2:1-Sieg in der Overtime in Weißwasser

Reaktion gezeigt und für Aufwand belohnt

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Maßgeblich am Auswärtssieg beteiligt: Torschütze CJ Stretch (re.) und Vorlagengeber Wade MacLeod.
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Weißwasser - Die deutlichen Worte von Trainer Franz Steer im Vorfeld haben offenbar gefruchtet. Die Starbulls gewannen am Montagabend ihr Auswärtsspiel bei den Lausitzer Füchsen.

Vor über 3.000 Besuchern in der ausverkauften Eisarena Weißwasser, darunter rund 100 mitgereiste Schlachtenbummler aus Oberbayern, setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler unter dem Strich völlig verdient mit 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) nach Verlängerung durch und haben die Gastgeber, die sich nach dem Trainerwechsel zuletzt deutlich im Aufwind befanden, in der Tabelle auf Distanz gehalten. Zudem war das die allseits erhoffte Reaktion der Grün-Weißen nach dem schwachen Heimauftritt am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Bietigheim (3:6), nach dem der Trainer noch gewaltig getobt und einigen Spielern sogar öffentlich mit Rausschmiss gedroht hatte!

Früher Rückstand - wieder nach Fehler

Dabei hatte die Begegnung wieder so begonnen, wie sie am Samstag geendet hatte - nämlich mit einem Abwehrfehler. Genau 125 Sekunden waren gespielt, als die Rosenheimer Abwehr einen Querschläger produzierte. Dennis Swinnen war daraufhin am langen Pfosten ganz frei und konnte Torwart Timo Herden mit der Rückhand überwinden - 1:0 (3.). In der Folge brauchten die Starbulls ein paar Minuten, um sich davon zu erholen, fanden danach aber immer besser in die Begegnung und hatten bereits im ersten Drittel durch CJ Stretch, Beppo Frank, Dominik Daxlberger oder Peter Lindlbauer Chancen zum Ausgleich. Aber auch Weißwasser kam noch einige Male gefährlich vors Tor, so dass die knappe Führung nach 20 Minuten durchaus ihre Berechtigung hatte.

Das sollte sich ab dem zweiten Drittel jedoch ändern. Rosenheim trat nun defensiv sehr konsequent und nahezu fehlerlos auf, zudem wurde der Druck auf das Tor der Gelb-Blauen nahezu minütlich höher. Stretch, David Vallorani, Manuel Edfelder, Tyler McNeely oder Tobi Thalhammer probierten es allesamt erfolglos, was auch an der starken Leistung von Füchse-Keeper Joe Fallon lag.

Video: Die Highlights der Partie

Doch im Schlussabschnitt belohnten sich die Oberbayern dann endlich für ihren großen Aufwand. Es lief bereits die 54. Minute, als Fallon gegen Wade MacLeod und Stretch große Paraden zeigten, dann aber gegen den Nachschuss von Daxlberger absolut machtlos war. Das 1:1 (54.) war angesichts des eindeutigen Spielverlaufs seit der 21. Minute hochverdient. Glück hatten die Starbulls in der letzten Minute der regulären Spielzeit, als Herden mit einem Reflex gegen Swinnen rettete und somit einen unverdienten Sieg der Sachsen verhinderte.

Overtime dauert nur 36 Sekunden

In der Verlängerung machten die Starbulls kurzen Prozess: Es dauerte ganze 36 Sekunden bis zur Entscheidung, als MacLeod die Scheibe mit etwas Dusel im Offensivdrittel hielt, zu Stretch weiterleitete und dieser den Puck im kurzen Eck zum Siegtreffer für die Starbulls unterbrachte (61.).

Trainer Franz Steer war hinterher aber sehr zufrieden mit dem Auftritt: "Das Spiel hat unglücklich für uns begonnen mit dem Rückstand. Aber ich denke, wenn man das ganze Spiel betrachtet, speziell das zweite Drittel, ist der Sieg in der Overtime mehr als verdient. Wir haben mit vier Reihen Druck gemacht und den Spielplan ziemlich gut umgesetzt. Perfekt wäre es gewesen, wenn wir in der regulären Spielzeit noch zwei, drei Tore gemacht hätten. Zudem hat Timo hervorragend gehalten!"

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik: 

Lausitzer Füchse - Starbulls Rosenheim 1:2 n.V. (1:0, 0:0, 0:1, 0:1) 

Tore: 1:0 (3.) Dennis Swinnen (Marius Schmidt, Elia Ostwald), 1:1 (54.) Dominik Daxlberger (CJ Stretch, Wade MacLeod), 1:2 (61.) CJ Stretch (Wade MacLeod - GWG). 

Schiedsrichter: Carsten Lenhart (Kassel). 

Strafen: Weißwasser 2 - Rosenheim 4.

Zuschauer: 3.038 (ausverkauft).

mw

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