Steer: „Wir haben zwei Punkte verloren!“

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Ravensburg – Lange Zeit überzeugend gespielt, aber am Ende nur einen Zähler mitgenommen: Das galt für den Starbulls-Auftritt am Abend in Oberschwaben.

Vor 2.150 Besuchern in der Ravensburger Eissporthalle unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Freitagabend trotz zweimaliger Führung am Ende etwas unglücklich mit 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) nach Verlängerung bei den Towerstars. Die Gäste boten dabei über weite Strecken eine starke Leistung, doch am Ende gaben eine tolle Einzelaktion und ein Glückstreffer von Brian Roloff dem Spiel noch eine Wende.

Die Partie wurde von Beginn an ihrem Ruf als „Spitzenspiel“ gerecht. Beide Mannschaften suchten immer wieder den Weg zum Tor und versteckten sich nicht. Rosenheim erwischte den besseren Start und hatte in der Anfangsphase durch Mario Trabucco (2 mal) und Simon Fischhaber gute Chancen. Anschließend meldeten sich auch die Towerstars zu Wort und hätten durch Andreas Farny oder Stephan Vogt in Führung gehen können. Doch hier war Starbulls-Goalie Patrick Ehelechner jeweils mit tollen Saves auf dem Posten. 16 Sekunden vor der Sirene belohnten sich die Grün-Weißen für ein engagiertes Auftaktdrittel: Fabian Zick düpierte Gegenspieler Patrick Baum, täuschte einmal an und überwand Keeper Christian Rohde mit einem ansatzlosen Flachschuss – 0:1 (20.).

Nach dem ersten Wechsel wurden die Möglichkeiten etwas seltener, aber das Match keineswegs schlechter. Zunächst gelang Radek Krestan mit einem Gewaltschuss der Ausgleich (25.), doch davon ließen sich die Starbulls nicht lange beeindrucken. Die Steer-Schützlinge spielten weiter munter nach vorne und nützten – nach einigen guten Gelegenheiten – ihre erste Powerplay-Möglichkeit in der 35. Minute: Tyler McNeely bediente Benjamin Zientek am langen Pfosten, wo der junge „Goldhelm“ seinen bereits vierten Saisontreffer erzielte. Bitter war lediglich, dass Simon Fischhaber, der von einem Schuss im Gesicht getroffen wurde, kurz darauf blutüberströmt in die Kabine geführt werden musste. Der Ex-DEL-Akteur erlitt einen Cut im Gesicht und hat sich bei der Aktion auch vermutlich die Nase gebrochen.

Im Schlussdrittel mussten die Rosenheimer nach Fischhabers Ausfall total umstellen und agierten fortan mit vier Außenpärchen und drei Mittelstürmern. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem – nach einem Pfostenschuss von Trabucco (52.) - den Towerstars in der 54. Minute durch eine herrliche Einzelaktion von Brian Roloff der 2:2-Ausgleich gelang. Dieser Spielverlauf gefiel Starbulls-Coach Franz Steer natürlich nicht: „Wenn wir das 3:1 machen, ist die Messe gelesen. Und das zweite Gegentor ärgert mich maßlos, denn genau auf solche Situationen hatte ich vorher hingewiesen!“

Die Entscheidung in der hart umkämpften Begegnung fiel schließlich in der zweiten Minute der Verlängerung, als Roloff die Scheibe mit der Rückhand eigentlich nicht richtig traf. Der Puck hoppelte aber glücklich unter Ehelechner hindurch zum 3:2-Siegtreffer für Ravensburg in die Maschen. „Wir haben hier zwei Punkte verloren. Zwei Drittel lang war hohes Tempo in unserem Spiel. Wir hatten viele Chancen und hätten höher führen müssen“, befand Steer, während Kollege Daniel Naud vor allem den Gegner lobte: „Rosenheim hat sehr gut gespielt. Es war sehr schwer für uns! Aber wir haben eines gelernt: Hart arbeiten und niemals aufgeben!“ Das werden auch die Grün-Weißen am Sonntag wieder tun, wenn sie am 4. Spieltag um 17 Uhr im Kathrein-Stadion die Dresdner Eislöwen empfangen.

Das Spiel in der Statistik:

Ravensburg Towerstars – Starbulls Rosenheim 3:2 n.V. (0:1, 1:1, 1:0, 1:0)

Tore: 0:1 (20.) Fabian Zick (ohne Assist), 1:1 (25.) Radek Krestan (Andreas Farny), 1:2 (35.) Benjamin Zientek (Tyler McNeely, Max Hofbauer – Überzahl-Tor), 2:2 (54.) Brian Roloff (Radek Krestan, Simon Sezemsky), 3:2 (62.) Brian Roloff (Radek Krestan, Johannes Sedlmayr – GWG).

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken).

Strafen: Ravensburg 10 – Rosenheim 2.

Zuschauer: 2.150.

redro24/mw

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