Steers Wunschspieler Strakhov kommt

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Der Deutsch-Russe Andrej Strakhov spielt nächste Saison in Rosenheim.

Rosenheim -  Ein weiterer Starbulls-Neuzugang steht nun fest: Mit dem 32-jährigen Deutsch-Russen Andrej Strakhov kommt ein Wunschspieler von Trainer Franz Steer an die Mangfall.

Bereits vor einer Woche bestätigte Steer gegenüber der OVB-Sportredaktion die Verhandlungen mit einem osteuropäischen Stürmer. Steer: „Dass das jetzt so schnell geklappt hat, freut mich natürlich und zeigt mir, dass Strakhov unbedingt bei uns spielen will.“ Und zwar zu vernünftigen, sprich zu Starbulls-Konditionen. Der Rosenheimer Coach hat Strakhov „genauestens durchleuchtet“. Er erkundigte sich bei ehemaligen Mitspielern des in Moskau geborenen Vollblut-Stürmers. Darunter der Rosenheimer Co-Trainer Martin Reichel, der mit dem 1,81 Meter großen und 81 Kilogramm schweren Strakhov zwischen 2004 und 2006 bei den Frankfurt Lions zusammengespielt hat. Oder beim Ex-Rosenheimer Spieler Manuel Kofler, der mit dem Deutsch-Russen in Augsburg 2003/2004 in einer Mannschaft stand. Beide äußerten sich sehr positiv über den Familienvater und „diese Einschätzungen bestätigten sich bei meinen Gesprächen mit ihm. Er ist ein Wunschspieler von mir“, sagte Steer gestern kurz vor Beginn der Sommer-Trainingseinheit.

Der technisch versierte Stürmer begann seine sportliche Karriere in Deutschland beim EV Füssen in der Oberliga Süd. Danach spielte er in Freiburg, Heilbronn, bei den München Barons, den Augsburger Panthern, den Frankfurt Lions und kurzzeitig beim ERC Ingolstadt in der DEL und kam so zu knapp 300 Einsätzen in der höchsten deutschen Eishockeyliga. Dabei erzielte er 32 Tore und leistete zu 41 Treffern die Vorarbeit. Dazwischen spielte Strakhov in Russlands Topliga KHL.

Andrej Strakhov ist vielseitig einsetzbar „und das macht ihn für uns besonders wertvoll“, erklärte Steer, der mit der Verpflichtung des Stürmers die gewünschte Erfahrung ins Team bringt. „Er ist ein guter Eishockeyspieler. Kein Brecher, sondern einer fürs Auge und er wird uns weiterhelfen“, ist sich Steer sicher.

Nachdem der Schwede Jonas Johansson, mit dem auf Empfehlung von Stephen Werner verhandelt wurde, abgesagt hat und nach Cortina wechselt (Steer: „Da kann er sicher mehr verdienen, doch der Weg in die DEL führt sicher nicht über Italien“), ist der Starbulls-Coach weiter auf der Suche nach zwei Ausländern.

Dass Tim Kunes in Norwegen unterschrieben hat, ist für Steer „enttäuschend, denn da hatten wir eine andere Vereinbarung.“ Nächste Saison definitiv nicht mehr im Starbulls-Team ist auch Philipp Quinlan: Der Förderlizenzspieler aus München spielt für den Liga-Konkurrenten Hannover Indians. „Mir ist wichtiger, dass Fabian Zick nächste Saison weiter bei uns spielt“, kommentierte Franz Steer den Wechsel von Quinlan nach Hannover.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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