Aufstieg rettet Dresden vor finanziellem Kollaps

+
Dynamo Dresden feiert den Aufstieg

Osnabrück/Dresden - Der Aufstieg in die Zweite Liga hat Dynamo Dresden wahrscheinlich vor dem drohenden Finanz-Kollaps gerettet.

Der verschuldete Club werde nun die notwendige Bürgschaft von rund 800 000 Euro erhalten, versicherte Geschäftsführer Volker Oppitz nach dem 3:1-Sieg nach Verlängerung beim VfL Osnabrück. Er habe “keinen Zweifel“ daran.


Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Vielen Traditionsvereinen geht's finanziell schlecht. Sogar von Insolvenz und Abstieg in den Amateurbereich war immer wieder die Rede, so auch bei 1860 München. Die Löwen wurden am Ende gerettet, doch sie wären nicht die erste Mannschaft gewesen, die in den Niederungen des Amateurfußballs strandet. © Getty
Es gibt zwar Beispiele von Vereinen, die wieder auf die Beine gekommen sind. Etwa hat sich Fortuna Düsseldorf von der 4. in die 1. Bundesliga zurückgekämpft und der TSV 1860 von der 3. in die 1. Doch es gibt auch Ex-Bundesligisten, die in der Versenkung verschwunden sind. Sehen Sie hier eine Aufstellung der ehemaligen Bundesligisten, die heute in der 4. Liga oder tiefer spielen. © Getty
KFC Uerdingen: DFB-Pokalsieger 1985, heute Niederrheinliga (6. Liga) © Getty
Waldhof Mannheim: Bundesligist 1983-1990, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Rot-Weiss Essen: Deutscher Meister 1955, heute NRW-Liga (5. Liga) © Getty
Wattenscheid 09: Bundesligist 1990-1994, heute Westfalenliga (6. Liga) © Getty
Wuppertaler SV: UEFA-Pokal-Teilnehmer 1973/1974, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Bor. Neunkirchen: drei Jahre in der Bundesliga, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
FC Homburg: drei Jahre in der Bundesliga bis 1989/90, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
SV Darmstadt: zwei Jahre in der Bundesliga, heute in der 3. Liga (3. Liga) © Getty
Fortuna Köln: Bundesligist 1973/1974, heute NRW-Liga (5. Liga)   © Getty
Lokomotive Leipzig: Europacup-Finalist 1987 und Bundesligist 1993/94 (als VfB Leipzig), heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Preußen Münster: Bundesligist 1963/1964, heute in der 3. Liga. © Getty
Stuttgarter Kickers: Bundesligist 1988/89 und 1991/92, heute in der 3. Liga. © Getty
TeBe Berlin: Bundesligist 1974/1975 und 1976/77, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
SSV Ulm 1846: Bundesligist 1999/2000, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Das größte Fahrstuhlteam: Blau Weiß Berlin: Bundesligist 1986/87, heute Bezirksliga (8. Liga) © dpa
Das zweitgrößte Fahrstuhlteam: Tasmania Berlin: Bundesligist 1965/66, heute Landesliga (7. Liga) © dpa

2,045 Millionen Euro wären notwendig gewesen, wenn Dresden weiter in der 3. Liga hätte spielen müssen. Dank zusätzlicher TV-Einnahmen in der 2. Liga scheint der Club nun wirtschaftlich gerettet zu sein. Oppitz hofft auf zusätzliche Sponsoreneinnahmen.


Wehmut herrscht bei den Dresdner Fans, da die beiden besten Stürmer den Club verlassen. Alexander Esswein (17 Tore) hat bereits beim 1. FC Nürnberg unterschrieben. Dani Schahin (10) war von Greuther Fürth nur ausgeliehen und muss zurück.

Zudem wechselt Verteidiger Jonas Strifler zu Alemannia Aachen. Die Verträge von Kapitän Thomas Hübener und Florian Jungwirth laufen aus. Auf jeden Fall bleiben werden Cristian Fiel, Robert Koch, Sebastian Schuppan, David Solga und Lars Jungnickel.

Mittelfeldspieler Gerrit Müller zog sich in Osnabrück einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu und wird ein halbes Jahr ausfallen. Müller besitzt noch einen gültigen Vertrag bis 2012.

dpa

Kommentare