Auf viel Geld verzichtet

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Sein Platz ist vor dem Tor: Tyler Burton, der in der nächsten Saison für die Starbulls Rosenheim stürmt.

Rosenheim - Die Starbulls haben nach Konrad Reeder in dieser Woche ihren zweiten Kontingentspieler verpflichtet: In der neuen Saison wird der 25-jährige kanadische Mittelstürmer Tyler Burton in der 2. Liga das Starbulls-Trikot tragen.

Wie im Oberbayersichen Volksblatt bereits in der Samstag-Ausgabe berichtet, verzichtet Burton, an dem die Rosenheimer schon letztes Jahr Interesse hatten, bei den Starbulls auf viel Geld, denn er hatte auch noch ein weitaus besser dotiertes Angebot aus Japan vorliegen.

Starbulls-Neuzugang Tyler Burton.

"Wenn er bei uns unterschreibt, dann bin ich mir sicher, dass wir einen ehrgeizigen Spieler bekommen, der es noch einmal wissen will", erklärte Starbulls-Coach Franz Steer noch am vergangenen Freitag. Und er hatte da schon ein gutes Gefühl, dass es mit Burton klappen würde. Dass sich der Linksschütze in der Saison 2008/2009 bei den Trenton Devils (East Coast Hockey League) nach einem tollen Saisonstart (26 Spiele, zehn Tore, neun Assists) das Kreuzband gerissen hat, spielt für Steer keine Rolle. Auch nicht, dass Burton letztes Jahr bei den Hannover Indians nur ein Spiel bestritten hat und aufgrund der auftretenden Knieprobleme wieder nach Kanada zurück musste. "Er hat seine Verletzung voll auskuriert, steht seit März dieses Jahres wieder auf dem Eis und ist laut eigener Aussage und der seines Spielervermittlers topfit", erklärte Steer.

Zur eigenen Sicherheit haben die Starbulls dem in Langley (British Columbia) geborenen Kanadier zunächst einen auf drei Monate befristeten Vertrag gegeben, der nur von den Starbulls gekündigt werden kann. "Was ich aber bisher von Tyler Burton gehört habe und wenn ich seine Statistiken lese, bin ich mir sicher, dass wir mindestens eine Saison zusammenarbeiten werden", glaubt Steer, der schon vor der Rückholaktion von Stanley letztes Jahr Weihnachten an Burtons Verpflichtung interessiert war.

In seiner vierjährigen College-Zeit in der Colgate University war Tyler Burton dreimal Topskorer und einmal zweitbester Skorer seines Teams. Als 19-Jähriger spielte Burton in seinem ersten Jahr zusammen mit Adam Mitchell, der in Deutschland zuerst in Landsberg (Oberliga, 2. Liga) und dann die letzten drei Jahre in der DEL beim Deutschen Meister Hannover Scorpions für Furore sorgte. Und in diesem ersten Jahr (Saison 2004/2005) wurde Burton mit 19 Toren und 15 Assists in 37 Spielen Topskorer. Drittplatzierter war der damals bereits drei Jahre ältere Mitchell mit 13 Toren und 18 Assists in 39 Spielen.

Hört sich alles gut an, doch wie sagte schon Otto Rehhagel: "Die Wahrheit liegt auf dem Platz". In diesem Fall auf dem Eis...

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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