FCA gibt Führung aus der Hand

Wolfsburg holt in Augsburg ersten Auswärtssieg

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Wolfsburg schlug in Augsburg zweimal eiskalt zu.

Augsburg - Mit großer Effektivität hat der VfL Wolfsburg seiner Auswärtsmisere ein Ende bereitet. In einer zähen Partie kamen die Niedersachsen zu einem schmeichelhaften 2:1 (2:1)-Erfolg beim FC Augsburg.

Das Team von Trainer Dieter Hecking durfte nicht nur den ersten Punktspielsieg in der Fremde seit dem 20. April bejubeln, sondern verbesserte sich durch den ersten Bundesliga-Sieg gegen Augsburg überhaupt mit zwölf Zählern auf Tabellenplatz neun.

Maximilian Arnold (35. Minute) und Luiz Gustavo (42.) mit seinem ersten Wolfsburger Liga-Tor trafen nach vier Niederlagen aus den ersten vier Saison-Auswärtsspielen für die „Wölfe“. Durch den Erfolg konnte Wolfsburg auch die bittere 0:2-Heimniederlage im Derby gegen Braunschweig etwas verarbeiten.

FCA mit starker Anfangsphase

Augsburg war vor 27 554 Zuschauern durch Tobias Werner (10.) in Führung gegangen, verpasste aber trotz einer guten ersten halben Stunde zum vierten Mal in Serie einen Sieg. Nach ihrem furiosen Saisonbeginn rutschten die Schwaben mit zehn Punkten auf den 13. Platz ab. Für nächsten Samstag muss sich FCA-Trainer Markus Weinzierl zudem etwas einfallen lassen. In Matthias Ostrzolek und Paul Verhaegh fehlen im Gastspiel bei Bayer Leverkusen beide Außenverteidiger wegen ihrer 5. Gelben Karten.

Augsburg zeigte sofort sein druckvolles, geradliniges Spiel. Wolfsburg hatte Probleme, sich dem entgegenzustemmen. Halil Altintop bot sich in der vierten Minute die erste gute Möglichkeit. Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio parierte mit einem guten Reflex. Kurz darauf resultierte aus dem großen FCA-Druck aber die Führung. Wieder scheiterte Altintop nach einem schönen Konter an Benaglio, auch der im Abseits stehende Ostrzolek konnte im zweiten Versuch den Schweizer nicht überwinden, doch Werner schoss den Abpraller ein.

Männer mit Binde: Die Kapitäne der 18 Bundesligisten

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In der Kapitänsfrage setzen die Clubs der Fußball-Bundesliga auf Kontinuität. Nur drei Vereine besetzen die Führungsposition zur Saison 2013/14 neu.Klicken Sie sich hier durch die Fotostrecke. © picture alliance / dpa
Fabian Lustenberger übernimmt in Berlin das Amt von seinem Vorgänger Peter Niemeyer. © picture alliance / dpa
Andreas Beck steht seit der Rückrunde der vergangenen Saison bei Hoffenheim in der Verantwortung. © picture alliance / dpa
Augsburgs Trainer Markus Weinzierl vertraut auch in der kommenden Saison auf Abwehrroutinier Paul Verhaegh. © picture alliance / dpa
Clemens Fritz ist in Bremen weiterhin im Amt. © dpa
In Mainz hat Abwehrchef Nikolce Noveski das Sagen. © picture alliance / dpa
In Stuttgart fungiert Christian Gentner als verlängerter Arm des Trainers. © dpa
Der schweizer Nationaltorhüter Diego Benaglio ist beim VfL Wolfsburg die absolute Nummer 1. Sowohl im Tor, als auch im Mannschaftsgefüge. © picture alliance / dpa
Filip Daems übernimmt als Elfmeterschütze und Kapitän die Führung bei Gladbach. © picture alliance / dpa
Rafael van der Vaart beerbte beim Hamburger SV in der Rückrunde der vergangenen Saison Heiko Westermann als Kapitän. © dpa
Julian Schuster wurde 2012 als einziger Kapitän von seinen Freiburger Teamkollegen gewählt und nicht vom Trainer bestimmt. © picture alliance / dpa
Benedikt Höwedes ist seit 2001 bei Schalke und führt die Mannschft als Kapitän aufs Feld. © AFP
Beim Werksclub aus Leverkusen ist Simon Rolfes der Chef auf dem Platz. © dpa
In Dortmund vertraut Jürgen Klopp nun auf Mats Hummels. © dpa
Unter Trainer Pep Guardiola hat sich vieles geändert bei den Bayern. Der Kapitän aber bleibt weiterhin Phillip Lahm. © AFP
Lars Stindl
Bei Hannover 96 ist Lars Stindl der Chef. © dpa
Kevin Trapp
Kevin Trapp bekam von Eintracht Frankfurts Neu-Trainer Thomas Schaaf die Kapitänsbinde anvertraut. © dpa
Miso Brecko
Bei den Geißböcken aus Köln hat Miso Brecko das Ruder in der Hand. © dpa
Uwe Hünemeier
Seit August 2014 ist Uwe Hünemeier Kapitän beim Aufsteiger SC Paderbron. © dpa

Und Augsburg hätte nachlegen können. Der sehr agile André Hahn flankte mehrfach gut in die Mitte. Werner (14./29.) verpasste zwei Hereingaben. Ein Schuss von Altintop (31.) ging knapp vorbei. Diese Verschwendung wurde bestraft, denn es passierte kaum Vorhersehbares, was auch die wenigen VfL-Fans im Gästeblock verwundert haben mag.

Innerhalb von sieben Minuten drehte Wolfsburg die Partie. Arnold sorgte mit einem satten Schuss aus etwa 25 Metern für den ersten Treffer der Niedersachsen nach 257 torlosen Minuten. Wenig später konnte Luiz Gustavo völlig unbedrängt köpfen und ließ sich die freundlich gewährte Chance nicht nehmen.

Die Augsburger versuchten im zweiten Abschnitt ihre Patzer auszubügeln. Wolfsburg hielt nun aber robust dagegen und kam selbst zu Freistoßchancen. FCA-Torwart Alexander Manniger parierte gegen Ricardo Rodriguez (51.) und Naldo (58.). Die große Augsburg-Power der ersten Halbzeit fehlte nun. Wolfsburg ließ den Ball laufen und hatte keine große Mühe, den ersten Erfolg im fünften Anlauf gegen Augsburg über die Zeit zu bringen.

dpa

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