Zehn eigene Treffer und kein Gegentor

Zweistelliger Starbulls-Heimsieg gegen Schlusslicht HC Landsberg

Kyle Gibbons im Spiel gegen die Landsberg Riverkings
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Kyle Gibbons blieb alleine vor David Blaschta eiskalt, ließ den Goalie aussteigen und legte die Scheibe zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Tor.

Die Starbulls Rosenheim wurden am Sonntagabend (17. Januar) im heimischen ROFA-Stadion gegen den Tabellenletzten HC Landsberg ihrer Favoritenrolle gerecht. Durch den 10:0-Erfolg schraubten die Grün-Weißen ihr Punktekonto in der Eishockey-Oberliga Süd auf 46 Zähler nach 21 absolvierten Spielen. Acht Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Kyle Gibbons und Maximilian Vollmayer trafen doppelt, Florian Maierhofer gelang sein erstes Saisontor.

Rosenheim - Bei den Hausherren feierten Verteidiger Dennis Schütt (stand zuletzt am 8. Dezember im Aufgebot) und Stürmer Kevin Slezak (bestritt erst vier Saisonspiele und musste seit dem Nikolaustag pausieren) ihr Comeback. Schütt hatte auch die erste gute Rosenheimer Chance, als er von der blauen Linie abzog und Gästetorwart David Blaschta fast überraschte.

Da waren aber bereits fast acht Minuten gespielt. Und dann brachte Landsbergs Michael Fischer den Rosenheimer Torwart Jonas Stettmer bei einem frechen Abschluss auf das kurze Eck fast in Verlegenheit, ehe der Rosenheimer Pfosten die Gästeführung verhinderte, die Dennis Sturm auf dem Schläger hatte (9.). „Das Spiel stand im ersten Drittel lange auf des Messer Schneide, man hat uns das schwere Spiel vom Freitag in Selb angemerkt“, sagte Starbulls-Cheftrainer John Sicinski nach der Partie.

Starbulls Rosenheim - HC Landsberg Riverkings - Der Liveticker zum Nachlesen (Plus-Artikel)

Bei angezeigter Strafe für die Lechstädter schlugen die Starbulls schließlich aber zum ersten Mal zu. Verteidiger Florian Krumpe schaufelte die Scheibe nach starkem Pass von Vollmayer unhaltbar zum 1:0 unter die Latte (10.). Die Gäste spielten weiter munter und mutig mit, die Tore schossen aber die Gastgeber. Kyle Gibbons schnappte sich in der neutralen Zone den Puck und schloss seinen Alleingang eiskalt zum 2:0 ab (13.).

Dem ersten Rosenheimer Powerplay entsprang das 3:0 – als Michael Baindl den Gästekeeper per Rückhand nach Zuspiel von Kilian Steinmann tunnelte (17.), war die Strafzeit der Gäste aber schon drei Sekunden abgelaufen, so dass der Treffer nicht in die Überzahl-Erfolgsstatistik eingeht. Ebenfalls per Rückhand aus kurzer Distanz, garniert mit einer kurzen Körpertäuschung am Torraum, erhöhte Dominik Daxlberger nach schöner Vorarbeit von Curtis Leinweber und Gibbons noch vor der ersten Drittelpause auf 4:0 (19.).

Im zweiten Spielabschnitt konnte sich Rosenheims Torwart Stettmer beim ersten Überzahlspiel der Gäste einige Male auszeichnen, ehe die Starbulls das Heft des Handels wieder in die Hand nahmen. Kyle Gibbons erhöhte mit einem Kabinettstückchen – Drehung um die eigene Achse mit der Scheibe am Schläger und Abschluss per Rückhand aus frechem Winkel unter die Latte – auf 5:0 (24.). Gästekeeper Blaschta machte für Vertreter Michael Güßbacher Platz, Starbulls-Verteidiger Maximilian Vollmayer zwei Minuten später per Flachschuss aus dem Handgelenk ins rechte untere Eck das halbe Dutzend voll – 6:0 (26.).

Zahlreiche weitere Einschussmöglichkeiten ließen die Gastgeber jedoch aus. Erst knapp zwei Minuten vor der zweiten Pause traf erneut Vollmayer – diesmal aus dem Handgelenk ins rechte obere Eck – zum 7:0 (39.). Dass das Tabellenschlusslicht zuvor nicht zum Ehrentreffer kam, war herausragenden Paraden von Jonas Stettmer gegen Marvin Feigl (30.) und Tobias Wedl (35.) zu verdanken.

Im dritten Spielabschnitt gelang dem Rosenheimer Youngster Florian Maierhofer per Nachschuss aus dem Hinterhalt das erste Saisontor – 8:0 (44.). Dennis Schütt erzielte mit einem von einem Landsberger Spieler noch abgefälschten Flachschuss den neunten (48.) Rosenheimer Treffer.  

Michael Baindl, der den Schläger in eine Diagonalvorlage von Alexander Höller hielt, den zehnten Rosenheimer Treffer, sorgte für den 10:0-Endstand (54.). „Mich hat sehr gefreut, dass wir heute nicht nachgelassen haben und bis zum Schluss souverän blieben“, lautete das Schlusswort von John Sicinski, der sich nun mit seiner Mannschaft auf die Revanche gegen die Selber Wölfe freut.

Das Topspiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellenführer aus Hochfranken findet am kommenden Freitag um 19:30 Uhr im Rosenheimer ROFA-Stadion statt.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (M.H.)

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