Waldkraiburger bestreiten ihr letztes Bayernliga-Vorrundenspiel gegen Miesbach

Abstiegsrunde: EHC hat es in der Hand

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Die Waldkraiburger Löwen wollen in Miesbach überraschen. 

Waldkraiburg - Die "Löwen" bestreiten am Sonntag ihr letztes Vorrundenspiel der Bayernliga-Saison 2012/2013. Es könnte nochmals richtig wichtig werden.

Mit Blick auf die Abstiegszwischenrunde, für welche die Industriestädter bereits "qualifiziert" sind, könnte das Spiel des EHC am Sonntag beim TEV Miesbach (Beginn: 18 Uhr) aber doch nochmals richtig wichtig werden.

Im Bayerischen Eishockeyoberhaus geht der Kampf um die letzten Tickets für die Aufstiegszwischenrunde in die finale Phase über. Nur die ersten zehn Tabellenplätze berechtigen zur Teilnahme an der Aufstiegszwischenrunde, nur die ersten zehn Teams können sich so den vorzeitigen Klassenerhalt sichern und gleichzeitig von den Play-off-Halbfinals träumen.

Um den zehnten Tabellenplatz streiten sich derzeit aber mehrere Teams: auf dem neunten Tabellenrang liegt derzeit der TEV Miesbach mit 34 Punkten. Punktgleich dahinter im Augenblick der Höchstadter EC, drei Zähler weniger hat der Elfte vom EV Lindau auf dem Konto, der vor den zwölftplatzierten "Löwen" liegt. Mit Blick auf das Restprogramm aller Teams könnte erst am Sonntag die endgültige Entscheidung fallen, wer das Rennen um den neunten und zehnten Rang macht - zumindest, wenn man die Tabellenplätze der jeweiligen Gegner des Wochenendes als Referenz heranzieht.

Der Sonntagsgegner des EHC, der TEV Miesbach, muss am Freitag zunächst zum starken Tabellenzweiten nach Bayreuth und empfängt dann am Sonntag die "Löwen" - Bayreuth steht bereits als Vizemeister der Vorrunde fest, hat im eigenen Stadion nur zwei von zwölf Spielen verloren und ist seit sechs Spielen ohne Niederlage - eine schwere Aufgabe für die Miesbacher von Trainer Markus Wieland.

Auch der Höchstadter EC hat es nicht viel leichter: Der aktuelle Zehnte der Liga tritt am Freitag beim Tabellendritten Buchloe an und erwartet am Sonntag die routinierten Peißenberger zum Heimspiel, die ihre letzten vier Auswärtspartien allesamt verloren haben. Vielleicht ja der entscheidende Vorteil für Höchstadt, falls es zwei Tage zuvor gegen Buchloe nicht klappt? Auch der Elfte aus Lindau kann sich noch Chancen ausrechnen und zwar berechtigte: Am Freitag sollten sich die "Islanders" im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Nürnberg eigentlich keine Blöße geben, am Sonntag geht es zum ESC Dorfen, der seinerseits schon für die Aufstiegszwischenrunde qualifiziert ist und sicher nicht mehr allzu hart zu Werke gehen wird, um Verletzungen oder Sperren zu vermeiden.

Es deutet somit vieles darauf hin, dass die Entscheidung, wer am Ende die letzten Tickets für die Aufstiegszwischenrunde ergattert, erst am Sonntag fällt und somit greifen dabei auch die "Löwen" wieder ins Rennen um die ersten zehn Plätze ein.

Für die Industriestädter, die das Hinspiel in Waldkraiburg gegen den TEV Ende November noch knapp und unglücklich mit 3:4 verloren hatten, geht es jetzt aber auch darum, sich auf die Abstiegszwischenrunde einzustellen. Mit den "Löwen", Germering und Nürnberg stehen bereits drei Teilnehmer dieser Runde fest, der vierte wird noch gesucht.

Klar würde jeder, neben dem Trip nach Nürnberg, gerne eine zusätzliche, weite Auswärtsfahrt nach Lindau oder Höchstadt vermeiden, doch den Spruch mit dem Leben und dem Wunschkonzert, den dürften alle Spieler kennen. Der Modus der Abstiegszwischenrunde steht inzwischen fest: Die Runde der vier Mannschaften wird als Einfachrunde, bestehend aus einem Hin- und einem Rückspiel, gegen jeden Gegner gespielt. Der ursprüngliche Plan, wegen der weggefallenen Heimspiele gegen Königsbrunn, eine Doppelrunde durchzuführen, ist damit vom Tisch.

Die genauen Paarungen, die ab dem 2. Februar starten, stehen aber noch nicht offiziell fest. Ebenso wie der vierte Teilnehmer der Runde - als kleine Motivation sollten die "Löwen" vielleicht einfach mal die unterschiedlichen Fahrtrouten vergleichen. Nach Miesbach sind es von Waldkraiburg aus übrigens nur gut 80 Kilometer, Höchstadt und Lindau sind runde 260 Kilometer entfernt.

göß/Mühldorfer Anzeiger

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