„Stehen alle unter Schock. Eine schreckliche und völlig unwirkliche Situation“

Vorfall in Norwegen schockiert Eishockey-Welt: Sturm-Talent (18) prallt gegen Tor - gelähmt

Norwegen - Ein schrecklicher Zwischenfall beim U21-Spiel zwischen Frisk Asker und Lorenskrog schockiert die Eishockeywelt. Ein Unfall verändert innerhalb weniger Sekunden das Leben eines 18-jährigen Ausnahmetalents.

Der tragische Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Samstag, 17. Oktober. Der gerade einmal 18 Jahre alte Mats Hildisch hat die Scheibe am Schläger und eilt auf das gegenerische Tor zu. Kurz bevor er zum Abschluss kommen will, wird er von hinten gefoult, er verliert die Kontrolle auf dem Eis und prallt mit voller Wucht mit dem Kopf gegen das Torgehäuse. Mats bleibt regungslos liegen.

Mats Hildisch erleidet schwere Rückenmarksverletzung

Sofort ist allen Beteiligten klar, hier hat sich gerade Dramatisches ereignet. Die Schiedsrichter brechen folgerichtig das Spiel ab. Der 18-Jährige wird in eine Uni-Klinik nach Oslo gebracht, noch in der Nacht notoperiert. Wenig später bewahrheiteten sich schlimmste Vermutungen. Hildisch hat eine schwere Rückenmarksverletzung erlitten und wird gelähmt bleiben.

Frisk-Trainer Vidar Wold zeigte sich im Interview mit „Budstikka.no“ schockiert, möchte dem Gegenspieler aber kein absichtliches Foulspiel unterstellen: „Mats fährt Richtung Tor. Sein Schwerpunkt liegt auf einem Schlittschuh, als ihn der Gegner genau auf dieser Seite trifft und ihn zu Fall bringt. Es ist eine Aktion, wie sie im Hockey täglich vorkommt. Aber bei diesem einen Mal mit einem schrecklichen, traurigen Ausgang. Es war absolut keine hässliche Aktion.“

Eishockey wird zur Nebensache

Auch Frisk-Asker-Geschäftsführer Nicolay Sörensen äußerte sich ergriffen: „Wir stehen alle unter Schock. Es ist eine schreckliche, tragische und noch völlig unwirkliche Situation. Das Wichtigste für uns ist jetzt, für Mats und seine Familie da zu sein.

Der Heimatverein postete zudem auf Twitter ein Bild, welches zeigt, wie in der Eishalle ein Transparent mit Hildischs Rückennummer 7 aufgehängt wird. „Das norwegische Eishockey ist da, wenn es darum geht, an unsere Eishockeyfamilie zu denken.“

Tapferer Mats meldet sich zu Wort

Auch der vom Schicksal gebeutelte Mats Hildisch meldete sich bereits via Instagram zu Wort. Zu einem Selfie, welches ihn im Krankenbett zeigt, schreibt er: „Wie viele von euch wissen, habe ich eine schwere Verletzung erlitten, habe einen gebrochenen Halswirbel und eine Verletzung des Rückenmarks. Ich werde am Montag in ein Reha-Zentrum verlegt und bin bereit, mehr denn je zu arbeiten. Vielen Dank für eure Unterstützung, sie hilft mir sehr.

Wir wünschen auf diesem Weg alles Gute und beste Genesung.

mz

Rubriklistenbild: © screenshot instagram

Kommentare