Elf Spieler in der Scorerliste

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Michael Baindl (rechts) meldete sich nach seiner Verletzungspause mit einem Tor zurück.

Rosenheim - Kaum zu glauben, dass die Starbulls noch vor gar nicht langer Zeit eins von vier Teams waren, die auswärts mehr Punkte geholt hatten als auf eigenem Eis.

In den letzten Wochen hat sich dies gedreht, um nicht zu sagen normalisiert.

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Während man in eigener Halle seit der Niederlage gegen Landshut zuletzt fünf Siege in Folge feiern konnte (davon eine im Penalty-Schießen), siegten in den letzten drei Gastspielreisen stets die Gegner. Immerhin konnten Franz Steers Mannen am Sonntag aus Schwenningen einen Punkt mit nach Hause bringen und damit den vierten Tabellenplatz halten. Wie überlegen Quirk & Co. derzeit daheim agieren, sieht man nicht nur an der optimalen Punkteausbeute, sondern auch daran, dass sie in den letzten drei Heimspielen nur je ein Tor kassierten, egal ob Norm Maracle oder sein Vertreter Beppi Mayer das Tor hüteten. Und ebenfalls entscheidend zu den Siegen trug bei, dass die Starbulls stets ein Drittel klar (jeweils mit 3:0) für sich entscheiden konnten. Beim 4:1 gegen Dresden zogen sie im Mittelabschnitt von 1:0 auf 4:0 davon, gegen Ravensburg machten sie im Schlussabschnitt den Sack zu (von 2:1 auf 5:1), und am Freitag gegen Riessersee war schon nach weniger als neun Spielminuten beim Stand von 3:0 eine Vorentscheidung gefallen.

Nur vier Minuten und 32 Sekunden lagen zwischen den ersten drei Treffern; schneller hatten sie in der laufenden Saison zuvor nur dreimal einen "Dreierpack" zustande gebracht, auf eigenem Eis noch nie. Und mit Fabian Zick, dem Rosenheimer DNL-Topscorer der Saison 2008/09, leitete ein Spieler das Torefestival ein, dessen Sturm vor dem Jahreswechsel kaum offensiv in Erscheinung getreten war. Für Zick war es der zweite Saisontreffer nach 19 Partien ohne Tor, sein Sturmkollege Robin Hanselko hatte im letzten Spiel des alten Jahres erstmals nach 25 punktlosen Spielen getroffen. Der dritte Mann dieser Linie, Robert Schopf, wartet noch auf seinen ersten Treffer, war aber an vieren schon per Assist beteiligt. Nicht lange brauchte dagegen Michael Baindl, um wieder den Anschluss zu finden. Schon im zweiten Match nach seiner Verletzungspause, die ihn elf Spiele kostete, sicherte er seinem Team durch ein Tor in Schwenningen einen Punkt.

An Auswärtstoren herrscht bei Simon Wenzel bis dato kein Mangel, am Freitag war es endlich soweit: Nach sechs Treffern auf fremdem Eis schoss er endlich im Klasse-Zusammenspiel mit Stephan Gottwald seinen ersten Heim-Punktspieltreffer seit dem 22. März 2009 (6:3 gegen Halle in der Oberliga). Aber auch von Marcus Marsall, der den Schlusspunkt gegen Riessersee setzte, ist nicht nur für den Statistiker Interessantes zu berichten: Er hat bisher alle seine 19 Scorerpunkte (fünf Tore, 14 Assists) bei personellem Gleichstand erzielt und wäre in einer Wertung ohne Powerplay-Punkte drittbester Rosenheimer Scorer hinter Mitch Stephens und Gottwald. Eine Leistung, die nicht unerwähnt bleiben soll! Elf verschiedene Spieler konnten sich gegen die Garmischer in die Scorerliste eintragen; erst ein einziges Mal, nämlich beim 5:4 in Schwenningen (zwölf) waren es mehr, und einmal, beim 7:2 in Bietigheim, ebenfalls elf gewesen.

Gegen Schwenningen hieß es im siebten Zweitliga-Aufeinandertreffen bereits zum dritten Mal Overtime, und bisher ging der Zusatzpunkt jedesmal an die Wild Wings. Zweimal sicherten sie sich den schon in der Verlängerung, diesmal musste erstmals ein Penalty-Schießen (bei den Starbulls nicht gerade beliebt) herhalten. Und nach dem Lichtblick gegen Hannover, als Corey Quirk und Patrick Asselin erfolgreich waren, zog man diesmal zum dritten Mal den Kürzeren, da nur Mitch Stephens Wings-Torhüter Sinisa Martinovic überwinden konnte. Mit nur drei verwandelten Versuchen (von elf insgesamt) stehen die Shootout-Chancen naturgemäß nicht günstig, auch weil Norm Maracle im Gegensatz zur letzten Saison (sechs von elf) heuer noch keine 50 Prozent der gegnerischen Anläufe entschärfen konnte (nur vier von zehn).

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

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