticker aus Ravensburg!

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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