Strakhov: "Spiele, seitdem ich fünf bin"

Rosenheim - 1992 ist Rosenheims Neuzugang Andrej Strakhov als Jugendlicher nach Deutschland gekommen, am Montag kam der mittlerweile 32-jährige Deutsch-Russe in Rosenheim an.

In der nächste Saison stürmt Strakhov für die Starbulls in der 2. Eishockey-Bundesliga. Kurz nach seiner Ankunft mit seiner Frau sprach die OVB-Sportredaktion mit dem sympathischen Stürmer mit jahrelanger DEL-Erfahrung.

Wir waren ihre Anfänge in Deutschland?

Wir sind mit der Familie 1992 nach Füssen gekommen, weil mein Vater, der ebenfalls Eishockey spielte, dort eine Vertrag erhalten hatte. Ich hatte in Russland schon mit fünf Jahren mit dem Eishockey begonnen und habe natürlich in Füssen weiter gespielt. Dort und ein Jahr später in Freiburg habe ich als 16- und 17-Jähriger sogar mit meinem Vater Youri in einer Mannschaft gespielt.

Jetzt sind Sie 32 Jahre, haben schon einige Stationen hinter sich. Welche Ziele hat man im Herbst seiner Karriere?

Früher habe ich mir auch über ältere Spieler gedacht - oh, oh der ist ja schon über 30, aber ganz ehrlich: Ich fühle mich fit, nicht anders als mit 27 oder 28 und will noch einiges erreichen. Zum Beispiel mit den Starbulls in der 2. Liga wie letztes Jahr vorne mitspielen und vielleicht sogar Meister werden. Ich denke, hier in Rosenheim ist alles möglich. Wenn man Sport treibt, dann will man auch gewinnen.

Was wissen Sie von Rosenheim?

Ehrlich gesagt ziemlich wenig. Natürlich weiß ich, dass Rosenheim eine große Tradition und schon immer eine gute Nachwuchsarbeit hat und ich habe mit Füssen in der Jugend schon einmal hier gespielt. Mein erster Eindruck vom Stadion, von meiner Wohnung und von der Stadt ist sehr positiv.

Sie haben 301 Spiele in der DEL absolviert. Welches Spiel fällt Ihnen da spontan ein?

Das war ein Spiel mit Frankfurt, das wir nach Penaltyschießen gewonnen haben und ich dabei zwei Penaltys verwandelt habe.

Wie wollen Sie der Rosenheimer Mannschaft helfen?

Natürlich damit, dass ich meine Leistung bringe, aber ich denke, dass ich allein mit meiner Erfahrung und Routine den jungen Spielern helfen kann. Und ich hoffe natürlich, dass ich einige Tore schießen, vor allem aber vorbereiten kann.

Letzte Saison in Wolfsburg in der DEL haben Sie nur 33 Spiele absolviert. Was war der Grund?

Ich hatte einfach Pech und habe mir blöde Verletzungen zugezogen, als ich die Scheibe auf den Fuß bekam. Zweimal Schlagschüsse auf die ungeschützte Stelle, einmal war sogar der Fuß gebrochen.

Wo sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen?

Wenn ich meine körperliche Verfassung, sprich meine Kondition im Griff habe, dann ist alles gut. Ich will ganz ehrlich sein: Manchmal ist es für mich schwierig, über meine Leistungsgrenze zu gehen. Da tut mir ein Anpfiff vom Trainer auch mal ganz gut und da habe ich auch kein Problem damit. Ich werde aber auf alle Fälle mein Bestes geben. Ich bin eher ein technisch guter Spieler, der gerne Tore vorbereitet. Wo andere dreimal schießen, spiele ich lieber zweimal ab. Ich bin auch glücklich und zufrieden, wenn meine Mitspieler die Tore schießen. Wichtig ist, dass wir gewinnen.

Interview: Hans-Jürgen Ziegler

Rubriklistenbild: © pa/re

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