Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Steuerskandal in der Bundesliga weitet sich aus

Hat offenbar Probleme mit seiner Steuererklärung: Gladbachs Präsident Rolf Königs (r.)

Mönchengladbach - Wirbel bei Borussia Mönchengladbach: Steuer-CD bringt den Vereinspräsidenten Rolf Königs in die Bredouille. Die Steuerfahndung durchsuchte bereits Geschäfts- und Privaträume.

Der Steuer-Skandal im deutschen Fußball weitet sich offenbar aus. Nur wenige Tage nach der Hausdurchsuchung in der DFB-Zentrale in Frankfurt ist Borussia Mönchengladbachs Präsident Rolf Königs ins Visier der Steuerfahnder geraten. Königs bestätigte dem “Handelsblatt“, dass es eine entsprechende Untersuchung der Staatsanwaltschaft gebe.

Das teilte der Bundesligist am Freitag auf seiner Homepage mit, nachdem die Gladbacher tags zuvor noch gemauert hatten. Laut “Handelsblatt“ wird Königs der Steuerhinterziehung verdächtigt. Königs sei “der erste Prominente, dem die Steuerfahnder aus NRW nach dem Kauf einer Steuer-CD aus der Bank HSBC-Trinkaus auf die Schliche gekommen sei“.

Nicht gezahlte Steuersumme laut Schätzungen 50.000 Euro

Vorab hatte Königs schon seine Präsidiumskollegen in Mönchengladbach informiert. Es sei ihm wichtig, mit der Sache offen und ehrlich umzugehen, sagte Königs und versicherte, dass dies alles rein gar nichts mit dem Verein zu tun habe. Er wisse aber natürlich, dass es durch sein Amt als Präsident bei Borussia für die Öffentlichkeit interessant werde. “Es geht hier um meine über viele Jahre angesparte und ordnungsgemäß versteuerte private Altersvorsorge, die ich bei einer Bank in Luxemburg deponiert habe. Und ich habe dies ohne einen Vermögensverwaltungsauftrag an die Bank getan“, sagte Königs.

Bei dem für das Verfahren relevanten Zeitraum gehe es um die Jahre 2005 bis 2009, auf der Basis der vorliegenden Unterlagen handele es sich ersten Schätzungen zufolge insgesamt um eine nicht gezahlte Steuersumme von rund 50.000 Euro, hießt es auf der Mönchengladbacher Homepage weiter. “Für mich ging es bei dieser Geldanlage nur um Sicherheit, nie darum, die Summe zu vermehren. Ich habe mich schlichtweg nicht um dieses Konto gekümmert“, sagte Königs zu den Verdächtigungen. Trotzdem sei das natürlich nicht zu entschuldigen. Der 70-Jährige sagte den Behörden bereits vollste Unterstützung bei der Aufklärung zu und betonte: “Ich werde für den entstandenen Schaden aufkommen und die fällige Steuernachzahlung so schnell wie möglich leisten.“

Borussias Aufsichtsratschef steht hinter Königs

Königs muss beim VfL Borussia Mönchengladbach keine Konsequenzen fürchten. “Ich habe Rolf Königs immer als äußerst korrekten Geschäftsmann kennengelernt. An seiner Leistung für Borussia gibt es für mich nicht den geringsten Zweifel. Daran ändert diese Sache überhaupt nichts“, sagte Borussias Aufsichtsratsvorsitzender Hermann Jansen.

Erst am Montag war die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main von Beamten der Steuerfahndung durchsucht worden. Laut DFB hätten die Steuerfahnder Einsicht in Unterlagen aus dem Schiedsrichterbereich genommen. Hintergrund soll nach Angaben des DFB der Verdacht sein, dass in der Vergangenheit Schiedsrichter ihre Einnahmen möglicherweise nicht ordnungsgemäß versteuert hätten.

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach legte Wert auf die Feststellung, dass es keinerlei Vorwürfe gegen den DFB selbst gebe. “Wir werden die Steuerbeamten bei den Ermittlungen selbstverständlich mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Die korrekte Versteuerung seiner Einnahmen obliegt jedem Schiedsrichter selbst“, erklärte Niersbach.

Wie die “Süddeutsche Zeitung“ berichtet, soll es sich bei der Aktion um ein abgestimmtes Vorgehen mehrerer Staatsanwaltschaften und Steuerfahndungen handeln. Razzien hätten auch bei mehreren Bundesliga-Schiedsrichtern stattgefunden, “vor allem in Süddeutschland“. Die Verdachtslage umfasse knapp zwei Dutzend Personen, darunter einige prominente Bundesliga-Referees.

dapd

Achtmal Freiburg gibt einmal FCB: Die Etat-Tabelle der Bundesliga

Achtmal Freiburg gibt einmal FCB: Die Etat-Tabelle der Bundesliga

Wo ist das Geld zuhause? Wir sagen Ihnen, wie viel die 18 Erstligisten in der Saison 2011/12 geschätzt für ihre Lizenzspieler ausgeben. Der FC Bayern steht mit 100 Millionen Euro auf Platz 1. © Getty
Platz 2: Schalke 04 mit 60 Millionen Euro © getty
Platz 3: VfL Wolfsburg mit 50 Millionen Euro © dpa
Platz 3: VfB Stuttgart mit ebenfalls 50 Millionen Euro © dpa
Platz 5: Borussia Dortmund mit 41,0 Millionen Euro © getty
Platz 6: Werder Bremen mit 40 Millionen Euro © getty
Platz 6: Bayer Leverkusen mit ebenfalls 40 Millionen Euro © getty
Platz 8: Hamburger SV mit 35 Millionen Euro © getty
Platz 9: 1899 Hoffenheim mit 30 Millionen Euro © dapd
Platz 10: Borussia Mönchengladbach mit 27,5 Millionen Euro © getty
Platz 11: Hannover 96 mit 27 Millionen Euro © ap
Platz 11: 1. FC Köln mit 27 Millionen Euro © getty
Platz 13: Hertha BSC mit 24,5 Millionen Euro © getty
Platz 14: FSV Mainz 05 mit 23 Millionen Euro © getty
Platz 15: 1. FC Nürnberg mit 20 Millionen Euro © dpa
Platz 16: FC Augsburg mit 15,5 Millionen Euro © ap
Platz 17: 1. FC Kaiserslautern mit 15 Millionen Euro © getty
Platz 18: SC Freiburg mit 13,5 Millionen Euro © dpa

Kommentare