Michael Schade verärgert

Bayer-Boss empört: "Man hat uns beraubt"

Leverkusen - Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade wirft dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vor, dass Urteil im Fall Hakan Calhanoglu verspätet verkündet zu haben.

Bayer Leverkusen hat keinerlei Verständnis für das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS im Fall Hakan Calhanoglu und sieht sich um die Chance einer Reaktion gebracht. "Man hat uns der Möglichkeit beraubt, noch einmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Ich habe gehört, das CAS-Urteil steht schon einige Tage, es ist uns aber erst am Donnerstag zugestellt worden", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade dem SID am Freitag.

Der CAS hatte am Donnerstag die viermonatige Sperre gegen Calhanoglu (22) wegen Vertragsbruchs bestätigt. Der Mittelfeldspieler hatte 2012 seinen Vertrag beim Karlsruher SC verlängert, obwohl er zuvor eine Vereinbarung mit dem türkischen Klub Trabzonspor unterschrieben hatte.

"Mir fehlt das logische Verhältnis, ich sehe eine klare Unverhältnismäßigkeit der Mittel", sagte Schade. "Wir waren nicht involviert, wir wussten von diesen Dingen überhaupt nichts. Aber wir baden jetzt die Sache von damals aus. Wir als völlig Unbeteiligte tragen den schwerwiegenden Teil der Strafe."

Schade (64) sieht die Leverkusener doppelt im Nachteil. "Es ist unbestritten, dass man uns sportlich extrem schwächt. Aber man schwächt uns auch wirtschaftlich", betonte er. "Der Marktwert eines Spielers steigt nicht, wenn dieser vier Monate lang nur auf der Tribüne sitzt. Und besonders befremdlich ist der Zeitpunkt des Urteils."

Calhanoglu, ehemals vom Hamburger SV im Streit geschieden, wird am Abend (20.30 Uhr/Sky) bei seinem Ex-Klub nicht im Stadion sein. "Er ist nach Leverkusen zurückgereist", sagte Schade: "Der CAS hat den Hamburgern auch ihr Feindbild genommen."

CAS-Mitteilung

sid/dpa

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini

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