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Bayer entlässt Dutt - Hyypiä übernimmt

Trainer Robin Dutt hat bei Bayer Leverkusen ausgespielt.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat sich nach der Talfahrt der letzten Wochen von Trainer Robin Dutt getrennt. Ausgerechnet sein Ex-Klub Freiburg besiegelte sein Ende bei der Werkself.

Die Ära Robin Dutt dauerte nur 275 Tage, nun sollen Ex-Profi Sami Hyypiä als Teamchef und U19-Trainer Sascha Lewandowski Bayer Leverkusen zumindest die Teilnahme an der Europa League retten. Am Sonntagmorgen gab der Fußball-Bundesligist die Trennung von Dutt bekannt, der erst im Sommer vom SC Freiburg gekommen war.

Ausgerechnet der Ex-Klub besiegelte nun das Ende von Dutts Amtszeit durch einen 2:0-Auswärtserfolg am Samstag. Dutt war dabei während der zweiten Halbzeit von den Zuschauern verspottet worden.

Ab Sommer soll in Leverkusen Gerüchten zufolge der ehemalige Schalke-Coach Ralf Rangnick übernehmen, der nach seiner Auszeit infolge eines Burn-outs wieder voller Tatendrang ist, aber nicht schon in den restlichen sechs Saisonspielen verschlissen werden soll.

Mit Dutt wurden auch seine Co-Trainer Damir Buric und Marco Langner freigestellt. „Wir mussten einfach handeln und ein Zeichen setzen, um das Saisonziel internationaler Wettbewerb weiter mit frischem Wind zu verfolgen“, erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Sportdirektor Rudi Völler sagte: „Mit dem Team Hyypiä/Lewandowski wollen wir das Ruder herumreißen und wieder richtig Fahrt aufnehmen. Die Mannschaft steht jetzt verstärkt in der Pflicht.“

Zwei Deutsche unter den Welttrainer-kandidaten

Zwei Deutsche unter den Welttrainer-Kandidaten

Bundestrainer Joachim Löw ist als einer von zwei Deutschen für die Wahl zum Welttrainer 2011 nominiert. Die Auszeichnung wird jährlich vom International Federation of Football History & Statistics (IFFHS) vergeben. © dpa
Ebenso nominiert: Der selbsternannte "Verklopper" der Liga, Jürgen Klopp. In der Saison 2010/11 holte er mit dem BVB die Deutsche Meisterschaft. © dpa
Sollte einer der beiden den Titel holen, wäre er der erste Deutsche, seitdem 2001 Ottmar Hitzfeld als Welttrainer ausgezeichnet wurde. © dpa
Das Kurzpassspiel, das Josep "Pep" Guardiola seinen FC Barcelona aufziehen lässt, ist weltweit gefürchtet. Der Spanier gewann in der letzten Saison die Champions League. © dpa
Der Spanier ist neben seinem unerbittlichen Kurzpassspiel auch für seinen menschlichen Umgang mit den Profis und seine unaufdringliche Bescheidenheit bekannt. © ap
Im Gegensatz dazu: Der Portugiese José Mourinho. Der Trainer von Real Madrid gilt als schrullig und arrogant ("Direkt nach Gott komme ich."). Seine Spieler sind jedoch ausnahmslos mit ihm zufrieden. © ap
Der bereits dreimal als Welttrainer ausgezeichnete Mourinho gewann 2009 mit Inter Mailand nach einem Finalsieg über die Bayern die Champions League. 2010/11 holte er den spanischen Ligapokal mit Madrid. © Getty
Vicente del Bosque holte mit der spanischen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel, nachdem sein Vorgänger Luis Aragones bereits die EM gewonnen hatte. Daraufhin wurde del Bosque von König Juan Carlos in den Adelsstand erhoben. © dpa
Er holt seit 25 Jahren Titel mit Manchester United: der Schotte Alex Ferguson. Zuletzt holte er 2010/11 die englische Meisterschaft. Aufgrund seiner zahlreichen Titel ernannte ihn die Queen sogar zum "Sir". © Getty
Ebenfalls lange dabei ist Arsène Wenger. Der Franzose trainert bereits seit 1996 die "Gunners" von Arsenal London. Er wurde erst kürzlich zum Welttrainer der Dekade 2000-2010 gewählt. © dpa
Oscar Tabarez trainiert die Nationalmannschaft aus Uruguay. Mit seinen Landsmännern verlor er im kleinen Finale der WM 2010 gegen Deutschland und wurde Vierter. © ap
Luís André de Pina Cabral e Villas Boas, kurz André Villas-Boas. Der Portugiese ist seit 2011 Trainer der "Blues" vom FC Chelsea. In der Saison 2010/11 wurde er mit dem FC Porto portugiesischer Meister und gewann den UEFA-Cup. © dpa
Der Franzose Rudi Garcia ist der letzte Nominierte. Derzeit trainiert er den aktuellen französischen Tabellendritten OSC Lille. © dpa

Hyypiä zeigte sich optimistisch. „Ich kenne die Mannschaft und glaube fest an sie“, sagte er: „Wir - Sascha Lewandowski und ich - wollen einem verunsicherten Team, das in den vergangenen Spielen nicht zu seinen Möglichkeiten gefunden hat, Wege aufzeigen, um Bayer Leverkusen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.“ Lewandowski und der 105-malige finnische Nationalspieler Hyypiä, der im Herbst ein Praktikum bei Bayer machte und derzeit in Finnland den Trainer-Lehrgang absolviert, werden am kommenden Wochenende beim Hamburger SV erstmals auf der Leverkusener Bank sitzen.

Dutt hatte Bayer trotz einer schweren Vorrundengruppe mit dem FC Chelsea und dem FC Valencia zumindest ins Achtelfinale der Champions League geführt, wo Bayer beim 1:7 im Rückspiel beim FC Barcelona eine seiner schwärzesten Stunden erlebte.

Bereits in der Pause des Spiels am Samstag gegen Freiburg hatten Völler und Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser Bundestrainer Joachim Löw auf der Tribüne alleine gelassen und sich in die 04-Geschäftsräume zurückgezogen, um über den Rauswurf von Dutt zu beraten. Zuvor hatte das mächtige Bayer-Führungsduo vom Gesellschafterausschuss Prokura in der Trainerfrage erhalten.

Am Samstag hatte angesichts des Spotts der Fans sogar der Freiburger Trainer Christian Streich, in den vergangenen vier Jahren Dutts Assistent beim SC, mit seinem ehemaligen Chef gelitten. „Am Anfang habe ich gedacht, ich höre nicht richtig“, hatte er bei Sky gesagt: „Das hat mir in der Seele weh getan. Das ist etwas Schlimmes. Klar, die Menschen, die so etwas machen, sind vielleicht erbost aus irgendwelchen Gründen. Aber sie sollten sich mal überlegen, was sie damit machen. Es ist nicht gut, wenn man so mit Menschen umgeht.“

Dutt hatte sich in zahlreichen Interviews gestellt und dabei Größe bewiesen. „Das war sicherlich eine der schlechtesten Leistungen, die wir diese Saison gebracht haben“, hatte er gesagt: „Gerade angesichts unserer Vorstellung auf Schalke ist diese Leistung nicht zu tolerieren, von daher kann ich die Reaktion der Fans verstehen. Denn für unsere Leistung gibt es einen Verantwortlichen, und der bin ich. Ich werde mich deshalb mal wieder hinterfragen müssen, was da schief läuft, warum sich meine Mannschaft so präsentiert.“

Linksverteidiger Michal Kadlec hatte noch versichert: „Am Trainer liegt es nicht, der war doch noch nach dem Sieg gegen die Bayern der Held.“ Genutzt hat es Dutt nichts mehr.

SID

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