Steer: "Wir waren nicht bereit, alles zu geben"

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Corey Quirk kann morgen gegen Ravensburg eventuell wieder spielen.

Rosenheim - So sehr Trainer Franz Steer sich über die Leistungen seines Teams im alten Jahr freute, so sehr ärgerte er sich über die Leistung seiner Spieler in Kaufbeuren und über sich selbst:

"Ich hätte der Mannschaft am Neujahrstag nicht freigeben sollen. Das war ein Fehler von mir. Noch dazu, weil ich selbst beim Abschlusstraining am Montag verhindert war." Das war vielleicht ein Grund für die 2:6-Niederlage in Kaufbeuren, viel entscheidender aber war, dass "wir nicht bereit waren, alles zu geben. In dieser ausgeglichenen und verrückten Liga muss man voll konzentriert sein, sonst verliert man", sagt Steer.

Noch dazu ein Team wie Rosenheim, das keinen Superstar hat. Wenn da ein paar Spieler nicht ihre volle Leistung abrufen, wird es eng. "Wir können einen Michael Baindl und einen Corey Quirk nicht so einfach ersetzen, noch dazu wenn einige andere Spieler angeschlagen sind oder sich in einem Leistungstief befinden", erklärte Steer, der froh ist, dass sich die Handverletzung von Quirk bei einer Untersuchung als nicht so dramatisch herausstellte. "Vielleicht kann er am Freitag im Heimspiel gegen Ravensburg schon wieder spielen", hofft Steer, der Quirk als "verrückten Hund" bezeichnete, weil der schon in Kaufbeuren auflaufen wollte, obwohl die Schwere der Verletzung noch nicht bekannt war. Auf Baindl muss Steer noch ein bis zwei Wochen verzichten. "Er bekommt jetzt eine Schiene für sein Knie, dann kann er aufs Eis und auch wieder spielen", so der Starbulls-Coach.

Steer wunderte sich noch gestern über die Fehler, die in Kaufbeuren gemacht wurden. "Wir haben denen drei Tore selbst aufgelegt. Da kannst du kein Spiel gewinnen, obwohl wir auch gute Chancen hatten. Aber Kaufbeuren liegt uns einfach nicht", sagte Steer.

Für die schwache Leistung im Allgäu will sich das Starbulls-Team morgen, Freitag, 19.30 Uhr, im Heimspiel gegen den amtierenden Meister Ravensburg rehabilitieren. Mit einem weiteren Sieg gegen die Towerstars - die beide bisherigen Spiele gewannen die Starbulls 6:2 und 4:2 - könnte Rosenheim (48 Punkte) den Abstand auf den 8. Platz, den Ravensburg momentan mit 39 Zählern einnimmt, vergrößern. Dann könnten die Starbulls am Sonntag auch mental gestärkt zum Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten nach Heilbronn fahren.

Die Starbulls dürfen sich am Freitag nicht vom Tabellenplatz der Ravensburger täuschen lassen. Rang acht entspricht nicht der tatsächlichen Stärke der Towerstars. Die Ravensburger haben mit Bob Wren den Top-Assistenten und fünftbesten Skorer der Liga in ihren Reihen, Frederik Cabana ist mit 18 Treffern viertbester Schütze der Bundesliga und Matt Kinch ist mit 25 Punkten drittbester Verteidiger. Da ist Qualität im Kader, die allerdings auch Rosenheim hat, und wenn sich jeder auf seine Stärken besinnt, ist der Ärger über die letzte Niederlage schnell vergessen.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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