„Glauben Sie ehrlich, dass...“

2. Liga: Dynamo-Profi mit Wutanfall im TV - am Ende fließen sogar Tränen

Dynamos Chris Löwe schimpfte unter Tränen über die DFL und den engen Spielplan.
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Dynamos Chris Löwe schimpfte unter Tränen über die DFL und den engen Spielplan.

2. Liga: Dresden-Profi Chris Löwe ist nach der Pleite gegen Kiel im Live-TV in Tränen ausgebrochen. Bei Sky übte er heftige Kritik an der DFL.

  • Die SG Dynamo Dresden muss wohl den Gang in die dritte Liga* antreten.
  • Dresdens Chris Löwe fühlt sich aufgrund des Spielplans stark benachteiligt und kritisierte die DFL massiv.
  • Er verlor in einem Interview die Fassung - ihm kamen die Tränen

Update vom 21. Juli, 10.50 Uhr: Winkt Dynamo Dresden möglicherweise ein Verbleib in der Zweiten Bundesliga? Es könnte sein, dass nach dem Abstieg noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Update vom 29. Juni, 11.15 Uhr: Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden schockte nach dem letzten Spieltag mit einer irren sowie verantwortungslosen Aktion seiner Fans, die von allen Seiten kritisiert wurde.

Update vom 19. Juni, 12.16 Uhr: Es waren eindeutige Aussagen, die Dresdens Chris Löwe in Richtung DFL-Boss Christian Seifert schickte. Sein emotionales TV-Interview ist aktuell Gesprächsthema Nummer eins in der 2. Liga - und nicht nur dort. 

Für seine harschen Worte muss Löwe aber keine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) fürchten. Der DFB teilte am Freitag auf SID-Anfrage mit, dass der Kontrollausschuss kein Verfahren einleiten werde.

2. Liga: Dresden-Profi mit Tränen im TV - Heftige Kritik: „Wäre das mit München passiert?“

Erstmeldung vom 18. Juni, 21.52 Uhr: Kiel/Dresden - Die SG Dynamo Dresden steht nach der 0:2-Niederlage in Kiel vor dem Abstieg in die 3. Liga. Das Team von Markus Kauczinski musste nach einer 14-tägigen Quarantäne angesichts mehrerer Corona-Fälle im Team in die Saison starten, dabei hatten die Sachsen nur eine Woche lang trainieren können. Nach dem Spiel, das den Abstieg so gut wie besiegelte, platzte es aus dem SGD-Spieler Chris Löwe.

2. Liga: Dynamo-Spieler Chris Löwe mit massiver Kritik an der DFL - „Wäre das mit München oder Dortmund passiert?“

Die Dresdner haben angesichts des Corona-bedingt zeitlich engen Spielplans ein Hammer-Programm mit sieben Spielen in 21 Tagen zu meistern, was bei den Spielern und den Verantwortlichen auf wenig Verständnis stieß. Nur zwischen dem letzten und dem vorletzten Spieltag haben die Dresdner eine Woche, um sich zu regenerieren. Chris Löwe, einer der erfahrensten im SGD-Kader, wurde vor dem Sky-Mikrofon sehr emotional.

Dabei kritisierte er die Art und Weise des Restarts* für die Dresdner scharf. „Die Frage, die die ganze Zeit noch nicht gestellt worden ist: Wäre dasselbe mit München oder Dortmund* passiert, oder nur mit uns?“, fragte der Ex-BVB-Spieler Löwe und kämpfte sichtlich mit den Tränen.

2. Liga: Dynamo-Spieler Chris Löwe schimpft auf DFL: „Glauben Sie ehrlich, dass ...?“

„Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen in der DFL - Christian Seifert oder wer auch immer - sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was bei uns in den Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal. Wir sind am Ende die, die den ver****ten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß!“

Seit dem Restart hole man raus, was geht. Jedoch müsse man in jedem Spiel aufgrund der hohen Belastung die Mannschaft umbauen. „Wir reißen uns den Arsch auf und baden das aus. Und die Leute sitzen in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen, entscheiden über unsere Köpfe hinweg und wir sind die Idioten, die das Ganze ausbaden“, so Löwe.

2. Liga: Dynamo-Coach versteht Team - „Sind durchgespielt und durchgenudelt“ 

„Wir sind durchgespielt und durchgenudelt. Dass mit den Jungs dann die Emotionen durchgehen, ist nicht ungewöhnlich“, meinte Markus Kauczinski über sein Team. Die Dresdner verloren in fünf der sieben Partien nach dem Restart und haben nun fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und wenig Hoffnung auf den Verbleib in Liga zwei.

ajr

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