Pressemeldung des EHC Waldkraiburg

EHC Waldkraiburg schießt sich gegen Schweinfurt aus Formtief

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Die neu formierte 1. Reihe der Löwen besorgte 5 der 6 Tore in Schweinfurt. Von Links: Fabian Kanzelsberger, Philipp Seifert, Josef Straka, Christof Hradek und Tomas Rousek.

Waldkraiburg - Mit gemischten Gefühlen musste der EHC Waldkraiburg am Sonntagvormittag die viereinhalb Stunden lange Busreise nach Schweinfurt antreten. Nach dem Freitagsspiel gegen Pfaffenhofen, das nach einem Penalty-Krimi verloren ging, hätte es gegen nicht minder motivierte Schweinfurter den nächsten Punktverlust geben können.

Zu Beginn des Spiels und über die ersten Minuten hinweg, konnte man sich in diesen Befürchtungen bestätigt sehen. Das Spiel fand ausschließlich auf ein Tor statt: auf das von Christoph Lode, der heute das zweite Mal von Beginn an ran durfte. In diesen ersten fünf Minuten gab es Schüsse und Chancen einiger Akteure der „Mighty Dogs“. Da wäre in der ersten Minute Jeff Murray oder nur wenig später Tilman Pfister, der es von der blauen Linie versucht. Auch Semjon Bär, den sich Schweinfurt vor kurzem noch vom insolventen Club Bad Kissingen holte, durfte sein Glück versuchen. All diese Versuche scheiterten aber entweder an der starken Löwen-Abwehr oder am abermals sicher stehenden Christoph Lode im Tor der Löwen.


Ab der fünften Minute nahmen dann die Löwen auch mit ihrem Sturm am Spielgeschehen teil. Den Anfang macht hier Leon Decker, der es zweimal aus aussichtsreicher Position versuchen durfte, hier zeigte die Uhr 5:06 an. Nur 38 Sekunden später folgt das erste Tor des Abends. Erzielt wurde es von Josef Straka auf Zuspiel von Christof Hradek und Daniel Schmidt. Der Ex-Schweinfurter Straka, der vor dem Spiel und auch im Anschluss, noch alte Weggefährten herzlich begrüßte und ein Schwätzchen hier und ein Pläuschchen dort hielt, war es auch der den Löwen sechs Minuten später das zweite Tor verschaffte. Auf erneutes Zuspiel von Christof Hradek und Fabian Kanzelsberger, traf dieser erneut mitten ins Schweinfurter Fan-Herz.

Christoph Lode im Tor des EHC Waldkraiburg bot wieder eine starke Partie.

Das Tore schießen war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch lange nicht beendet. Nur rund drei Minuten nach dem 0:2 im Schweinfurter „Icedome“, konnte der Kapitän selbst, Michael Trox, nach Vorarbeit des „Man of the Match“ auf der Seite der Löwen, Lukas Wagner, das 0:3 erzielen. Auch wenn es so aussehen mag als wären die Schweinfurter Spieler zu diesem Zeitpunkt bereits vom Eis gewesen, dem war nicht so. Immer wieder ergaben sich Möglichkeiten für die Unterfranken ihrerseits ebenso zu treffen. In der 18. Minute war es beispielsweise Jan Kouba der Jeffrey Murray vor dem Löwen-Tor in Szene setzen konnte, dieser scheitert jedoch am linken Schoner von Christoph Lode. So jedoch war der Weg frei für weitere Tore des EHC Waldkraiburg.


Tomas Rousek, einer der Torgaranten des EHC Waldkraiburg, besorgte diese mit einem Doppelschlag. Zuerst in der 17. Minute, als er auf Zuspiel von Philipp Seifert und Fabian Kanzelsberger zum 0:4 trifft. Nur zwei Minuten später ein weiteres Mal als er den Schlusspunkt des ersten Abschnitts zum 0:5 setzt. Passgeber waren dabei Josef Straka und erneut Christof Hradek. Der zweite Durchgang begann wie der erste endete, mit einem dominanten Auftreten der Waldkraiburger Löwen. So waren es mitunter Josef Huber, Leon Judt oder Michael Trox die Kevin Kessler im Tor der Mighty Dogs auf die Probe stellen durften. Den ersten Punkt in diesem Durchgang setzte jedoch Schweinfurt.

Josef Straka war wegen Beinstellens vom Eis gestellt worden und die Mighty Dogs spielten ihr erstes von insgesamt vier Powerplays an diesem Abend. Etwa eine Minute lang hielt die Waldkraiburger Verteidigung dem Ansturm stand, dann war es Lucas Kleider der zum 1:5 verwandelte. Die Löwen, gänzlich unbeeindruckt von diesem Treffer, setzten fast postwendend dazu an, den alten Abstand wiederherzustellen. Der Mann, der zuvor noch auf der Strafbank saß, ließ es sich nicht nehmen, dies gleich selbst zu bereinigen und seinen dritten Treffer an diesem Abend zu markieren. Auf Zuspiel von Tomas Rousek trifft Josef Straka zum 1:6. Für den Löwen-Fan war der Rest dieses zweiten Durchgangs ein wahrer Augenschmaus.

Josef Straka erzielte drei Tore und eine Vorlage gegen seinen Ex-Verein.

Die Scheibe lief flüssig durch sämtliche Reihen der Löwen, selbst die unerwarteten Pässe kamen dort an wo sie ankommen sollten und hier und da ergaben sich Chancen. Diese sogar in Unterzahl als, in der zehnten Minute, Josef Straka es verpasste sein viertes Tor des Abends zu erzielen nachdem er den wunderbaren Pass von Tomas Rousek am Tor vorbei setzte. Auch Schweinfurt entlastete sich hin und wieder selbst und kreierte Chancen. In der 13. Minute ist es der Kanadier Jeffrey Murray der allein vor dem Löwen-Tor auftaucht, doch Lode hält auch hier fest, was er festhalten kann.

So geht es mit einem 1:6 aus Schweinfurter Sicht zum zweiten Pausentee. Im dritten Drittel sollte nicht mehr viel Zählbares passieren. Die Löwen agieren weiterhin stark, obgleich aber nicht mit der letzten Konsequenz im Drittel der Mighty Dogs. Ganz nach der Weisheit „Wenn Du die Scheibe hast, kann der Gegner kein Tor erzielen“, spielte man diesen Abschnitt. Herauszuheben ist erneut der starke Christoph Lode der, entgegen mancher Befürchtung, zusammen mit der jüngsten Verteidigung der Liga, einen starken und sicheren Rückhalt für die Löwen bietet.

Leon Decker war ein Aktivposten in der 3. Sturmreihe der Löwen.

So verpuffen die wenigen erwähnenswerten Möglichkeiten der Mighty Dogs entweder an einem Schläger oder Körperteil von Seifert, Nuss, Schmidt, Kanzelsberger A. oder F., Lode F. oder in der Fanghand von Lode C., der seinerseits im Tor steht. Lediglich Schweinfurts Jeffrey Murray, der es mit starken Läufen auf dem Eis immer wieder versuchte durch die Waldkraiburger Reihen zu brechen, vermochte es noch am Ergebnis zu drehen und eine Ergebniskorrektur anzubringen. Zweieinhalb Minuten vor Ablauf der Spielzeit setzte er den Schlusspunkt, in einer streckenweise sehr einseitigen Partie, die am Ende ungefährdet mit einem 2:6 für den EHC Waldkraiburg endete. Das nächste Spiel der Löwen findet am 27. Dezember in Dorfen statt.

Wenn man sich ein Auswärtsspiel unserer Löwen ansehen möchte, dann ist die, dank der neuen Autobahnabschnitte, nur 20 Minuten entfernte Stadt, eine gute Wahl. Das nächste Heimspiel der Löwen wird nur zwei Tage später am 29. Dezember um 17.15 Uhr ausgetragen. Zu Gast sind die starken „River Kings“ aus Landsberg, die die erstplatzierten vom TEV Miesbach soeben mit 4:1 besiegen konnten.

Pressemitteilung des EHC Waldkraiburg

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